gamescom angespielt: Dawn of War 3

Quatschmaschinenporn allererster Güte.

Was ist das überhaupt?

Der dritte Teil einer ein Stück weit legendären Echtzeitstrategiereihe. Dieses Mal wieder mit mehr Basenbau, nachdem es im Zweier eher überschaubar und Squad-basiert zuging. Jetzt also die Mischung aus dem ersten und zweiten Teil. größere Armeen, Ressourcenmanagement und Einheitenbau bis hin zu gigantischen Orbitalkanonen - aber auch mit einzelnen Heldenskills, mit denen besondere Einheiten ihren Stempel auf dem Schlachtfeld hinterlassen.

Warum sollte es mich interessieren?

Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, aber gegen das, was ich in der Probemission sah, wirken die meisten anderen 40K-Spiele - und davon sind aktuell 86 in der Entwicklung - irgendwie billig. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wie die geballte Kriegsmaschinerie hier selbst aus der hohen Draufsicht noch schwer und gefährlich aussieht, eben wie die gewaltigen, rein aufs Gemetzel ausgelegten Apparate, die sie sind, das ist allein schon in Sachen Animationen ganz, ganz großes Kino. In dem Imperialen Ritter, der den Dreadnought der Space Marines um ein Vierfaches überragt, über die Karte zu stapfen und nach und nach Eldar-Außenposten zu planieren, das ist der feuchte Traum jedes Fans dieses Universums.

Entwicklerkommentierter Walkthrough der von uns gespielten Mission (englisch).

Überall knarzen Zahnräder, rappelt die Hydraulik, zischt und zirpt es. Wo andere Entwickler von Warhammer-Spielen ihre Einheiten oft wie plane, in Plastik gegossene Spielzeuge inszenieren, macht Relic ernst. Viele Mini-Details erzeugen ein Gefühl für Größe, alles bewegt sich in der richtigen Geschwindikeit und mit der korrekten Trägheit. Diese mörderischen Stahlkolosse sehen aus, als würden sie wirklich funktionieren.

Ich hatte tierische Probleme, aus dem Stand ins Spiel zu kommen und versagte letzten Endes kläglich dabei, die konternden Eldar während meiner eigenen Vorstöße in ihre Territorien von meiner Basis fernzuhalten. Aber das war mir egal, denn meine Solaria - besagter Imperial Knight - und ich, das war Liebe auf den ersten Blick. Miniguns so lang wie ein Lastwagen und eine ganze Batterie Krater schlagender Marschflugkörper auf dem Rücken. Wo ist diese Frau mein Leben lang gewesen?

So sehr ich mich also auch durch die Demo stümperte, so faszinierend war Dawn of War 3 doch letztendlich. Den kompletten Feature-Satz zu erfassen, war im Messe-Rahmen undenkbar, aber schon jetzt gefiel mir die Möglichkeit, einige Einheiten mit Abwurfkapseln auch direkt aus der Umlaufbahn an den gewünschten Ort schießen zu lassen. Besonders temporeich war es nicht, insgesamt schien es auf einem guten Mittelweg zwischen übergeordneter Strategie, kurzfristiger Taktik und überschaubarem Mikromanagement zu wandeln.

dow3
Es könnte Liebe sein.

Was kann noch schiefgehen?

Was immer schiefgehen kann: Wegfindung Mist, KI schlimm, Missionsdesign einfältig - solche Dinge stehen immer oben auf der Liste in diesem Genre. Aber von Relic sind wir das so nicht gewohnt. Ach: Und Tooltips fehlten auch noch, was sicher einzig und allein für meinen Untergang verantwortlich war. Aber nee, ich kann mir kaum vorstellen, wo es hier noch großartig Haken sollte. In Sachen Authentizität und Optik dürfte das hier das Maß aller 40K-Dinge werden.

Wann kommt es und wofür?

2017 für PC.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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