10 Jahre Eurogamer.de - Die wichtigsten Blizzard-Momente aus 10 Jahren

Ein Blick auf die wichtigsten Leistungsetappen und die größten Kontroversen der vergangenen Jahre.

Zehn Jahre Eurogamer.de. Wow, wo ist nur die Zeit hin? Ein guter Moment, um auf das Gewesene zurückzublicken (und auf eine gute Zukunft zu hoffen). Nachdem mir die Blizzard-Abteilung am besten liegt, will ich mich auch darauf zurückbesinnen. Seit nun mehr 25 Jahren sind die Kalifornier nun schon im Geschäft und haben sich über die Jahre mit an die Spitze der Spielschmieden gekämpft. Eine lange Zeit, in der die Entwickler auf viele Erfolge und nur wenige Fehlschläge zurückblicken können.

Bereits in den Anfängen lieferten sie mit Battle Chess, The Lost Vikings und der Warcraft-Reihe Hits für das breite Publikum ab. Später folgten Dauerbrenner wie Diablo, StarCraft sowie Fortsetzungen zu Warcraft und den verirrten Wikingern. Der wirklich rasante Aufstieg begann aber erst 2005 mit World of Warcraft. Das MMORPG sprengte jegliche Erwartungen und setzte den Standard, dem der Rest der Branche auf Jahre hinaus hinterherlaufen sollte. Seit dem - also die vergangenen zehn Jahre über - liefert das Studio mit überlegtem, aber zuverlässigem Tempo einen Kracher nach dem anderen ab.

Doch wie es nun mal so mit dem Erfolg ist, mehren sich damit auch die Stimmen, die etwas an den Produkten auszusetzen hatten oder die anderer Meinungen sind. Auch wenn es bei Blizzard vergleichsweise bei Weitem nicht so drastisch ausfällt, wie das bei anderen Publishern und Studios gerne der Fall ist, gab es auch beim Eissturm einige heißt diskutierte Themen, die die Gemüter in jegliche Richtung in Wallung brachten. Eine eine kleine Auswahl von denen, die mir am stärksten im Gedächtnis geblieben sind, und wie Blizzard als Unternehmen darauf reagiert hat, um es möglichst allen recht zu machen, finden sich daher ebenfalls in diesem Rückblick.

World of Warcraft: The Burning Crusade (2007)

Zwei Jahre nach dem weltweiten Erfolg von World of Warcraft folgte das erste Add-on World of Warcraft: The Burning Crusade für Blizzards Zugpferd. Die Erweiterung wurde bereits im ersten Monat 3,5 Millionen Mal verkauft und machte Nachtverkäufe und tagelanges Kampieren vor den Geschäften in Deutschland erst so richtig populär.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King (2008)

Die Erfolgswelle von WoW ebbte auch 2008 nicht ab. Mit World of Warcraft: Wrath of the Lich King brachte man mehr digitales Opium unter die immer weiter zunehmende WoW-Gemeinschaft, die mit rund 12 Millionen Abonnenten ihr Rekordhoch erreichte. Nicht einmal das als "WoW-Killer" gehypte Aion konnte an dieser Zahl kratzen. Selbst heute zählt das Add-on zusammen mit Burning Crusade zu den besten Erweiterungen, die es bislang gegeben hat.

StarCraft II: Wings of Liberty (2010)

Nach WotLK unterbrach Blizzard den WoW-Dauerlauf zunächst, um mit StarCraft II: Wings of Liberty die Wiederbelebung des RTS-Zeitalters einläuten. Zwölf lange Jahre stehen zwischen StarCraft und StarCraft II, doch die lange Wartezeit hatte sich gelohnt. Nicht nur, dass die beliebte Starcraft-Geschichte mit Fokus auf James Raynor und die Terraner endlich weiter erzählt wird, auch im E-Sports-Sektor nimmt der Titel sofort seinen bis heute fest in Stein gemeißelten Platz ein.

World of Warcraft: Cataclysm (2010)

StarCraft II ist nicht das einzige Brett, das Blizzard im Jahr 2010 in petto hatte. Für den Schlussakkord hob man sich World of Warcraft: Cataclysm auf. Auch diese Erweiterung wurde ein Verkaufsknüller, allerdings sanken die Abozahlen nach der ersten großen Hypewelle und aufgrund von des nächsten angedachten "WoW-Killers" (Star Wars: The Old Republic) zum ersten Mal nach sechs Jahren auf rund 10.000.000 Spieler - immer noch eine Zahl, von der andere Studios nur träumen können.

Diablo III (2012)

Es folgt das wichtigste Jahr für Fans des Hack'n'Slay-Genre. Nach 12 langen Jahren des Wartens erscheint Diablo III mit neuen Helden, neuen Dämonen und einem neuen, weiblichen Diablo. 12 Jahre! Ich denke, man hat nur auf Duke Nukem noch länger gewartet. Im Gegensatz zum Macho-Helden haben sich die 12 Jahre bei D3 aber wenigstens gelohnt. Auch wenn es zu Beginn einige Schwierigkeiten gab, hat das Entwicklerteam nicht lockergelassen und solange daran gefeilt, bis die Probleme beseitigt waren. Das Ergebnis war ein Spiel, das sein Genre im Grunde allein beherrscht - auch heute noch.

Ponylevel? Wo zum Teufel sind meine Kühe?

Der Aufschrei in der Diablo-Fangemeinde war groß, als bekannt wurde, dass das Entwicklerteam den beliebten Kuhlevel aus Diablo 2 nicht mehr haben will. Vorbei war es mit den Milliarden von Erfahrungspunkten, Items und Rib Eye Steaks. Viele Fans wollten das nicht wahrhaben und machten sich nach dem Erscheinen von Diablo 3 auf die Suche. Die Rinderfarm haben sie dabei zwar nicht gefunden, dafür aber die Grafschaft Launebach - besser bekannt als "Whimsyshire", "Ponylevel", "Regenbogenland" oder "Geheimes Drogenlabor der Gummibärenbande".

Die Spieler erwartet ein knalliges Land der Glückseligkeit mit freundlich lächelnden Wölkchen, Pinatas an den Bäumen, bunten Geschenken und natürlich seinen putzigen Einwohnern - von rosa Riesen-Teddys bis zu lila Einhörnern. Mit der Heile-Welt-Optik hat's sich aber binnen weniger Sekunden. Wie in einem billigen Horrorfilm wandelt sich das Ganze zum Albtraum und die niedlichen Bewohner zeigen ihr wahres Gesicht. Geht man bei den Teddys zunächst noch davon aus, dass sie eine herzliche Umarmung wollen, wird man zwei Sekunden später eines Besseren belehrt. Sie hauen gewaltigen Schaden raus, kleben wie Kaugummi am Hintern der flüchtenden Helden und weigern sich vehement, das Zeitliche zu segnen... und die Einhörner erst. Hat man die Kuscheltiere doch endlich irgendwann irgendwie zum Friedhof befördert, gleicht der gepflegte Rasen eher einem Schlachthaus.

World of Warcraft: Mists of Pandaria (2012)

Wenige Monate nach Diablo 3 folgt mit World of Warcraft: Mists of Pandaria das vierte und wohl umstrittenste Add-on. Es lockte erneut 10 Millionen Spieler vor ihre Daddelkisten, diese dann aber auch zu halten, das gelang den Pandaren nicht. Am Ende des Add-ons waren es "nur noch" 7,5 Millionen Abonnenten .

StarCraft II: Heart of the Swarm (2013)

Während die Spieler langsam von WoW abwanderten, nutzte StarCraft II: Heart of the Swarm die Gunst der Stunde, um diese für sich gewinnen. Die Erweiterung für den RTS-Knüller beleuchtet Kerrigans Rückkehr als Klingenkönigin und Anführerin der Zerg, und führt zahlreiche Verbesserungen ins Spiel ein. Zu diesem Zeitpunkt ist SC2 bereits konkurrenzlos und nicht mehr aus der Szene wegzudenken. Jährlich finden dutzende Meisterschaften mit hohen Preisgeldern auf der ganzen Welt statt.

R.I.P. Titan (2014)

Blizzard gilt als ein Garant für Triple-A-Titel. Egal, was die Entwicklerteams auch anfassen, alles wird zu Gold. Folglich ging man 2007 und nach dem Erfolg von World of Warcraft auch davon aus, dass auch das nächste Blizzard-Spiel, dessen Name lange Zeit ein streng gehütetes Geheimnis blieb und erst später als "Titan" bekannt wurde, ebenfalls ein Selbstläufer werden würde. Sieben Jahre lang wurde hinter den Kulissen an dem "Next-Gen-Sci-fi-MMO" getüftelt, das für Blizzard ein ganz neues Franchise eröffnen sollte. Die Jahre zogen ins Land, die Gerüchteküche brodelte und man hoffte auf Events wie der E3, GamesCom oder Blizzcon endlich die offizielle Ankündigung von Titan zu hören. Doch bis auf jede Menge Spekulationen war einfach nichts von Titan zu vernehmen.

Umso überraschender war es, als Anfang 2012 rund 600 Entwickler entlassen wurden. 2013 die nächste Schockmeldung: Weitere 70 Titan-Entwickler wurden auf andere Projekte umverteilt, womit nur noch rund 30 Leute den Kern bildeten. Am 23. September 2014 dann das offizielle Aus. Mit der Begründung, "es fehlte einfach der Spaß an der Arbeit und die Leidenschaft für das Projekt". Damit reiht sich das Projekt in die wenigen jemals eingestampften Werke wie Warcraft Adventures oder Starcraft Ghost ein. Dennoch, ganz umsonst war das Ganze nicht. Wir wissen, dass es einige Ideen in das WoW-Add-on Mists of Pandaria geschafft haben und ein weiterer großer Teil Verwendung bei Overwatch fand.

Titan_Artwork
So hätte Titan einmal aussehen sollen. Mehr als ein paar dieser Artworks gibt es dazu leider nicht.

Hearthstone: Heroes of Warcraft (2014)

2014 folgte die nächste Revolution. Mit Hearthstone: Heroes of Warcraft machte Blizzard die Online-Sammelkartenspiele für die breite Masse interessant und sicherte sich Millionen von neuen Spielern. Seit dem Start gibt es alle sechs Monate neue Spielinhalte in Form von Abenteuern oder Add-ons, die immer neue Spieler anlocken. Waren es im ersten Halbjahr noch etwa 20 Millionen registrierte Nutzer, vermeldete man im April 2016 stolz, dass man die Grenze von 50 Millionen geknackt habe.

Diablo III: Reaper of Souls (2014)

Nur zwei Wochen nach Hearthstone ließ man bereits Diablo III: Reaper of Souls von der Leine. Das bislang einzige Add-on für D3 erweiterte den Kassenschlager um einen weiteren Akt, neue Gebiete und eine neue Klasse. Zugleich legte man den Grundstein für die unzähligen folgenden und vor allem kostenlosen Content-Patches, die dafür verantwortlich sind, dass sich das Spiel auch heutzutage weiterhin ungebrochener Popularität erfreut.

Das Auktionshaus - Bitte nicht mehr an der Kasse anstellen

Die wohl einprägsamste Kontroverse der letzten Jahre war das monatelange Hin und Her mit dem Auktionshaus von Diablo 3. Ursprünglich war der Gedanke, den Spielern eine Möglichkeit zum Handeln der Gegenstände zu geben, die ihr Held nicht brauchen konnte. Eine gute Idee, die jedoch in dieser Form nicht funktionierte. Im Spiel war einfach nichts Brauchbares zu finden, sofern man nicht tagelang auf dem allerhöchsten Schwierigkeitsgrad farmte, um mit Glück ein gutes, "rares Item" zu finden - auf einen epischen Gegenstand oder ein Set-Teil wagte man erst gar nicht zu hoffen. Somit bliebt nur das AH für die normalen Spieler, das von den "Extremfarmern" mit Stoff versorgt wurde.

Wenig überraschend explodierten die Preise - Items für 200.000.000.000 Gold wechselten die Besitzer - weshalb mehrfach das Goldlimit im Spiel erhöht werden musste. Natürlich schmeckte das den Spielern überhaupt nicht. Etwas später kam ein weiterer Sargnagel hinzu: die Echtgeldfunktion. Gegenstände konnten nicht mehr nur für absurde Goldpreise, sondern für echte Euros verhökert werden. Das war natürlich ein noch größerer Ansporn für die Farmer, sodass auch hier die Preise bis mehrere Hundert Euro für ein Item anstiegen. Das hatte ein Ende, als am 18. März 2014 das Auktionshaus dichtgemacht wurde und die Dropchancen im Spiel über mehrere Patches hinweg angehoben wurden. Im Nachhinein lässt sich sagen, dass das ein notwendiger und auch richtiger Schritt war.

World of Warcraft: Warlords of Draenor (2014)

Mit Hearthstone und D3: Reaper of Souls war 2014 aber noch Schluss. Zum Ende des Jahres erschien pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auch noch die fünfte Erweiterung für WoW. World of Warcraft: Warlords of Draenor stellte die bisherige Zeitlinie auf den Kopf und legte den geschichtlichen Grundstein für Legion. Eine große Kontroverse, die ihren Anfang am Ende von WoD ihren Lauf nahm, ist Folgende:

WoW Vanilla Server - Du nicht nehmen IP

Viele WoW-Spieler wünschen sich schon seit Langem die Möglichkeit, das ursprüngliche WoW zu zocken. Da Blizzard aber bis heute keine Classic-Server bereitstellt, haben sich vor langer Zeit fünf Spieler zusammengetan und diese Aufgabe übernommen. Zunächst noch unbekannt stieg die Popularität und die Bevölkerung (800.000 registrierte und 150.000 dauerhaft aktive Spieler) der "Nostalrius-Sever" schnell an. Vor einigen Monaten war damit allerdings Schluss. Blizzard ließ die privaten Server durch ein Unterlassungsschreiben vom Netz nehmen, mit der Begründung, man müsse als Firma aus rechtlicher Sicht alles zum Schutz des geistigen Eigentums und ihrer Marken unternehmen.

Rund 2.000 Spieler hatten sich noch eine Stunde vor dem Zwangs-Shutdown in Eisenschmiede versammelt, um dem Ende beizuwohnen.

Damit war für Blizzard das Thema vorläufig erledigt. Womit man wohl nicht gerechnet hatte, war der gewaltige Aufschrei, der durch die Community ging. Am Anfang waren es nur das Nostalrius-Team und die Spieler. Doch schnell kamen zigtausende Spieler der Live-Server, dutzenden Top-Streamer und sogar ehemaligen Mitarbeitern wie Mark Kern hinzu. Um ihrer Sache mehr Nachdruck zu verleihen, wurde eine Online-Petition ins Leben gerufen, die mittlerweile bereits über 270.000 Unterstützer hat. Lange Zeit herrschte Funkstille. Doch kürzlich lud Blizzard das Nostalrius-Kern-Team zu sich ein, um über die Petition, die Community und Classic-Server zu diskutieren. Dass man das Thema mittlerweile ernst nimmt, zeigte allein schon die Teilnehmerliste: CEO Mike Morhaime, Produzent J. Allen Brack und WoW-Director Tom Chilton waren unter anderem dabei. Wie das Ganze abgelaufen ist und was dabei herausgekommen ist, hat das Nostalrius Team in seinem Forum ausführlich berichtet.

Heroes of the Storm (2015)

Ein halbes Jahr später folgte das nächste neue Projekt, das sich als fünftes großes Standbein des Unternehmens etablieren soll. Heroes of the Storm vereint die Helden aller Blizzardspiele in einem gemeinsamen Universum und schnitt damit in einen bis dahin fest zwischen LoL, Dota 2 und HoN aufgeteilten MOBA-Kuchen, um sich ein großes Stück davon zu sichern. Es half dem Genre auch dazu, ein Stück weit aus dem Nur-für-absolute-Nerds-Schatten herauszutreten und es der breiteren Masse zugänglich zu machen.

StarCraft II: Legacy of the Void (2015)

Fünf Jahre nach dem Startschuss spendiert StarCraft II: Legacy of the Void der Starcraft-Saga einen grandiosen Schlussakkord, der die Geschichte der Protoss offenbart und alle offenen Fragen und Handlungsstränge zu einem Ende bringt. Auch wenn die Geschichte damit abgeschlossen ist, gehen die Updates weiter. Zahlreiche Anpassungen, neue Spielmodi und Helden halten den RTS-Thron warm, bis irgendwann Starcraft 3 vor der Tür steht.

Overwatch (2016)

Anfang dieses Jahres lieferte Blizzard mit Overwatch die Knaller-Antwort auf die festgefahrene Shooter-Szene. Für den Titel nahm man sich viel Zeit, um all die Vorschläge und Wünsche der Fans und Tester umzusetzen. Das Ergebnis eroberte die Szene im Sturm: Binnen drei Wochen stürzten sich mehr als 10 Millionen Spieler in die neue Marke. Und es werden immer mehr.

Top-Spielerin muss beweisen, dass sie nicht cheatet.

Auch wenn Overwatch noch kein Jahr auf dem Buckel hat, gibt es bereits zur Genüge Kontroversen. So wurde erst kürzlich die 17-jährige Se-yeon Kim aka "Gegury" aus Südkorea - eine der Weltbesten Overwatch-Spielerinnen - darum gebeten, den Beweis anzutreten, dass sie wirklich so gut ist und nicht cheatet. Was war passiert? Gegury und ihr Team "UW Artisan" zerlegten bei der Qualifikation für den Nexus Cup 2016 (eine Meisterschaft für Spitzen-Gamer in China) ein Top-Team nach dem anderen und kratzen dabei am Stolz von Koreas Top-Zockern wie "Strobe" oder "ELTA". Die haben daraufhin bei Blizzard Beschwerde eingelegt - forderten gar einen Beweis, dass sie nicht betrügt. Da Gegury auch vor dem Cup bereits des Öfteren beschuldigt wurde und damit das Ganze nicht noch weiter eskalierte, lud man die Profispielerin kurzerhand dazu ein, ihr Talent vor laufender Kamera unter Beweis zu stellen. Dem kam die Beschuldigte unter staunenden Augen gerne nach. Das Ergebnis könnt ihr euch selbst ansehen.

Tracer: I'm too sexy

Ebenfalls heftig diskutiert wurde die zu "anzügliche Siegespose" von Tracer in Overwatch. Alles begann mit einem Spieler der geschlossenen Beta, der im Forum bekundete, dass Tracers Pose sie als ein "nichts sagendes, weibliches Sexsymbol" darstellen würde und dies nicht zu ihrem flinken, albernen, aufgeschlossenen Charakter passe. Daraufhin entbrannte eine heiße Disskussion, in die sich nach mehr als 200 Beiträgen auch Game Director Jeff Kaplan einklinkte. Er stellte klar, dass man nicht wolle, dass sich jemand unbehaglich, unterschätzt oder falsch dargestellt fühlt. Ebenso fügte er später hinzu, dass das Entwicklerteam ohnehin nicht ganz glücklich mit der Pose war und die Diskussion als Stein des Anstoßes genommen wurde, um die Pose durch eine Neue zu ersetzen.

World of Warcraft: Legion (2016)

Den derzeitigen Schlusspunkt dieser eindrucksvollen Chronologie setzt das erst wenige Tage alte Add-on World of Warcraft: Legion. Verkaufstechnisch übertrumpfte es bereits in der erste Woche alle dagewesenen WoW-Add-ons und legte den bisher besten Start hin. Auch inhaltlich bringt es viele Verbesserungen und Neuerungen mit sich, die durchaus das Potenzial haben, um BC und WotLK vom Das-beste-Add-on-Thron zu stoßen.

Und was bringt die Zukunft?

Fest steht schon einmal, dass die sechs erfolgreichen Standsäulen mit weiteren Updates versorgt werden. WoW hat mit Legion erst jüngst neuen Inhalt hinzugewonnen. In Overwatch startete Anfang September die zweite Season mit neuer Karte und neuem Held. Bei Diablo 3 lief im August die siebte Saison und bei Hearthstone das Abenteuer "Eine Nacht in Karazhan" an. Für StarCraft 2 wurde soeben Patch 3.6 aufgespielt und im gleichen Zug fand auch Version 20.0 bei Heroes of the Storm seinen Weg. Es gibt also jede Menge Inhalt für alle Fans.

Dennoch kocht die Gerüchteküche seit März wieder auf Hochtouren, als Blizzard drei neue Stellen mit "besonderer Affinität zu Diablo" ausschrieb. Sofort wurde in Richtung von Diablo 4 spekuliert. Vor wenigen Wochen wurden nun fünf weitere offene Stellen angeboten. Unter anderem sucht man einen neuen Game Director, der "Die Diablo-Serie in die Zukunft leiten" soll, nachdem Josh Mosqueira Anfang Juli seinen Job an den Nagel hing. Interessant dabei ist, dass die Stellen für ein bislang noch "unangekündigtes Projekt" ausgeschrieben wurden. Wir dürfen also gespannt sein, welches Bonbon das erfolgsverwöhnte Unternehmen als Nächstes aus dem Hut zaubern wird. In diesem Sinne, vielen dank für die letzten zehn Jahre und alles Gute für die nächsten Zehn.

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Über den Autor:

Markus Hensel

Markus Hensel

Redakteur

Seit 2011 bei Eurogamer.de dabei. Zockt alles aus dem Hause Blizzard, insbesondere D3, Overwatch, Starcraft 2 und WoW-Raids (auch nach 10 Jahren noch). Hört Rock und Metal, hat einen Drachen-Fetisch, kann mit Fußball nichts anfangen, ist stolzer Besitzer eines Monstergrills und mag Kuchen und Kekse (viel zu sehr).

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