Ubisoft will keine DLCs mehr verkaufen, die man für ein vollständiges Spielerlebnis braucht

Was man durch Rainbow Six: Siege gelernt hat.

Ubisoft will nicht länger DLCs verkaufen, die Spieler brauchen, um ein vollständiges Spielerlebnis zu haben.

1

Das gab Anne Blondel-Join, VP of Live Operations des Publishers, im Gespräch mit GamesIndustry an.

Ubisoft will seine Spiele fünf bis zehn Jahre lang unterstützen und in puncto Monetarisierung muss man sehr vorsichtig sein. Mit Rainbow Six: Siege, dessen zusätzliche Maps kostenlos veröffentlicht wurden, hatte man eine Menge Erfolg. Geld müssen Spieler hier nur ausgeben, wenn sie ihren Charakter weiter anpassen oder neue kaufen möchten.

„Monetarisierung ist etwas, womit wir sehr vorsichtig sein müssen. Mein Team kümmert sich darum und stellt sicher, dass wir die richtige Balance finden", sagt sie.

„Wenn es nicht zusätzlich etwas zum eigentlichen Spielerlebnis beiträgt, ist es nicht gut - das ist der Schlüssel. Denn genau dann bittet man aus den falschen Gründen um Geld. Es ist ebenfalls nicht gut, wenn die Spieler den Eindruck haben, dass der Content zwingend nötig ist. Es ist eine Möglichkeit, den Spielern mehr Spaß zu bieten, aber sie haben die Wahl, ob sie diesen zusätzlichen Spaß haben möchten oder nicht."

„Es würde nicht funktionieren, wenn wir es verpflichtend machen würden. Kein DLC mehr, den ihr kaufen müsst, wenn ihr das vollständige Spielerlebnis haben wollt. Ihr habt das Spiel und wenn ihr es erweitern wollt - abhängig davon, wie ihr das Spiel erleben möchtet -, steht es euch frei, es zu kaufen oder nicht."

Ein ähnliches DLC-Modell wie Rainbow Six: Siege verwenden zum Beispiel Halo 5 oder Titanfall 2, auch für den Multiplayer-Part von Mass Effect 3 wurden kostenlose neue Maps und Charakterklassen veröffentlicht. Die Idee dahinter ist simpel: Indem man sicherstellt, dass alle Spieler auf allen Maps und und in allen Modi spielen können, bleiben sie länger dabei. Blondel-Jouin zufolge hat das bei Rainbow Six sowohl im Hinblick auf die täglich aktiven Nutzer als auch kommerziell funktioniert.

„Die Monetarisierung bei Rainbow Six funktioniert so, dass die Leute glücklich über die neuen Charaktere sind und sie können sie mit Waffen und Talismanen individualisieren, aber selbst wenn sie es nicht tun, haben das exakt gleiche Spielerlebnis wie alle anderen", sagt sie. „Es sind einfach zusätzliche Einnahmen für uns, die daraus resultieren, dass die Spieler zufrieden sind. Wenn sie das nicht wären, würden wir nicht nach mehr Geld verlangen."

„Es hat den gleichen kommerziellen Einfluss und ist fairer für Ubisoft und die Spieler. Es ist ein zusätzliches Angebot für sie und sie nehmen es an oder eben nicht. Wir verfolgen diesen neuen Weg, weil es Ubisofts Verantwortung ist, Spiele in der bestmöglichen Qualität abzuliefern. Wenn man ein schlechtes Spielzeug herstellt, bleibt es unabhängig von der Marke in den Läden stehen. Dadurch erhalten unsere kreativen Leute die Chance, wieder daran zu arbeiten, den Spielern die bestmöglichen Dinge zu bieten. Und das ist eine Win-Win-Situation."

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (23)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (23)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading