Crytek steckt erneut in der Krise

Verspätete Gehälter und eine ungewisse Zukunft.

Das deutsche Entwicklerstudio Crytek steckt erneut in der Krise.

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Gerüchte über finanzielle Probleme machten letzte Woche die Runde, ein anonymer Bericht auf Reddit deutete an, dass Mitarbeiter seit Mai nicht bezahlt wurden.

Ein Mitarbeiter von Crytek in Frankfurt hat außerdem unsere englischen Eurogamer-Kollegen kontaktiert und gibt an, dass man seit zwei Monaten nicht bezahlt wurde und sich die Gehaltszahlungen in den vorherigen fünf Monaten um bis zu vier Wochen verzögert hätten.

Den Crytek-Gründern Cevat und Avni Yerli wirft die Quelle eine mangelnde Kommunikation vor und die Stimmung der Mitarbeiter werde zunehmend schlechter.

Unsere Kollegen konnten diese Berichte durch eine weitere Quelle bei Crytek Frankfurt bestätigen. Demnach ist dem Studio schlicht das Geld ausgegangen. Das Management arbeite zwar an neuen Deals, aber ein Rettungsplan nehme mehr Zeit in Anspruch als erwartet.

Eine Quelle stellt sogar infrage, ob Cevat Yerli überhaupt noch bei Crytek arbeitet, da man ihn seit Monaten nicht in Meetings gesehen habe. Primärer Ansprechpartner sei sein Bruder Avni und auch von Seiten der PR gibt es keine Antworten gegenüber Eurogamer.

Schon zuvor steckte Crytek in Schwierigkeiten, woraufhin man Crytek UK und die Marke Homefront an Deep Silver verkaufte und einen Deal mit Amazon für die Nutzung der CryEngine abschloss. Anschließend konzentrierte man sich auf VR-Spiele wie Robinson: The Journey und The Climb, die zwar durchaus gut sind, aber auch nicht allzu viel Geld in die Kasse spielen dürften.

Die Zukunft anderer Projekte des Studios ist fraglich, Berichten zufolge steht das bulgarische Studio Black Sea, das mit dem MOBA Arena of Fate beschäftigt ist, zum Verkauf.

Verbliebene Mitarbeiter hoffen auf einen Verkauf oder Deal, der die Zukunft des Studios sichert, viele haben aber bereits andere Jobs angenommen, etwa bei Star-Citizen-Entwickler Cloud Imperium Games.

Einer Quelle zufolge steht nach Angaben des Managements ein Deal kurz vor dem Abschluss. Aber ob man sich rechtzeitig einigen kann?

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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