Star Wars Battlefront: Rogue One: Scarif - Test

Lasst zehn von uns wie hundert wirken.

Rogue One: A Star Wars Story ist da und ein richtig guter Film geworden. Einer, der nicht nur viele Jahre später eine tolle, sinnvolle Brücke zur ursprünglichen Trilogie mit vielen Easter Eggs und Cameos bildet, sondern ebenso erklärt, warum es im Todesstern etwa diesen ominösen Lüftungsschacht gibt. Und nicht zuletzt zeigt er das Star-Wars-Universum auch mal aus einer anderen Perspektive, indem er sich nicht auf die Skywalker-Familie fokussiert und stattdessen den Krieg zwischen Rebellen und Imperium in den Mittelpunkt rückt. Wenn ein Star-Wars-Film an Das Imperium schlägt zurück herankommt, dann ist es Rogue One.

Wenn ihr aus dem Kino kommt, könnt ihr die Schlacht gleich am heimischen PC oder der Konsole fortführen, denn der letzte DLC für Star Wars Battlefront beschert euch einige Inhalte aus dem Film. Darunter sind beispielsweise vier neue Karten, die euch an den Strand und in den Dschungel des Tropenplaneten Scarif führen, zu Landeplatz 13 und zum Schildtor im Orbit des Planeten. Die Maps sind schön gestaltet, die Bewaldung im Dschungel ist hier aber nicht so offen wie etwa auf Endor. Soll heißen: Ihr werdet auf Scarif mehr durch vorgegebene Pfade geführt und könnt euch nicht einfach durch dichtes Gestrüpp schleichen. Sehr schick ist die neue Weltraum-Map. Hier müsst ihr euch nicht nur um feindliche Jäger kümmern, sondern ebenso aufpassen, dass ihr nicht mit den umher schwebenden Trümmern kollidiert.

Gleichzeitig betreten zwei neue Heldencharaktere das Schlachtfeld. Auf Seiten der Rebellen ist es Jyn Erso, die vor allem als Kämpferin aktiv ist und über starke Nahkampffähigkeiten verfügt, indem sie ihren Knüppel dafür einsetzt. Weiterhin kann sie etwa ihren A180-Blaster mit einem Gewehrlauf verlängern und mit ihrem Schallimploder Gegner blenden, verletzen und ihre Rüstung schwächen. Für das Imperium ist Orson Krennic als neuer starker Charakter verfügbar. Er setzt mehr auf die Unterstützung seiner Truppen. Mit seiner Panzerbrecher-Munition, die ihr vorübergehend aktivieren könnt, richtet ihr mehr Schaden an und senkt den Rüstungswert des Ziels, ebenso kann er einen Astromech-Droiden einsetzen und die Verteidigungswerte verbündeter Soldaten stärken. Sein eigener Rüstungswert steigt indes abhängig davon, wie viele Verbündete sich in der Nähe befinden. Als Waffe setzt er seinen DT-29-Blaster ein.

Das Herzstück des Rogue-One-DLCs ist außerdem der neue Infiltration-Modus, der sich über drei verschiedene Phasen erstreckt. Den Anfang macht eine Raumschlacht. Die Rebellen müssen sich hier zum Schildtor über Scarif durchschlagen und einen ihrer U-Flügler dorthin eskortieren. Dabei stehen ihnen imperiale Jäger und zwei Sternenzerstörer im Weg. Hier kommt es dementsprechend auf Teamwork an, denn wenn ihr die U-Flügler bei ihrem Anflug nicht deckt, sind sie leichtes Kanonenfutter.

Erreicht einer von ihnen das Schildtor, geht es hinunter nach Scarif. In der zweiten Phase besteht das Ziel der Rebellen darin, eines von zwei Frachtschiffen in die Luft zu sprengen, um somit die imperialen Kräfte abzulenken und zu verwirren. Dazu müssen sie Sprengsätze aktivieren und die jeweilige Position verteidigen, bis die Ladungen explodieren, damit niemand sie vorher wieder entschärft. Als Unterstützung stehen der TIE Striker und der U-Flügler als Power-ups zur Verfügung. Beide kreisen über die Schlachtfelder und können feindliche Truppen unter Beschuss nehmen - und das sehr effektiv.

Gelingt den Rebellen die Zerstörung eines Frachtschiffs, geht es mit Phase 3 weiter. Die Rebellen versuchen nun, die Pläne des Todessterns zu stehlen. Dazu müsst ihr die Informationen lediglich zu einem wartenden U-Flügler bringen, um schlussendlich entkommen zu können. Und das klingt in der Theorie einfacher als es in der Praxis ist, denn im Dschungel von Scarif gibt es zahlreiche Wege und überall könnten Feinde lauern. Und wenn das Imperium die Pläne unterwegs wieder zurück erbeutet, müsst ihr einen neuen Anlauf wagen. Indem ihr den Informationsträger deckt und schützt, bringt ihr ihn sicher zum Zielort. Gutes Teamwork ist hier ebenfalls entscheidend.

Alles in allem ist Infiltration ein spannender neuer Modus geworden. In vielerlei Hinsicht ist es ein Katz-und-Maus-Spiel und der verzweifelte Versuch der Rebellen, die Pläne in ihren Besitz zu bringen und dafür alles zu tun, wird gut vermittelt. Hinzu kommen die schönen neuen Schlachtfelder, gute und sinnvolle neue Helden, Waffen und Raumschiffe ergänzen das Gesamtpaket und runden einen rundum gelungenen letzten DLC für Battlefront ab. Wenn ihr also aus dem Kino stolziert und euch selbst in die Schlacht von Scarif stürzen möchtet, ist das hier die beste Gelegenheit dazu.

Entwickler/Publisher: DICE/EA - Erscheint für: PC, Xbox One, PlayStation 4 - Preis: 14,99 Euro - Erscheint am: Erhältlich - Getestete Version: PC - Sprache: Deutsch, Englisch und andere - Mikrotransaktionen: Nein

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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