Rainbow Six: Siege - Neue Operators, neues UI und Loot Packs für Jahr 2

Umfassende Überarbeitung des Multiplayer-Hits.

Am Wochenende hielt Ubisoft in Montreal das Rainbow Six: Siege Invitational Turnier ab. Im Zuge dessen sprach der Entwickler nicht nur über die Operator und die Karte von Season 1 des zweiten Jahres, die morgen herauskommt, sondern auch auch über seine Pläne das Spiel im Allgemeinen betreffend.

Das Wichtigste dürfte für viele sicherlich die Überarbeitung der kompletten Menüstruktur sein, die schon mit Velvet Shell ab Dienstag verändert, wie man sich durchs Spiel bewegt. Diesmal soll man aus einem zentralen Bildschirm heraus jeden wichtigen Punkt erreichen können. Die Kacheln sehen zwar sehr nach Windows 10 aus, aber das muss (noch) nichts Schlechtes heißen. Vor allem stimmt positiv, dass man während des Matchmakings noch am Loadout und in anderen Menüs herumfuhrwerken darf, was einfach fabelhaft klingt.

Weiterhin werden einzelne Teile des Spiels nicht mehr per Peer-to-peer geregelt, die eigentlichen Matches liefen schon auf dedizierten Servern, nun sollen nach und nach auch alle weiteren Elemente von dedizierten Servern gehandhabt werden.

Neuerdings soll es auch Loot-Packs geben, so genannte Alpha Packs, die man für gewonnene Partien erhält, und die kosmetische Items, also Skins, Helme und so weiter beinhalten. Jede gespielte Partie steigert dabei die Chance auf den Drop eines Loot Pack, aber nur bei Gewinn kann man überhaupt eines bekommen.

Die Alpha Packs soll man aber auch über die Spielwährung Renown kaufen können - ebenso wie Individualisierungen weiterhin gezielt über Renown erstanden werden können. Bis hierhin steht also nicht zu befürchten, dass man mehr zur Kasse gebeten würde als sonst auch. Hoffen wir, dass es so bleibt, denn bislang ist Rainbow Six: Sieges Modell, inhaltlich Relevantes allen Usern zur Verfügung zu stellen und die Mikrotransaktionen auf Kosmetika zu beschränken, angenehm unaufdringlich.

Weiterhin verspricht Ubisoft für das neue Jahr gewissenhafte Pflege der alten Operatoren, bessere Trefferregistrierung - der Grundstein hierfür ist schon in einem der letzten Updates gelegt worden - und öffentliche Test Server, auf denen neue Elemente ausgiebiger Prüfung unterzogen werden.

Doch zunächst blüht uns morgen natürlich erstmal das neue Update, weshalb Ubisoft ebenfalls die neue Map und die neuen Operatoren ausgiebig demonstrierte. Letztere gehören der spanischen Spezialeinheit GEO an. Aufseiten der Angreifer dürfte Jackal - mittlere Panzerung, mittleres Tempo - ziemlich auf den Kopf stellen, wie Roamer die Karte verteidigen. Denn er kann nicht nur die Fußspuren sehen, die die Gegner in den letzten 90 Sekunden hinterließen, er darf sie pro Runde auch bis zu drei Mal scannen und damit die Position des Verteidigers für das gesamte Team sichtbar machen.

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Mira ist die spanische Verteidigerin, die kugelsichere Ein-Weg-Fenster in verstärkten Wänden platziert

Der Haken an der Sache: Zum einen sind Caveiras Fußspuren im Silent Step nicht sichtbar und zum anderen wird Jackals Visor wird durch Mutes Störgeräte blockiert (auch Thatchers EMP-Granaten dürften sich negativ darauf auswirken - morgen mal ausprobieren). Dennoch scheint diese Fähigkeit aktuell noch ziemlich übermächtig. Möglich, dass Ubisoft also nach per Nerf nachbessert, wenn Roaming dadurch zu sehr ausgehebelt wird.

Sein Loadout macht einen guten Eindruck. Neben dem Sturmgewehr C7E bekommt er die Maschinenpistole PDW9 und die Langversion der ITA12 Schrotflinte. Als Zweitwaffe stehen die USP40 und die Kurzversion der ITA12 zur Auswahl. Richtig gelesen: Der Spanier darf zwei Schrotflinten mit in den Kampf nehmen.

Das gilt ebenso für seine Kollegin auf Verteidigerseite, Mira (Schwere Panzerung, niedriges Tempo). Ihre alternative Primärwaffe, die Vector, dürfte allerdings ein neuer Favorit werden. Nachdem die Defender bisher vermehrt Roamer hervorbrachten, verschafft Mira Verteidigern am Objective endlich mal wieder einen netten Vorteil. In verstärkten Wänden platziert sie kugelsichere Fenster, durch die man nur hinaus, nicht aber hineinblicken kann.

Synergieeffekte beispielsweise mit dem LMG-Experten Tachanka könnten dadurch zum Tragen kommen, dass ein kleiner Kanister unterhalb der Scheibe zerschossen werden kann, um das Glas auszustoßen und das Feuer auf Angreifer auf der anderen Seite zu eröffnen. Natürlich können auch Gegner den Gaskanister zerstören, Twitch darf dies sogar mit ihrer Drohne tun. Insgesamt aber ein interessantes Gadget, denn nicht nur dürften gewisse Konter - etwa der Bandit-Trick oder das Jonglieren von Mute-Geräten gegen Hibana respektive Thermite - so einfacher werden, alleine die Anwesenheit eines solchen Fensters dürfte die Gegenseite vorsichtiger agieren und gegebenenfalls sogar eine andere Angriffsrichtung wählen lassen.

Die Karte Coastline spielt unterdessen auf Ibiza. Ein Klub, der nicht gerade weitläufig und um einen zentralen Hof angelegt ist, in einigen Korridoren aber Close-Quarters-Scharmützel auch in eine mittlere Langdistanz ziehen dürfte. Des Weiteren sind viele Böden zerstörbar, was einige Überraschungsangriffe ermöglichen sollte.

Alles in allem war es ein spannendes Wochenende für Fans des Spiels, das morgen zudem neue Skins und die Elite-Version von Rook erhalten wird. Hoffen wir, Jackal und Mira fügen sich gut in die Riege der bisherigen Operatoren ein.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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