Entwicklerlegende Brian Fargo, Boss des Wasteland- und Torment-Studios inXile, will sich mit der Veröffentlichung von Wasteland 3 zur Ruhe setzen. Das wäre nach aktuellem Stand irgendwann 2019.

Der Mitbegründer von Interplay will sich einfach endlich mal entspannen.

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inXile-Chef Brian Fargo.

"Wasteland 2 und Torment waren sind beide toll geworden," erzählt er. "The Mage's Tale's bekommt gutes Feedback. The Bard's Tale 4 sieht spektakulär aus. Wasteland 3 baut auf Wasteland 2. Es scheint ein guter Zeitpunkt, das Mikro fallen zu lassen."

"Ich liebe diese Industrie, ich mache das hier schon seit 1982. Ich war schon hier mit Ken und Roberta Williams [die Sierra-Gründer], Trip Hawkins [Gründer von EA], die Jungs von Brøderbund - wenn ich mir meine Freunde anschaue, sehe ich, dass die deutlich mehr Freizeit haben als ich. Es ist ein sehr intensives Business, allumfassend. Mir scheint, ich sollte mich ein bisschen entspannen."

Die Firma, die Fargo einst gründete, Interplay, ist am besten bekannt dafür, dass sie Fallout erfand und bei Baldur's Gate sowie Descent als Publisher fungierte.

Eilig hat er es nicht: "Ich habe eine Menge Zeit, es muss nicht morgen sein."

Fargo plant, inIxile seinen fähigen Mitarbeitern und Mitinhabern zu überlassen, wer seinen Posten übernehmen wird, ist noch nicht raus.

"Ich habe ein paar wundervoll kompetente Leute, die den Laden am Laufen halten", so Fargo. "Eine der Sachen, die ich am liebsten mache, ist Talente zu finden und fördern." Diese Talente sind es auch, die er jahrelang formte, um ihn schließlich "obsolet" zu machen. "Das gehört als Leiter einer Firma dazu", so Fargo.

Fargo sagt, er hinterlasse inIxile als profitablen Indie-Entwickler mit Geldreserven.

"Wir schulden keinen externen Leuten irgendwelches Geld, sind nicht verschuldet. Die übrigen Anteile an der Firma liegen bei einigen anderen Angestellten der Firma. Sofern wir weiterhin gute Produkte abliefern, sollte alles in Ordnung sein."

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Wasteland 3 - Brian Fargos letztes Spiel.

Was Fargo auf dem Altenteil macht?

"Ich wollte schon immer nach Machu Picchu", gesteht er. Allerdings hat er Schwierigkeiten, sich vorzustellen, "einen Monat den Stecker zu ziehen". Nach 38 Jahren in diesem Geschäft wundert das wohl nicht weiter.

"Ich gründete Interplay 1983. Ich glaube, ich bin einer der letzten Mohikaner. Viele, wenn nicht alle der alten Garde sind weg und entspannen sich jetzt. Das ist eine lange Zeit, oder? Ich sollte schon einen Preis alleine fürs Überleben bekommen."

Aktuell konzentriert sich Fargo auf The Mage's Tale, einem VR-Spin-off von The Bard's Tale, das 2018 fällig ist. Wasteland 3 erscheint dann im Jahr darauf.

"Das übt noch mehr Druck auf mich aus, verdammt nochmal sicherzustellen, dass das Ding überirdisch wird."

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.