Bethesda auf der E3 2017: Wo ist mein Elder Scrolls 6?

Sonst ist ja alles da.  

Da mag sich Bethesda immer wieder mal und noch so sehr als der "kleine Publisher" stilisieren, aktuell liegen sie mit zwei großen Neuankündigungen auf dieser E3 ganz vorn. Nur: Wo ist Elder Scrolls 6? Mittlerweile sind sechs Jahre ins Land gezogen und sie veröffentlichen immer noch Skyrim, diesmal für die Switch. Sicher, für Nintendo-Fans ist das eine großartige Nachricht - wenn auch keine neue -, denn Skyrim geht immer ein wenig zwischendurch. Die längste Pause lag zwischen Daggerfall und Morrowind mit acht Jahren, da wären wir dann in 2018 schon verdächtig nah dran.

Aber wie heißt es so schön, sei dankbar für die kleinen Dinge und so klein sind dann Wolfenstein 2 und Evil Within 2 auch nicht. Beides sind Titel, von denen sich in der ersten Runde keiner die Welt versprach, beide haben ihren Mann gestanden - und werden es weiter tun, weibliche Hauptrollen sind bisher Fehlanzeige auf der Messe. Wolfenstein dreht seine Zeitlinie ein wenig weiter und das auf eine denkbar witzige, zynische Art. Wie weit ein Evil Within 2 nach Resident Evil 7 noch seinen Platz findet, muss sich zeigen, aber der große Konkurrent aus dem Hause Capcom bewies eben auch, dass da eben noch genau dieser Platz für Horror in der Mainstream-Welt sein kann, wenn man es richtigmacht.

Überhaupt VR: Nachdem dieses Thema sowohl bei EA als auch Microsoft fast schon totgeschwiegen wurde, bereitet Bethesda vorsichtig den Weg, den dann Sony und auch Ubisoft wohl in Kürze auf ihren Konferenzen weit mutigeren Schrittes beschreiten dürften. Doom VFR und Fallout 4 VR haben enormes VR-Potential, beides kann man sich ohne Kotztüte noch nicht so richtig vorstellen und beides wäre genau die Art von Spiel, die diese Technik dringend braucht: Groß, krachig und vor allem richtige Spiele mit Substanz, etwas mit dem wahrlich noch nicht jedes VR-Spiel hausieren gehen kann. Aber es werden mehr und diese beiden dürften wohl dazugehören.

Klein und fein wird der Reigen mit der großen E-Sport-Hoffnung Quake Champions und dem ersten DLC für Dishonored 2 abgerundet. Ersteres hat sich in Betas und Anspielsessions schon zu einem guten Teil bewiesen und bei Arkane sind zwei Dinge gewiss: Es wird ein großartiges Spiel und keiner wird es kaufen. Insoweit freue ich mich sehr auf Dishonored 2: Der Tod des Outsiders und mein exklusives Privileg, zu dem kleinen Kreis zu gehören, der es dann irgendwann gespielt hat.

Bethesda zeigt dafür, dass man mit zwei Händen zum Abzählen der Spiele gut hinkommt, ein hochwertiges und sehr abwechslungsreiches Portfolio. Action mit Wolfenstein, Horror mit Evil Within, Solo-Play für beide, Multi dann mit Quake und Elder Scrolls Online Morrowind, mobile Ware mit Elder Scrolls Legends und genug VR, um die Geräte solide warmzuhalten. Dann noch ein klein wenig Produktpflege in Form des Dishonored-DLCs und ihr habt ein Line-up, in dem nur eine Klitzekleinigkeit fehlt:

The Elder Scrolls 6.

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Über den Autor:

Martin Woger

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Chefredakteur  |  martinwoger

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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