Star Wars Battlefront 2 hebt die Frostbite-Technologie auf ein neues Level

Erste Analysen von Digital Foundry mitsamt PC-Video auf Ultra-Detaileinstellungen.

Electronic Arts' fortwährende Investition in sein talentiertes Frostbite-Team zahlt sich weiterhin aus. Infolge des EA-Play-Events haben wir ein paar Runden Star Wars Battlefront 2 gespielt und die anfänglichen Eindrücke sind sehr positiv - es ist ein außerordentlich hübsches Spiel.

Zu diesem Zeitpunkt spricht vieles dafür, dass hier der eindrucksvollste Frostbite-Titel vorliegt, den wir bisher gesehen haben. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass Entwickler DICE wieder mal auf die entscheidende 60-FPS-Grenze abzielt, während uns Biowares Anthem einen Eindruck davon verschafft, was die überarbeitete Technologie mit Blick auf 30 Hz leisten kann. Während dieser Artikel entsteht, haben wir noch nicht die Konsolenversionen gesehen. Unsere Hands-on-Sitzung fand auf einem High-End-PC mit Nvidias GTX 1080 statt (nicht die Ti-Version). Die Qualitätseinstellungen waren auf dem Ultra-Detailgrad abgeriegelt, was bedeutet, dass das hier der Gipfel von Battlefront 2 ist. Zumindest an diesem Punkt der Entwicklung.

Der verblüffendste Aspekt der Präsentation betrifft Beleuchtung und Materialien, bei denen wir eine Erneuerung von DICEs großartigem physikbasierten Rendering-System sehen. Eine Schlüsselkomponente im Frostbite-Toolkit, die im ersten Battlefront debütierte. Die Demo verschlug uns auf eine in Naboo niedergelassene Karte mit einer großen Anzahl verschiedener Materialien, von Steinarbeiten auf den Straßen bis zu spiegelndem Marmor im Innenbereich. Das Metall von Droiden und Fahrzeugen sah ebenfalls sensationell aus. Egal, wie man zu Star Wars: Episode 1 steht, Naboos Architektur und Stil waren ein Hochpunkt und DICEs Darstellung ist großartig.

Doch es ist die Beleuchtung, die dem die Krone aufsetzt. Besonders die Szenen im Inneren wirken verblüffend realistisch, mit exzellent zurückgeworfenem Licht, was jede Szene mit natürlichen Farbtönen füllt. Wie das Licht aus dem hellen Außenbereich in den Palast übertritt, ist eindrucksvoll anzuschauen und demonstriert die Stärken der Engine. Partikelbelechtung ist ebenfalls aktiviert und funktioniert gut, wenn hell koloriertes Blaster-Feuer in Staubwolken eindringt. Infolgedessen sind auch die Explosionen bemerkenswert umgesetzt. Battlefront 2 nutzt fleißig Screen-Space-Reflexionen in Kombination mit Beleuchtung und Materialien, um jede Szene zu verbessern. Das Ergebnis ist natürlich ebenfalls fantastisch.

Unser erster Eindruck von Star Wars Battlefront 2 in Ultra-Einstellungen auf dem PC. Die GTX 1080 war an unser Capture-System mit 4K-Ausgang angeschlossen, aber die eigentliche Rendering-Auflösung beträgt 1440p.

Ein weiteres beeindruckendes Element betrifft das Detaillevel auf dem Bildschirm. Im Vergleich mit dem Vorgänger zeigt Battlefront 2 eine detailliertere städtische Umgebung mit vielen Gebäuden und Strukturen, die die Maps füllen. Wenn man beispielsweise eine Drohne übernimmt, kann man bis hoch über die Stadt fliegen, was ein tolles Gefühl für die Ausmaße verschafft und nur ausgebremst wird durch aufpoppende Details. Etwas, das auf den Konsolen noch auffälliger sein könnte. Kurioserweise erinnert diese Ansicht an die Rogue-Squadron-Gamecube-Spiele von Factor 5, natürlich jedoch mit deutlich erhöhter Wiedergabetreue.

Es gibt Elemente wie Parallax-Occlusion-Maps auf vielen Oberflächen, die dabei helfen, kleinste Details und viel Laubwerk zu erzeugen. Was ebenfalls unsere Aufmerksamkeit erregte, sind die in jedem Level herumwirbelnden Partikel. Trümmer fliegen behutsam durch die Gegend, und zwar so, dass eine aktive Szene entsteht, selbst wenn man sich nicht gerade im Kampf befindet. Es dürfte interessant sein zu sehen, wie sich andere Maps im Vergleich schlagen und welche zusätzlichen Effekte sie mitbringen.

Was die Spezifikationen der PC-Version angeht: Wir spielten auf einer GTX 1080 und konnten in 1440p aufnehmen, während die 60 FPS die meiste Zeit über in den Ultra-Voreinstellungen stabil blieben - die wir übrigens nicht ändern konnten. Wir versuchten natürlich, in nativem 4K zu spielen, aber hier war die Performance noch schleppend, irgendwo um die 30 FPS oder darunter. Natürlich befindet sich der Code in einer Anfangsphase und alles könnte sich noch ändern. Aber wie es derzeit aussieht, legt der Ausblick nahe, dass bessere Grafik in vollen Einstellungen eine kräftigere CPU erfordern könnte. Demzufolge wird es faszinierend sein zu sehen, wie sich das Spiel auf den Konsolen schlägt. Es scheint eine Kluft zu geben zwischen Frostbite-Titeln mit vollen Details und ihren Gegenstücken auf PS4 und Xbox One.

Zu diesem Zeitpunkt ist es offensichtlich, dass sich Battlefront 2 zu einem der hübschesten Spiele des Jahres entwickelt - was angesichts von DICEs Erfolgsgeschichte keine Überraschung ist. Darüber hinaus sollte man sich bewusst machen, dass wir bisher nur eine Mehrspielerkarte ausprobieren konnten. Battlefront 2 ist ambitionierter als der Vorgänger, hat eine vollwertige Story-Kampagne, und typischerweise erreichen Singleplayer-Modi ein grafisches Niveau oberhalb der Multiplayer-Gegenstücke. Wir hoffen, in Bälde mehr von Battlefront 2 zu sehen, und melden uns zurück mit allem, was wir in Erfahrung bringen können.

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Über den Autor:

John Linneman

John Linneman

Staff Writer, Digital Foundry

An American living in Germany, John has been gaming and collecting games since the late 80s. His keen eye for and obsession with high frame-rates have earned him the nickname "The Human FRAPS" in some circles. He’s also responsible for the creation of DF Retro.

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