Sowohl Minecraft als auch Rocket League lassen euch bald über verschiedene Netzwerke hinweg spielen.

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Soll heißen: Minecraft-Spieler auf der Switch, Xbox One, Mobilgeräten, dem PC und mit VR-Headsets können miteinander spielen. Ebenso treten Xbox-One-, Switch- und PC-Spieler in Rocket League gegeneinander an.

Nur Sony ist nicht dabei. Nicht etwa, weil Microsoft das zum Beispiel im Fall von Minecraft nicht wollen würde. Ganz im Gegenteil. Der Wille ist da, aber Sony weigert sich.

Warum genau, wollten unsere englischen Eurogamer-Kollegen wissen. Nachfolgend lest ihr das Gespräch von Eurogamer-Redakteur Wesley Yin-Poole mit Sonys Jim Ryan zu diesem Thema.

Minecraft unterstützt Cross-Platform zwischen Switch, Xbox und PC. Heute wurde Rocket League als Cross-Platform-Titel zwischen Switch, Xbox und PC angekündigt. Beide bieten kein Cross-Platform-Play mit der Playstation. Liegt es daran, dass Sony nicht den Ball spielt? Was ist hier eigentlich los?

Jim Ryan: Es ist sicherlich nicht so, dass wir grundsätzlich etwas dagegen hätten. Wir haben es in der Vergangenheit schon getan. Wir sind immer für Gespräche mit jedem Entwickler oder Publisher offen, der darüber sprechen will. Unglücklicherweise ist eine kommerzielle Sache zwischen uns und anderen Interessenvertretern. In diesem speziellen Fall werde ich nicht näher ins Detail gehen. Und ich kann sehen, wie du die Augen rollst.

Nun, ihr müsst erkennen, warum PlayStation-Besitzer verärgert sind. Sie wollen mit Switch-, PC- und Xbox-One-Besitzern in diesen beiden großen, wichtigen Titeln spielen und sie bekommen keine Erklärung, warum es nicht geht. Genau darum geht es mir.

Jim Ryan: Ja. Wir müssen sehr achtsam im Hinblick auf die Verantwortung gegenüber unseren Spielern sein. Du weißt genauso gut wie ich, dass Leute aus allen Altersgruppen Minecraft spielen, aber auch sehr viele Kinder. Wir haben einen Vertrag mit den Leuten, die bei uns online gehen. Wir passen auf sie auf und sie bewegen sich innerhalb des kuratierten PlayStation-Universums. Kinder externen Einflüssen zu überlassen, über die wir keine Kontrolle haben, ist etwas, worüber wir sehr sorgfältig nachdenken müssen.

Es scheint für Nintendo kein Problem zu sein. Und Nintendo ist vermutlich das Unternehmen, dass sich am meisten um den Schutz von Kindern kümmert.

Jim Ryan: Ja, das stimmt. Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Wir werden das tun. Wie ich schon sagte, haben wir grundsätzlich überhaupt nichts gegen Cross-Play.

Ist das endgültig? Oder lasst ihr vielleicht die Tür offen?

Jim Ryan: Ich denke nicht, dass irgendetwas jemals endgültig ist. Jeder, der das behauptet, ist normalerweise ein Narr. Dennoch gibt es meines Wissens nach derzeit keine Gespräche darüber.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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