Wie es zur Entwicklung von Mario + Rabbids: Kingdom Battle kam

"Eine einmalige Gelegenheit."

Davide Soliani ist Creative Director bei Ubisoft Milan und traf sich im Jahr 2014 mit Shigeru Miyamoto, um ihm ein Spiel vorzustellen, das die Welt von Mario mit den Rabbids verknüpft.

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Es ist nicht seine erste Begegnung mit Miyamoto, denn bereits 2002 erfuhrt Soliani, dass Miyamoto in Mailand ist. Wie GamesIndustry berichtet, verbrachte er Tage damit, Hotels anzurufen und herauszufinden, wo Miyamoto sich aufhält. Und als er es in Erfahrung brachte, wartete er zehn Stunden vor dem Hotel im Regen, um ihn zu treffen.

"Als ich und mein Team mit Nintendo an einem Spiel arbeiten sollten, in dem Mario und die Rabbids auftauchen, war uns sofort klar, dass dies eine einmaligen Gelegenheit ist. Wir arbeiteten Tag und Nacht daran, die beste Möglichkeit zur Kombination dieser beiden Welten zu finden und etwas zu Erschaffen, das sowohl für Mario als auch für die Rabbids einzigartig war", erklärt Soliani.

Man wollte einen anderen Ansatz verfolgen, aber gleichzeitig auch dem Mario-Universum treu bleiben. Daher kam es letzten Endes zu dem Mix aus Kampf- und Abenteuerphasen.

"Dreieinhalb Wochen nach diesem internen Meeting ergriffen wir die Gelegenheit und erstellten einen kleinen Prototyp, um ihn Nintendo zu präsentieren. Als wir endlich Mr. Miyamoto trafen, den Schöpfer meines Lieblingsspiels und die Inspiration meiner gesamten Karriere, war ich zwiegespalten. Einerseits war ich der leidenschaftliche Nintendo-Spieler, andererseits der Creative Director von Ubisoft. Ich schwankte zwischen dem Drang, ihn um ein Autogramm zu bitten, und meiner Verantwortung, das Spiel auf eine möglichst professionelle Art und Weise zu zeigen."

"Er sagte uns, dass er beeindruckt war, also lief es gut. Aber er fragte uns auch, wie es möglich war, dass wir Mario und Luigi in unserem Spiel haben, da sie genau so wie die Nintendo-Charaktere aussehen. Die Wahrheit ist, dass wir uns entschieden, Mario und Luigi von Grund auf nachzubilden, obwohl wir nur dreieinhalb Wochen für den Prototyp hatten. Wir schauten uns so viele Nintendo-Spiele wie möglich an, um ihre Essenz mit unserem Spiel einfangen zu können. Und ich glaube, dass es genau dieser Moment war, in dem wir Nintendo von unserer Leidenschaft und Hingabe überzeugten", sagt er.

Danach sei alles sehr schnell gegangen und man sei mehrmals nach Japan geflogen, um Nintendo dort aktuelle Versionen des Spiels zu zeigen.

Darüber hinaus sicherte man sich die Dienste von Komponist Grant Kirkhope für das Spiel. Zuvor war er unter anderem für die Soundtracks von Donkey Kong 64, Banjo-Kazooie oder GoldenEye verantwortlich.

"Er hat sich so sehr in das Spiel verliebt, dass mein Telefon mehrmals um 3 Uhr klingelte. Es war Grant, der sagte, dass ich mir ein neues Musikstück anhören sollte, dass er geschickt hat. Ich habe mehrfach versucht, ihm zu erklären, dass wir hier in Europa sind und er in Los Angeles, es einen Zeitunterschied von sieben Stunden gibt und es Nacht ist. Aber es half nichts. Es ist nur ein kleines Beispiel dafür, welch unglaubliche Reise dieses Spiel war. Und wie Mario + Rabbids: Kingdom Battle zu einer Herzensangelegenheit wurde. Für uns ist es ein wahr gewordener Traum, nicht nur als Spieleentwickler, sondern auch als Spieler", sagt er.

Mario + Rabbids: Kingdom Battle erscheint am 29. August für die Switch und ist als Standard Edition und Collector's Edition vorbestellbar.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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