Nier: Automata: Yoko Taro hat Platinum Games im Alleingang gerettet, findet Hideki Kamiya

"Ich kann ihm nicht genug danken."

Der etwas exzentrisch veranlagte, maskentragende Nier-Automata-Director Yoko Taro mag Entwickler Cavia den Stecker gezogen haben, nachdem die Verkaufszahlen des ersten Nier hinter den Erwartungen zurückblieben. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, Publisher Square Enix ein noch größeres Budget für den Nachfolger aus den Rippen zu leiern - diesmal mit Platinum Games (Bayonetta, Vanquish) als Entwickler. Entgegen allen Erwartungen hat er damit offenbar die Zukunft des angeschlagenen japanischen Studios gesichert.

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Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, sagt man. Yoko Taro stützt diese These.

Bayonetta- und The-Wonderful-101-Director Hideki Kamiya zufolge habe Taro quasi im Alleingang dafür gesorgt, Platinum Games vor dem finanziellen Ruin zu bewahren.

"Der Erfolg von Nier: Automata hat Platinum eine neue Fanbase, mehr Personal, eine großartige Erfolgsgeschichte, einen Anstieg an vielversprechenden Job-Bewerbungen und großartige Vorteile im Allgemeinen beschert", schrieb Kamiya auf Twitter (Übersetzung via NeoGaf-Nutzer BRSxIgnition).

"Normalerweise gebe ich keine Aufgaben aus der Hand und kümmere mich selbst um alle Angelegenheiten. Es ist ein wenig armselig, das zuzugeben, aber zu behaupten, Yoko-san habe Platinum gerettet, wäre keine Übertreibung. Ich kann ihm nicht genug danken."

Kamiyas Aussage ist nachvollziehbar, arbeitete er doch die vergangenen vier Jahre am Xbox-exklusiven Scalebound, bevor Microsoft dem Projekt Anfang des Jahres endgültig den Stecker zog. Das Spiel wurde mehrfach verschoben und dürfte neben Zeit und Nerven vor allem jede Menge Geld verschlungen haben.

Bereits zuvor sah sich Platinum Games jedoch gezwungen, Auftragsarbeiten und Lizenzspiele umzusetzen, um den Kopf über Wasser halten zu können. So hat das Studio neben der Entwicklung solcher Spiele wie The Legend of Korra, Transformers: Devastation und dem unsäglichen Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutants in Manhatten auch Nintendo bei der Produktion von Star Fox Zero unterstützt.

Bereits Ende Mai verkündete Publisher Square Enix, mehr als 1,5 Millionen Exemplare ausgeliefert zu haben. Seither dürften diese Zahl noch ordentlich zugelegt haben.

So und nicht anders verkauft man ein Spiel!

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Über den Autor:

Gregor Thomanek

Gregor Thomanek

Freier Redakteur

Trinkt gern Kaffee und liebt Videospiele, im Idealfall beides auf einmal. Ist für alles zu haben, was aus Japan kommt. Hat nie Herr der Ringe gesehen und findet, das sollte auch so bleiben. Gründet irgendwann einen Ryan-Gosling-Fanclub. Hat seine Katze "Yoshi" genannt, bereut nichts. Konsolenkind.

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