Keine Lust mehr, nur in die Rolle der Guten zu schlüpfen und die Welt vor finsteren Möchtegernherrschern zu retten? Auch in Dungeons 3 werden in diesem Jahr wieder fleißig Dungeons gebaut, schließlich seid ihr ja der böse Overlord schlechthin und braucht einen Ort, an dem ihr eure bösen Ideen planen und vorbereiten könnt. Und eure Behausung solltet ihr möglichst gut verteidigen, denn verliert ihr sie, ist eure finstere Herrschaft schnell wieder vorbei.

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Dazu rekrutiert ihr allerlei Schergen, die wiederum ihren eigenen Kopf haben. Ihr nutzt sie zum Beispiel, um Rohstoffe zu besorgen oder eure Untergrundfestung weiter auszubauen. Eure Armee errichtet ihr aus allen möglichen Kreaturen, erstmals vereinen dabei die Horde, Dämonen und Untote ihre Kräfte, um gemeinsam gegen das Gute in den Kampf zu ziehen.

Eure menschlichen Feinde rücken dann von der Oberwelt aus an. Die beste Art der Verteidigung ist laut Creative-Director Christian Wolfertstetter von Entwickler Realmforge Studios, dass ihr einfach all eure Kreaturen schnappt und sie auf den Feind werft, wenn dieser es tatsächlich wagt, in euer unterirdisches Versteck vorzudringen.

Gefangene Helden zerren eure Untertanen bewusstlos über den Boden durch das Verlies und werfen sie ins Gefängnis, wo sie dann verhungern, sofern sie nicht vorher gerettet werden. Sterben sie vor Hunger, werden sie zu Skelettkriegern für eure Armee, ihr könnt sie aber ebenso in die Folterkammer stecken und auf eure Seite ziehen. Eben so, wie es sich für einen finsteren Schurken gehört.

Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, die Oberwelt zu betreten, wo das Dungeon-Management zumindest in dem Moment keine Rolle mehr spielt. Vielmehr steuert ihr hier eure Kreaturen wie in einem Echtzeitstrategiespiel und bekämpft die Helden direkt in ihrer Heimat. Gibt es Probleme oder wollt ihr einfach schnell zurückkehren, könnt ihr ein Portal zurück zu eurem Dungeon öffnen. Und damit dieser währenddessen nicht schutzlos bleibt, platziert ihr vorher am besten ein paar Fallen, die Eindringlinge fernhalten, sofern sie denn einen Angriff wagen, falls eure finstere Lordschaft gerade einen Ausflug in die bunte Oberwelt macht.

Alles in allem versprechen die Entwickler eine umfangreiche Singleplayer-Kampagne mit mehr als 20 Missionen, die euch über 20 Stunden bei Laune halten sollen. Wollt ihr gemeinsam mit einem Freund finstere Pläne schmieden, stürzt ihr euch in den Koop-Modus, während euch im Skirmish- oder Multiplayer-Modus zufallsgenerierte Karten für bis zu vier Spieler erwarten. Damit will man euch langfristig beschäftigen. Wenn ihr mit Dungeons 1 und/oder 2 euren Spaß hattet, dürfte daher vermutlich auch Teil 3 eure finsteren Gelüste befriedigen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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