Sword Art Online: Fatal Bullet - das Japano-Borderlands

Borderlands auf japanisch - mit Schwertern, dicken Knarren und jeder Menge Sci-Fi.  

Borderlands ist in der Welt der Computerspiele in eine Lücke gestoßen: Der Ego-Shooter als Diablo-Verschnitt. Als ein Spiel, in dem es ums Leveln und Looten geht. Aber eben mit westlichen Figuren, westlichen Shooter-Mechaniken und, naja, durchaus auch westlich anmutenden Talentbäumen. Dem will nun Entwickler Dimps etwas hinzufügen - mit einer neuen Iteration der Rollenspiel-Reihe Sword Art Online, namentlich Sword Art Online: Fatal Bullet. Wem der Name nichts sagt: Sword Art Online ist eine japanische Marke, zu der neben illustrierten Jugendromanen, Mangas und Animés auch Videospiele gehören. Fatal Bullet ist jetzt der neueste Teil dieser Reihe und der erinnert nicht nur aufgrund der Cel-Shading-Grafik an Borderlands.

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Nicht Schwerter, sondern Schusswaffen, dominieren bei Sword Art Online: Fatal Bullet.

Denn während bei Sword Art Online bisher vor allem Nahkampfwaffen wie Schwert dominierten, wird das Spiel mit Fatal Bullet durch Pistolen, Scharfschützen- und Schnellfeuergewehre jetzt zum Third-Person-Shooter mit Rollenspielelementen. Wer aufgrund des Namens jetzt übrigens glaubt, es handele sich dabei um ein MMO, liegt falsch. Das Spiel thematisiert lediglich ein Online-Spiel namens Gun Gale Online, in dem der Protagonist gefangen ist und das er jetzt durchspielen muss um sich wieder daraus zu befreien. Bei der Gamescom-Demo standen uns zwei verschiedene Figuren zur Wahl: Kirito, die mit ihrem (Laser-)Schwert gegnerische Geschosse abwehrt und sie im Nahkampf relativ leicht umhauen kann und Sinon, der als Scharfschütze vor allem auf den Fernkampf spezialisiert ist.

Was das Gameplay angeht, bewegte sich die spielbare Demo auf gewohnten Pfaden. Ihr könnt wahlweise aus der Hüfte schießen oder ihr visiert sie über Kimme und Korn oder durch das Zielfernrohr eures Scharfschützengewehrs an - letzteres erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich. Wie von Borderlands bekannt, werden euch Treffer durch aufploppende Zahlen angezeigt, was für ein recht angenehmes Trefferfeedback sorgt. Wie bei solchen Spielen üblich gibt's natürlich auch jeder Menge Gadgets - da ist einerseits beispielsweise eine Art Laser-Greifhaken, mit dem ihr euch an Wänden hoch- aber auch an Gegner heranziehen kann. Da sind außerdem diverse Skills - besonders wirkungsvolle Angriffe etwa, die nach einer gewissen Cool-Down-Phase erneut eingesetzt werden können. Und da sind pro Figur bis zu vier verschiedene Zusatzwaffen oder Werkzeuge, etwa Granaten.

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Trotz Fixierung auf Schusswaffen ist Kirito vor allem mit dem Laserschwert stark.

Innerhalb der relativ kurzen Anspielzeit ist es mir nicht hundertprozentig gelungen, mit der Steuerung des Spiels warm zu werden, die fühlte sich teilweise eben doch noch recht hakelig an. Sichtbar wurde aber doch, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, an bestimmte Spielsituationen heranzugehen - insbesondere der oben erwähnte Greifhaken erlaubt es doch, relativ schnell mitten in das Kampfgeschehen zu geraten und ebenso schnell wieder heraus. KI-Begleiter sorgen für Dynamik, indem sie ihrerseits eigene Taktiken anwenden und euch bei Bedarf wiederbeleben.

Die Grafik sah insgesamt okay aus - möglich aber, dass im fertigen Spiel mehr von ihrer hier noch vielleicht etwas versteckten Pracht zu sehen sein wird. In der Gamescom-Demo hatten wir es hauptsächlich mit zerklüfteten Felslandschaften und Canyons zu tun, aufgelockert wurde die Welt lediglich hier und da durch das ein oder andere abgestürzte Raumschiff. Die Musik hielt sich derweil im Hintergrund und fiel weder besonders positiv noch negativ auf - auffallend waren dagegen diverse Framerate-Einbrüche, wobei ich hier zu Gunsten der Entwickler davon ausgehen möchte, dass es sich um die Kinderkrankheiten einer frühen Demo handelt. Mir hat Swort Art online unterm Strich Spaß gemacht - mir fehlte aber doch das Alleinstellungsmerkmal. Bis zum Release, der aktuell für das erste Quartal 2018 geplant ist, muss das Spiel daher noch zeigen, was es kann.

Entwickler/Publisher: Dimps/Bandai Namco - Erscheint für: PC, PS4, Xbox One - Erscheint: 1. Quartal 2018 -

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Über den Autor:

Markus Grundmann

Markus Grundmann

Freier Autor

Seine ersten Videospiele konsumierte Markus auf dem Game Boy. Heute spielt er so ziemlich alles, bei dem er auf Knöpfe drücken kann – mit besonderer Vorliebe für Nintendo und extravagante Indie-Titel.

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