Was nützt die gefährlichste Offensive, wenn die eigene Verteidigung löchrig ist wie ein Schweizer Käse? Es stimmt zwar, dass man keine Spiele gewinnen kann, wenn man selbst keine Tore schießt. Und trotzdem: Der buchstäbliche Rückhalt einer jeden Mannschaft ist die Abwehr.

In den vergangenen 20 bis 30 Jahren hat sich das Aufgabenspektrum von Verteidigern maßgeblich erweitert. Das moderne Abwehrspiel verzichtet weitestgehend auf Manndeckung, wie sie bis in die 2000er hinein praktiziert wurde und zum Teil auch jetzt noch zur Anwendung kommt. Heutzutage lautet das Schlüsselwort hingegen "Raumdeckung". Statt also, wie früher, vor allem einen fest zugewiesenen Gegenspieler im Auge zu behalten, sind moderne Verteidiger dazu angehalten, weite Teile des Spielfeldes zu abzudecken.

Doch das ist nicht alles. Während Mittelfeldspieler und vor allem Stürmer immer stärker auch defensiv arbeiten müssen, wird auch von Verteidigern Vielseitig verlangt. Es reicht nicht länger, hinten die Räume eng zu machen - ein Abwehrspieler zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er den eigenen Angriff unterstützt. Weniger in Form konkreter Abschlüsse, eher als Impulsgeber, der den Ball schnell und präzise nach vorn bringt.

fifa18
Wenn ein Gegenspieler zum Schuss ausholt, ist es meist schon zu spät. Eine starke Abwehrreihe sorgt dafür, dass es möglichst selten zu diesen Situationen kommt.

FIFA 18: Außenverteidiger, Linksverteidiger, Rechtsverteidiger, Innenverteidiger - die zehn besten der Welt

Das sind sie also: Die zehn besten Verteidiger, die FIFA 18 zu bieten hat.

Spieler
Position
Gesamt Tempo Schüsse Pässe Dribbl. Vert. Physis
Toby Alderweireld
Innenverteidigung
86 66 58 72 66 87 80
Sokratis Papastathopoulos
Innenverteidigung
86 78 52 55 61 87 84
Jérôme Boateng
Innenverteidigung
88 75 50 72 68 88 84
Diego Godín
Innenverteidigung
88 65 48 65 64 88 78
João Miranda de Souza Filho
Innenverteidigung
86 71 49 60 68 88 77
Thiago Emiliano da Silva
Innenverteidigung
88 72 56 73 74 88 79
Sergio Ramos
Innenverteidigung
90 76 63 71 72 88 83
Andrea Barzagli
Innenverteidigung
85 71 34 57 65 88 73
Mats Hummels
Innenverteidigung
88 64 58 75 72 89 76
Giorgio Chiellini
Innenverteidigung
89 74 46 56 60 90 85

Doch welche auf welche Werte sollte man bei einem guten Abwehrspieler noch achten?

  • Tempo
    Wichtig. Langsame Verteidiger haben gerade gegen agile, dribbelstarke Gegenspieler schlechte Karten. Werden sie von ihnen erst einmal ausgespielt, wird es schwer bis unmöglich, den Gegner wieder einzuholen. Im schlimmsten Fall rennt dieser nach solch einer Aktion völlig frei aufs Tor zu.
  • Schüsse
    Eher unwichtig. Gerade Innenverteidiger werden sich ohnehin kaum in die gegnerische Hälfte verirren und noch viel seltener den Torabschluss suchen. Eine Ausnahme sind besonders schusssichere Verteidiger, die bei Standardsituationen zum Einsatz kommen. Das ist aber eher ein Bonus als eine Voraussetzung für einen guten Abwehrspieler, insofern müsst ihr dem Schusswert keine allzu große Beachtung schenken.
  • Pässe
    Wichtig. Die moderne Fußballschule verlangt von Verteidigern nicht nur, den eigenen Strafraum dichtzumachen, sondern sieht auch vor, dass sie Angriffe initiieren. Gerade beim schnellen Umschaltspiel und Kontern sind präzise Pässe nach vorn von großer Bedeutung. Ganz besonders gilt das für Außenverteidiger, die sich häufig ins Angriffsspiel einschalten und offensiver agiieren als Innenverteidiger.
  • Dribbling
    Unwichtig. Wie gesagt, Abwehrspieler agieren nur bedingt offensiv und kommen, wenn überhaupt, dann höchsten bei Standardsituationen zum Einsatz. Ganz sicher sollen sie allerdings keine Verteidiger im gegnerischen Strafraum austänzeln. Auch in der eigenen Hälfte ist es nur bedingt ratsam, derlei Kunststücke auszuführen. Ein Verteidiger soll den Ball vor allem erobern und anschließend zielsicher an seine Mitspieler weiterleiten, nicht am eigenen Fuß bis in den gegnerischen Strafraum tragen.
  • Physis
    Wichtig. Die Abwehr ist eine der wenigen Positionen, bei der es auf eine stabile Physis ankommt. Da es in der Defensive häufig ruppig zur Sache geht, bringt ein Verteidiger wenig, der beim kleinsten Windhauch von den bestutzten Beinen geholt wird. Auch und gerade bei der Behauptung in der Luft ist die Physis enorm wichtig.

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