Activision hat sich ein Matchmaking-System patentieren lassen, das dazu gedacht ist, Mikrotransaktionen zu fördern, indem es Spieler zu Ingame-Käufen anspornt.

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Wie das funktionieren soll? Nun, das System würde euch mit anderen Spielern zusammenbringen, die Premium-Items besitzen. Diese würdet ihr dann während der Matches sehen, was euch zum Kauf verlocken könnte.

Zuerst berichtete Glixel über dieses Patent und deutete an, dass es womöglich schon eingesetzt wird. Zwischenzeitlich hat sich Activision aber zu Wort gemeldet und gibt an, dass dies nicht der Fall ist.

"Das war ein exploratives Patent, das 2015 von einer Forschungsgruppe angemeldet wurde, die unabhängig von unseren Entwicklerstudios arbeitet. Es wurde nicht in Spielen verwendet", erklärt ein Activision-Sprecher gegenüber Eurogamer.

Auch Bungies David "Deej" Dague hat sich diesbezüglich auf Twitter zu Wort gemeldet und gibt an, dass Destiny ein solches System nicht verwendet.

Das System würde in der Theorie Spieler und ihre Profile genau analysieren und zum Beispiel jemanden, der gerne ein guter Scharfschütze in einem Shooter wäre, in Matches platzieren, in denen ein fähiger Sniper gerade spielt. Spieler könnten dann dadurch dazu angespornt werden, sich eine Waffe oder andere Items zu kaufen, die sie bei diesem Spieler sehen.

Es geht sogar so weit, dass Spieler gezielt in bestimmten Matches landen, um ihnen anschließend ein gutes Gefühl zu vermitteln: "Wenn der Spieler eine bestimmte Waffe gekauft hat, könnte ihn die Mikrotransaktions-Engine in einem Match platzieren, in dem diese spezielle Waffe besonders effektiv ist, wodurch der Spieler das Gefühl hat, dass diese Waffe ein guter Kauf war. Dadurch könnte der Spieler zu weiteren Käufen angespornt werden, um ähnliche Resultate zu erzielen", heißt es.

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Activision dieses System tatsächlich irgendwann nutzen will. Dennoch werden die Spieler von nun an sicherlich genau darauf achten.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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