Gran Turismo Sport - Schaltung und Differenzial

Im richtigen Moment den Gang wechseln.

Wenn es euch wie mir geht, fahrt ihr in Videospielen eigentlich ausschließlich mit automatischer Schaltung. Nun gibt es natürlich diejenigen, die auf eine manuelle Schaltung schwören. Ist auch ihr gutes Recht, das zu tun. Wenn ihr ebenfalls mit dem Gedanken spielt, solltet ihr euch aber bewusst sein, dass ihr dadurch nicht automatisch besser werdet. Und ihr solltet es auf jeden Fall beherrschen, denn wenn ihr falsch schaltet, verliert ihr Zeit.

Die Gangschaltung dient jedenfalls zur optimalen Beschleunigung eures Wagens. Jeder Gang eignet sich für bestimmte Drehzahlen, aber irgendwann solltet ihr eben hoch- oder runterschalten, damit das Fahrzeug weiterhin optimale Drehzahlen erreicht und beschleunigen Gang. Dementsprechend ist bei der manuellen Schaltung vor allem der richtige Zeitpunkt entscheidend.

Einerseits solltet ihr logischerweise darauf achten, dass ihr eine ausreichend hohe Drehzahl habt, um hochschalten zu können. Und dabei solltet ihr euren Motor nicht zu sehr belasten. Ein guter Indikator dafür sind die Geräusche, die der Motor von sich gibt. Wenn ihr nur auf die Drehzahlanzeige achtet, lenkt euch das irgendwann ab.

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Je angestrenger euer Motor klingt, desto eher solltet ihr den Gang wechseln. Ist die Drehzahl zu niedrig, schaltet ihr runter, ist sie zu hoch, schaltet ihr einen Gang höher. Wenn ihr damit absolut nicht klarkommt, verwendet lieber die Automatik. Ansonsten solltet ihr üben, bis ihr es richtig hinbekommt.

Je nach Auto gibt es eine festgelegte Schaltrate, die zum jeweiligen Motor passiert. Damit wird der Bereich der Drehzahl für den jeweiligen Gang festgelegt. Besonders in höheren Fahrzeugklassen habt ihr mitunter die Wahl, die Schaltrate mit entsprechenden Tuning-Teilen selbst festzulegen. Dafür sollte euer Motor aber auch über genügend Leistung verfügen.

Reduziert ihr die maximale Drehzahl der Gänge, könnt ihr zwar schnell beschleunigen, allerdings sinkt dadurch die maximal erreichbare Geschwindigkeit. Erhöht ihr wiederum die maximale Drehzahl pro Gang, könnt ihr wiederum schnell fahren, braucht aber länger, um Fahrt aufzunehmen. Dabei kommt es aber auch auf das Gewicht des Fahrzeugs an, denn bei zu geringer Kraft kann der Motor das Fahrzeug einfach nicht weiter beschleunigen, selbst wenn er wollte.

Wenig strecken verfügen über so lange Geraden, dass es euch Letzeres wirklich etwas bringen würde. Sinnvoller ist es daher, die Drehzahl bei Bedarf nach unten zu regeln, um schneller beschleunigen zu können.

Bleibt noch das Differenzial, das die Kraft eines Motors zwischen beiden Hälften eures Fahrzeugs passend aufteilt, denn in Kurven bewegen sich die Räder unterschiedlich schnell. Tuning-Teile bei Fahrzeugen höherer Klassen lassen euch das Differenzial des Wagens anpassen, wodurch ihr Einfluss auf das Lenkverhalten nehmt.

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Vergrößert ihr die Beschleunigungsrate, drehen sich die äußeren Räder bei der Verwendung des Lenkrades schneller, was insbesondere bei Fahrzeugen mit Heckantrieb ganz nützlich ist, weil diese gerne mal übersteuern. Bei einem Frontantrieb bringt das hingegen weniger was, hier solltet ihr den Beschleunigungswert nach unten korrigieren, wenn ihr denn wollt.

Das alles wirkt sich jedoch auf das Bremsen und Beschleunigen nach den einzelnen Kurven aus. Dabei ist dann noch mehr Feingefühl gefragt, um nicht ins Schleudern zu geraten oder von der Strecke zu fliegen. Es ist eine kleine Wissenschaft für sich, die einiges an Fingerspitzengefühl verlangt und sich mehr für echte Profis eignet, die an allem selbst herumschrauben wollen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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