Der Sammelkartenmodus von EA-Spielen wie Madden oder FIFA lohnt sich für EA offensichtlich. Laut Electronic Arts' Chief Financial Officer Blake Jorgensen gibt über 35 Prozent der FIFA-Käufer zusätzliches Geld für die Karten aus.

Ihm zufolge spielten 70 bis 75 Prozent der FIFA-Spieler Ultimate Team, "rund die Hälfte dieser 75 Prozent gibt Geld aus und die andere spielt, ohne Geld auszugeben", so Jorgensen beim 37. NASDAQ Investorenprogramm (danke, gamesindustry.biz).

"Aber in der Free-to-play-Welt ist das eine fantastische Balance von Bezahlern und Nichtbezahlern".

Wenn es schon im Free-to-play-Segment viel ist, ist es in einem 60-Euro-Spiel umso deprimierender. Gleichzeitig betonte er gamesindustry zufolge, dass EA in die Qualität der Spiele mehr investiere als in Mittel und Wege, die Menschen zum bezahlen zu bewegen. Den Spielern machte das Gebotene Spaß, deshalb ließen sie zusätzliche Dollar springen. Immerhin.

Verändertes Spielverhalten sei eine Ursache dafür: Die Spieler beschäftigten sich mit weniger Spielen, mit diesen dafür länger.

"Wenn man ins Kino geht, kann einen das 20 Dollar kosten, noch bevor man das Popcorn gekauft hat. Ich liebe Kino, es ist großartig. Aber ein 60-Dollar-Videospiel spielen einige Leute heute für drei, vier, fünftausend Stunden im Jahr [was nach der Rechnung dieses Redakteurs mehr als 200 ganzen Tagen entspricht, aber was soll's, ich verstehe, was er meint], das ist ein guter Gegenwert für das Geld."

"Selbst wenn man noch zusätzlich investiert, gibt man das Geld meist aus, um den Spaß und das Aufregende am Spiel zu steigern."

"Wir geben den Verbrauchern also nur, was sie wirklich wollen. Und mehr davon, anstatt zu versuchen, ein neues Spiel zu machen", so Jorgensen.

So wirklich wundert es nicht mehr, wie es zu einem Debakel wie Star Wars Battlefront 2 kommen konnte. Zum einen ist es nur logisch, wenn ein naturgemäß auf Profit ausgelegtes Unternehmen derartige Kundenzeichen so interpretiert. Zum anderen ist es deprimierend, wenn ein ranghoher Offizieller den Gedanken ok findet, Spaß und Aufregung durch Mikrotransaktioen zu steigern. Immerhin impliziert das, der Spaß sei niedriger, wenn man nicht noch zusätzliches Geld investiert.

Das ist doch gemeinhin die Grenze, die wir ziehen: So lange es das Gameplay nicht berührt - also Kosmetisches - ist es in Ordnung. Wie seht ihr das?

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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