Die besten Spiele des Jahres 2017

20. Nioh

(Team Ninja / Sony, Koei Tecmo) - Nioh Test

Sebastian: Ein etwas karg aussehendes, aber sehr beherztes Soulslike mit vielen Inhalten, tollen Bossen und unzähligen Nebenmissionen. In Sachen Kampfgefühl ist Team Ninja mit verschiedenen Körperhaltungen sogar ein Stück weit über dem Original. Ein rundum gutes, lange bei Laune haltendes Action-Rollenspiel. Wer hätte das nach der zäh wie Kaugummi verlaufenden Entwicklung für möglich gehalten?

Martin: Nein, mit Samurai ist es einfach nicht dasselbe.

Markus: Tolles Futter für Souls- und Bloodborne-Fans, allerdings ohne Controller am PC eine Steuerungshölle (oder gehört das zum anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad dazu?).

Dim123: Schöner Japano-Metzler. Ein bisschen mehr Abwechslung im Level- und Monsterdesign und weniger Loot, dann hätte Nioh das Zeug zu einem All-Time-Classic!

20a

Jack_Doe: Vom Kampfsystem her auf Augenhöhe mit Souls und Bloodborne, zuzüglich einiger sinnvoller kleiner Erweiterungen. Die japanische Mythen- und Sagenwelt als Setting macht das Spiel nur umso interessanter.

Bramolf: Wer Dark Souls und Konsorten liebt, kommt daran nicht vorbei.

sokrates28: Das Spiel Nioh ist seit langer Zeit das erste Spiel, das sich wieder einmal der japanischen Folklore widmet und uns ein Szenario bietet, das zuweilen auf historischen Fakten beruht. Ganz besonders hervorzuheben ist das Kampfsystem, welches sich auf den ersten Blick sehr an dem geistigen Vater Dark Souls orientiert, jedoch nach näherem Hinschauen komplexer und aufgrund drei verschiedener Waffenhaltungen mit zahlreichen Tastenkombinationen für den Angriff anspruchsvoller ist. Ich würde behaupten, das Suchtpotential in Nioh ist dadurch sogar größer geworden, weil sich bei ambitionierter Spielweise das Gameplay erst so richtig öffnet und ein Schnetzelfest ergibt, welches ich seit Ninja Gaiden nicht mehr erleben durfte.

BlackGun: Sackschwer, Feudales Japan und VERDAMMT viel Loot. So muss ein Souls-like-Titel aussehen.

sxBI0H4Z4RDxm: Als sehr großer Soulsborne-Fan kam ich da nicht dran vorbei und wurde nicht enttäuscht. Anfangs kam Nioh als dreister Klon daher, aber mit der Zeit legte sich der Gedanke bei mir und mit den unterschiedlichen Kampfstilen und Haltungen sowie dem Setting, der Story und auch der japanischen Folklore entwickelte sich da eine wohltuende Eigenständigkeit, sodass ich mich über eine Fortsetzung wahnsinnig freuen würde.

KundeX: Tja, was soll man sagen. Schön, dass Team Ninja wieder zu alter Stärke gefunden hat. Dark Souls meets Ninja Gaiden, das trifft es wohl am besten, um dieses Spiel zu umschreiben. Interessantes Szenario, ausgeklügeltes, schnelles, offensives Kampfsystem in diversen Hubworlds mit je einem Boss.

Bloodshed82: Es spielt sich ähnlich wie Dark Souls, ist ähnlich anspruchsvoll und spielt in Japan. Was will man mehr? Mir jedenfalls hat es mehr als gut gefallen, trotz kleiner Macken. Nachdem mich Dark Souls 3 ziemlich kalt gelassen hat, fand mit Nioh die Versöhnung statt. Ich liebe anspruchsvolle und schwierige Situationen, weshalb es sich zurecht einen Platz in meinen Top 10 verdient hat.

19. What Remains of Edith Finch

(Giant Sparrow, Sony Santa Monica / Annapurna Interactive) - What Remains of Edith Finch Test

Markus Grundmann: Wie gut kann Narrative Exploration sein? Ja, so gut, so packend, so mitreißend. What Remais of Edith Finch ist erzählerisch das Beste, was ich im Jahr 2017 in einem Computerspiel erlebt habe und das liegt womöglich daran, dass die Entwickler Alltägliches treffsicher einfangen. Wie fühlt es sich wohl für ein Kind an wenn es schaukelt und wie malt es sich aus, wie es wohl wäre, sich mit der Schaukel zu überschlagen? Wie fühlt sich monotone Arbeit an, wie ist es, wenn die Gedanken in einem semi-meditativen Zustand in die Fantasie abdriften. What Remains of Edith Finch simuliert solche Alltagserfahrungen treffend und erzählt gleichzeitig eine bittersüße Geschichte rund um eine verschrobene Familie, auf der eine Art Fluch zu lasten scheint. Wer das 2017 nicht gespielt hat - unbedingt nachholen.

Benjamin: Ich muss zugeben, dass mich eure Kommentare sehr neugierig gemacht haben. Werde ich mir 2018 sicher mal holen, vorher aber noch Firewatch und Virginia durchspielen.

Martin: Ich sollte das echt mal spielen, das klingt wie etwas, das ich mögen würde…

Alex: Das Spiel mit dem meisten "Weißte noch?" und "hach" und "oh" in diesem Jahr. Trotz des überhasteten Finales eine veritable Fundgrube großer, meist trauriger, immer aber beseelt stimmender Momente.

Markus Hensel: Irgendwo im Hinterkopf weiß ich noch, dass What Remains of Edith Finch als Spieltipp in einer Redaktionskonferenz zur Sprache kam. Vermutlich war es dieselbe, in der ich mich bei der Prey-Lösung eingeklinkt habe und die folgenden Wochen quasi in den unendlichen Weiten der Weltraumstation verschollen war. Sprich: What Remains of Edith Finch liegt auf dem immer weiter anwachsenden Stapel der Schande (ich glaube, langsam muss ich einen zweiten Stapel daneben anfangen).

Jimpanse: Wer etwas erleben möchte, sollte dieses Spiel spielen! Interessante Geschichte mit extremer Gameplay-Vielfalt. Grafik, Artdesign und Soundtrack sind sehr stimmig und haben öfter für Gänsehautmomente gesorgt. Fans von Virginia oder Firewatch kann ich dieses Spiel nur empfehlen. Wobei man diese nicht genau miteinander vergleichen kann.

19a

shivaslover: Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, mein Spitzentitel 2017 wäre ein Indie-Titel und zu allem Überfluss auch noch ein Walking-Simulator, ich hätte es wohl nicht geglaubt. Aber jetzt ist es doch passiert. Das liegt einerseits an der tieftraurigen Geschichte der Familie Finch, die ohne falsche Sentimentalität und Kitsch auskommt, andererseits an den enorm abwechslungsreichen Kapiteln, die einem mit immer anderen Clous und Gameplay-Mechaniken zu überraschen und verblüffen und dafür sorgen, dass man bis zum Ende dranbleibt. Auch wenn dieses Ende nur etwa drei Stunden vom Beginn entfernt ist, so hallt dieses Spiel doch noch wesentlich länger in den Hirnwindungen des Spielers nach. Von daher meine klare Nummer 1!

Asgar: Mein Platz 6. Schön und traurig. Man konnte sich denken, worauf alles hinausläuft, aber trotzdem war das Spiel irgendwie hoffnungsvoll, auch wenn sich so viel um den Tod dreht. Ich finde man braucht hier gar nicht viel über das Spiel beziehungsweise das Gameplay selbst zu sagen, das passt schon so. Entscheidend ist hier die Story und die nimmt einen mit und bleibt im Kopf hängen. Ein gutes Spiel, um zu zeigen, wie Spiele in der Lage sind zum Denken anzuregen, was ihnen ja von manchen auch im Vergleich zum Film abgesprochen wird.

SectionOne: Ein Gänsehautmoment nach dem anderen... Bester Walking-Simulator.

Didgeridont: Ein Spiel über Vergänglichkeit, wunderschön und rührend in Szene gesetzt. Man muss es einfach gespielt haben und selbst erleben, da helfen auch nicht viele Worte, die das adäquat nahebringen können. Das Indie-Game des Jahres, jeder Cent lohnt sich. Also kaufen und umhauen lassen. Das bittersüßeste Spiel 2017 und mehr als verdient auf meinem 4. Platz.

Glayd: What Remains of Edith Finch ist ein tapferes kleines Spiel. Erstens sind die Walking-Simulator-Spiele teils etwas verschrien. Zweitens wirkt das Thema im ersten Moment fast etwas zu rührselig. Weswegen das Spiel bei mir auf Platz 2 landet, ist einer Sache geschuldet. Hier wird massiv mit der Fantasie und der tragischen Geschichte der Familie Finch gespielt. Teils wirken all die kleinen Geschichten durch ihre Inszenierung überbordend und fantastisch. Wenn man aber zum Schluss zu den Credits alles sacken lässt, fällt auf, dass all das Erlebte vielleicht weniger fantastisch ist als anfangs angenommen und man dann der traurigen und tristen Realität gegenübersteht... Und trotzdem haftet dem Spiel eine unglaublich positive Art an. Diese drei Stunden blieben bei mir auf jeden Fall hängen und waren der krasse Gegensatz zu meinen endlosen Grinds in Destiny 2.

sxBI0H4Z4RDxm: Danke Giant Sparrow, damit habt Ihr eins der besten Games dieser Art abgeliefert. Die Story ist atemberaubend erzählt, wirkt nicht aufgesetzt und hat mein Herz berührt. Bitte mehr davon!

ColeTrain83: Es ist sehr schwierig, etwas über dieses Spiel zu schreiben, und das ist äußerst lobenswert gemeint! Es ist ganz einfach, spielt es unbedingt selber und verzichtet einfach auf etwaige Lets Play's. Das rührendste Spielerlebnis des Jahres, das einen nicht mehr loslässt und nach dem Finale nachdenklich stimmt. Es berührt und schockiert zugleich. Was für ein Spagat! Klasse, mein Platz 5 des Jahres.

19b

Thyboroen: Sehr nachdenklich machendes Spiel. Absolut schön umgesetzt.

Mitsumichi: Überraschend. Tiefgründig. Berührend. Ganz weit weg von vielen Dingen, die es sonst zu spielen gibt (ja, auch von den üblichen Walking-Simulatoren), bietet What Remains of Edith Finch (allein der Titel!) eine der interessantesten Spielerfahrungen der letzten Jahre.

DamianBlake: Optisch wie erzählerisch einfach ein brillanter Walking-Simulator! Für alle, die Firewatch und Gone Home mochten und jetzt noch einen drauf setzen wollen. Unbedingt empfehlenswert!

18. Mario + Rabbids: Kingdom Battle

(Ubisoft Paris, Ubisoft Milan / Ubisoft) - Mario + Rabbids: Kingdom Battle Test

Sebastian: Mein Freund Gregor behauptet nach wie vor, er hätte das Spiel beendet, ohne einmal zu verlieren. Haha. Ha ha ha. Klar behauptet er das, weil er so etwas immer tut, aber warum sollten wir ihm glauben, hm? Allein die Toad-Levels, in denen man den wehrlosen Kerl zum Ausgang geleiten muss, türlich hat er die auf Anhieb geschafft. Oder den in drei Runden ablaufenden Kampf mit den Wario- und Waluigi-Imitaten kurz vor Schluss, logo, alles aus dem Stegreif. Oder den Endboss oder einige der anderen Abfuck-Kämpfe dazwischen, johoho, voll locker. Sieh mal, Gregor, dein Vater und ich, wir lieben dich, aber über ein paar Sachen sollten wir noch mal reden. Mario + Rabbids ist übrigens ein klasse Spiel: zugänglich, von hoher Produktionsqualität, ein Traum im Klang und herausfordernd, wo es angemessen ist.

Benjamin: Mein Überraschungshit des Jahres. Kam (trotz diverser Gerüchte/Leaks) mehr oder weniger aus dem Nichts, ist ein tolles Crossover und macht von Anfang bis Ende einfach Spaß. Selbst wenn mich die ultimativen Prüfungen einige Nerven gekostet haben.

Martin: Das Comeback des Jahres: Die Rabbits waren tot, aber jetzt sind sie zurück und sie haben das konservativste Universum der Spielegeschichte ordentlich durchgewirbelt. Das brauchte es auch endlich mal wieder. Rabbit-Peach? Charakter des Jahres.

Markus Hensel: Ein Taktik-Rollenspiel ala XCOM mit Mario und den verrückten Karnickeln? Der Gedanke daran brauchte erst einmal Zeit zum Sitzen. Nach vorsichtigem Herantasten beim Nachbarn überraschte mich Mario und Rabbids: Kingdom Battle mit mehr strategischem Tiefgang und einem höheren Schwierigkeitsgrad, als ich ihm zugetraut hätte. Es ist zwar kein XCOM, doch das will es wohl auch gar nicht sein. Stellt sich nun die Frage: Hat Mario neben Sterne/Münzen/Monde sammeln und Autofahren etwa eine dritte Hauptbeschäftigung gefunden?

Gregor: Selbst in einem um Überraschungen nicht verlegenem Jahr wie diesem ist Mario und Rabbids die mit Abstand größte. Ein XCOM-artiges Mario-Spiel? Von Ubisoft?? Mit den Rabbids?!? Schneller als zur menschelnden E3-Ankündigung ist bei mir noch kein Spiel vom Instant-Hassobjekt zum Most-Wanted avanciert. Zur Veröffentlichung kaum zweieinhalb Monate später wischte Kingdom Battle dann auch die letzten Zweifel in seiner schmissigen Gute-Laune-Art weg und präsentierte ganz nebenbei den bislang wohl cleversten XCOM-Gegenentwurf.

Markus Grundmann: Ich hätte nicht vermutet, dass eine Rundentaktik-Forme à la XCOM auch in einem weniger ernsten Szenario funktionieren kann - aber dieser unerwartete Titel hat mich eines besseren belehrt. Dass es Ubisoft geschafft hat, Nintendo zu verklickern, dass es an dieser Stelle sinnvoll sein könnte, Mario eine Kanone in die Hand zu drücken, gebührt besondere Hochachtung.

Alex: "Peeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaach" - mehr ist da nicht zu sagen. Außer, dass ich Mario + Rabbids deutlich weiter oben gesehen habe in dieser Liste.

Bubart: Perfektes Spiel für die Switch. Hat mich sehr unterhaltsam durch so manchen Nachtdienst gebracht. Keine schnelle Reaktionen vonnöten, ein Riesenvorteil! Da ich diese Art von Spiel noch nie vorher gespielt hatte, war der Schwierigkeitsgrad für mich herausfordernd, aber stets fair. Ein richtig gutes Spiel!

18a

Tisteg80: Was für eine Überraschung: Das funktioniert ja wirklich! Das Crossover sieht toll aus, hat ein richtig gutes Spielkonzept und zeigt, dass auch Third-Party-Hersteller respektvoll mit Nintendo-Material umgehen können. Es hat mich zwar "nur" 30 Stunden beschäftigt, vielleicht etwas wenig für ein Vollpreis-Spiel. Aber in der Zeit war es mir nicht langweilig, im Gegenteil.

sxBI0H4Z4RDxm: Überraschungshit des Jahres! Keine Ahnung, warum Ubisoft solch spaßige Titel sonst nicht hinbekommt!? Könnte jedenfalls glatt von Nintendo selbst sein. Leicht zu lernen, besitzt eine angenehme Tiefe und einfach Spielspaß pur.

Capitano375: XCOM mit Mario und den Rabbids? Klingt dämlich, funktioniert aber herrlich. Geniales Spiel und perfekt als Pausenfüller unterwegs geeignet.

grausamesich: Rabbids-Humor, überraschend taktisch - für mich ein Game mit Woah-Faktor.

MarvelousMartin: Hatte nicht erwartet, dass mich die Mischung Ubisoft + Nintendo begeistern könnte. Man sollte aber doch immer wieder offen gegenüber Neuem sein. Das hat nicht nur die Switch dieses Jahr bewiesen, sondern auch Mario und Rabbids.

Triefnase: XCOM trifft auf Nintendo-Charaktere - für mich ist ein Traum wahr geworden.

Ratzi73: Außen niedlich, innen beinhart. Ein toller Beweis dafür, dass es doch noch gute Strategiespiele für Konsolen geben kann.

17. Mario Kart 8 Deluxe

(Nintendo) - Mario Kart 8 Deluxe Test

Sebastian: Das perfekte Mario Kart.

Markus Grundmann: Ich hatte Mario Kart 8 eigentlich schon auf der Wii U und habe es trotzdem noch einmal für die Switch gekauft. Aus gutem Grund, wie ich immer noch finde: Denn im Urlaub einfach mal die Switch auszupacken und im Hotelzimmer am Abend noch eine Runde zu spielen, hat sich als großer Spaß erwiesen. Mario Kart 8 Deluxe ist für mich das ultimative Mario Kart und die Switch die perfekte Konsole dafür.

Benjamin: Mein typisches Mario-Kart-Erlebnis sieht so aus, dass ich von meiner Freundin in Grund und Boden gefahren werde. So schnell wird sich das vermutlich auch nicht ändern. Wenigstens beherrsche ich andere Rennspiele besser als Mario Kart.

Gregor: Die im wahrsten Sinne volle Packung des bislang vielleicht besten Mario Karts überhaupt, jetzt auch in brillanter Qualität für unterwegs und mit allen denkbaren Multiplayer-Optionen. Wer wollte nicht schon immer mal mit seinen Freunden einen ICE-Waggon zusammenbrüllen (nicht, dass ich aus Erfahrung spräche…). Hätte nicht unbedingt zum Vollpreis in die Läden wandern müssen, andererseits ist für die meisten unter uns eh ein völlig neues Spiel, wenn wir von den fünfeinhalb Wii-U-Besitzern mal absehen.

Markus Hensel: Ich glaube, hier muss man nicht viel sagen. Für mich ist Mario Kart (egal welche Version) ein perfektes Unterhaltungsspiel für den nicht ganz so alkoholfreien Männerabend mit den Kumpels.

Martin: Da könnt ihr sagen, was ihr wollt, ich habe damals auf der Rainbow Road gekifft und das war toll. Ist wie mit fast allem im Leben: In Maßen, nicht in Massen bitte. Und es stimmt: "Drugs are for Loosers". Ich habe nie gesagt, dass ich an diesen Abenden auf der Rainbow Road besonders sicher oder erfolgreich unterwegs war…

Lekater: Tja, Mario Kart ist einfach geil. Leider nur ein Remaster, aber auf der Switch ist dieses Spiel ein muss für spaßige Abende.

17a

MontyRunner: Eines der besten Spiele der letzten Jahre. Ich habe es auf der Switch zwar nicht mehr gesuchtet, kehre aber immer wieder zwischendurch auf die Mario-Piste zurück.

Radwinter: Wo kann man sonst noch zu viert an einem Bildschirm Autorennen spielen, außer bei Nintendo? Die üblichen Items sorgen für den berüchtigten Ärger, der Freundschaften zerstört, die Streckensammlung ist schön...Und wenn man endlich rauskriegt, wie man den Autopiloten ausstellt, macht das Ganze noch mehr Spaß.

Shaggyy: Ich habe zwar keine Switch, aber zum Glück trotzdem schon die Gelegenheit gehabt, meine Hände an Mario Kart zu legen. Wie man es erwarten kann, wird vor allem ein spaßiger Mehrspielermodus geboten. Mario Kart geht immer, das hat sich auch mit diesem Ableger nicht geändert.

Bubart: Mario Kart 8 mit einem echten Battle Mode. EINEM ECHTEN BATTLE MODE! Endlich kam zusammen, was zusammen gehört! Das beste Mario Kart.

Kamikazekakadu: Da ich keine Wii U hatte und dadurch nie in den Genuss kam, Mario Kart 8 zu spielen, MUSS die Deluxe Edition hier auf meine Liste. An Spielbarkeit ist das nämlich kaum zu überbieten. Grandios!

Tisteg80: Nur ein Update, aber was für eins. Die 1080p und 60 FPS machen sich direkt positiv bemerkbar, obwohl ich da früher nie so ein Freund von war. Dann natürlich der Schlachtmodus und die Lenkhilfe für Anfänger - jetzt kann ich sogar mit meinen Kindern zusammen fahren.

gisu: Mario Kart ist eigentlich ein Pflichtkauf für jede Nintendo-Konsole. Ich glaube viel muss man nicht zu sagen.

monkeyboobs: War schon 2014 eine Spaßgranate, aber sein natürliches Habitat hat Mario Kart 8 zweifelsohne auf der Switch: Egal wo, wie, wann, mit wem - der Kaiser der Racer.

Capitano375: Mein erstes Spiel auf der Switch. Noch vor Zelda. Und obwohl es kaum Neues bietet, macht auch diese Version unglaublich viel Spaß. Kann man durchaus auch zu zweit unterwegs mal spielen, aber vor der heimischen Glotze macht es immer noch am meisten Laune. Und obwohl die Switch keine High-End-Konsole ist, macht das Spiel auch grafisch einiges her.

17b

MarvelousMartin: Mario Kart 8 Deluxe ist ein großartiger Kart-Racer und noch genauso begeisternd wie 2014 auf der Wii U. Habe den erneuten Kauf nicht bereut.

WizKid: Endlich kein dämliches Rumgehüpfe mehr und richtige Arenen. Es ist nach wie vor das Spiel, das von 0 auf 100 sofort Spaß macht und was man an jedem Tag zu jeder Tageszeit allein oder mit Freunden zocken kann. Okay, der Teil mit den Freunden ist eine Lüge. Im Multiplayer gibt es bei Mario Kart keine Freunde mehr.

Fury77: Immer noch der beste Funracer, den es gibt. Und hier mit noch hübscherer Grafik und einem Riesenumfang an Fahrern und Strecken. Super!

16. Destiny 2

(Bungie / Activision) - Destiny 2 Test

Martin: Destiny ist in gewisser Weise für mich das Gaming-technische Äquivalent einer warmen Decke, einer Tasse Tee und entspannter Musik. Man schaltet einfach wunderbar ab, kommt ein, zwei Stündchen vom Alltag runter, sammelt ein paar Legendäre und ist danach relaxt und mehr oder weniger im Reinen mit sich und der Welt. Das ist jetzt vielleicht nicht das aufregendste Plädoyer für einen Space-Shooter, das man sich vorstellen kann, aber Destiny in kleinen Dosen, ein, zwei oder auch drei Mal die Woche macht mich glücklicher. Das ist nicht schlecht für ein Spiel.

Markus Hensel: Puh. Destiny 2. Das ganze Thema bewegt sich irgendwo zwischen Liebe und Hass und ich bin mir immer noch nicht sicher, wohin ich mehr tendiere. Das Spiel an sich ist die meiste Zeit über toll und man kann unzählige Stunden darin versenken. Auf der anderen Seite will ich mich über genauso viele große und kleine Dinge aufregen. Viel schlimmer ist jedoch, dass den Hintergedanken nie ganz loswerde, dass alles im Spiel nur möglichst viele Euros in die Bungie-Kasse einspielen soll. Ein Kumpel meinte letztens: Es ist wie mit Bart Simpson und Krusty dem Clown: Bart himmelt sein Idol an und ist über jede noch so kleine Zuwendung glücklich, auch wenn er im tiefsten Inneren weiß, dass Krusty nur an seinem Geld interessiert ist.

Benjamin: Im Endeffekt war das erste Destiny für mich doch sehr enttäuschend. Daher war ich nicht allzu scharf auf den Nachfolger. Die Kampagne werde ich nach den positiveren Stimmen dazu auf jeden Fall mal spielen, aber allzu viel mehr dürfte es nicht werden.

Lekater: Cooles Solo-Abenteuer, fehlt noch eine einfacheres Voice-Chat-Modul zur besseren Online-Kommunikation. Coole Waffen, macht Spaß andere Spieler mit einem Schwert zu besiegen. ;)

SirMagicMan: Auch wenn viel darüber gehatet wird, bestechen die Grafik und vor allem das flüssige Gameplay. Außerdem scheinen die Macher aus ihren Fehlern zu lernen und sind für Season 2 zu Änderungen bereit, die sich das Publikum wünscht.

16a

Eikyu: Shooter mit richtig gutem Schussgefühl, nur leider wurde er mir im Endgame sehr schnell langweilig.

SectionOne: Na also, Bungie kann doch noch gute Geschichten erzählen. Leider verhindern die Probleme im Endgame eine Top-3-Platzierung.

bLZ_king: In allen Belangen besser als der erste Teil. Faszinierende Planeten, eine gut erzählte Geschichte und epische Ausrüstung bis zum Abwinken. Im Koop einfach unschlagbar!

Glayd: Jajajaja. Destiny 1 war ab und an besser (aber eigentlich auch erst ab Jahr 2), aber... Es gab für mich diese Jahr kaum ein besseres Koop-Erlebnis. Man merkt dem Spiel auch stark an, dass es die Last-Gen nun nicht mehr bedienen muss. Bungie schafft es, die gigantisch tollen Artworks quasi ohne Verluste als spielbares Erlebnis zu transportieren. Die Landschaften fühlen sich riesig an. Den schon bekannten Rassen wird noch mehr Schliff verlieren. Das für sich reicht mir über weite Strecken schon aus. Auch wenn es schön gewesen wäre, auf zwei, drei neue Rassen zu treffen. Das Game- und Gunplay ist herausragend gut. Jede Waffe fühlt sich massiv anders an. Trotz vermeintlich besserer Werte bin ich schon oft zu den Waffen zurückgekehrt, bei denen ich mich schon eingeschossen hatte. Die Story ist dieses Mal vorhanden und sogar noch gut inszeniert. Da ich auch viel zu wenig Zeit habe für den ganzen Endgame-Kram (Job und Kind lassen grüßen), wurde ich über gute 40 Stunden bestens mit dem Spiel unterhalten. Und diese natürlich im Online-Koop mit dem besten Spezl und einigen Bieren. Die Erweiterungen werden auf jeden Fall geholt.

derDuke: Wirklich auf den zweiten Teil gefreut, nach kurzer Zeit große Enttäuschung. Bungie hat es echt schon wieder versaut... Gameplaytechnisch über jeden Zweifel erhaben, aber keine Langzeitmotivation. Reicht gerade noch für für meinen Platz 5, mit großem Fanbonus.

Heartz_Fear: Oh Destiny, oh Destiny
So richtig mocht ich's nie
Nun war es Zeit für Teil Zwei
Von alter Last es macht sich frei
Geschichte, Sound und Gameplay stimmen
Tut's jetzt nicht mehr im Mittelmaß schwimmen
Mal schauen was nun Erweiterungen bringen
Zu früh für Chöre Loblieder zu singen
Danke an die Clan-Kollegen
wir sehen uns wieder im Kugelregen

metzga666: Kann den ganzen "Negativ-Hype" um das Spiel nicht verstehen, gehöre aber auch nicht mehr zur Generation Social Media. Von daher sind mir hier auch die (wirklich) optionalen Lootboxen und die böse EP-Schraube herzlich egal. Sicher ist es ansonsten auch fast dasselbe Spiel wie der erste Teil, aber deswegen ist auch das Shooter-Gefühl genauso herausragend und das Teamplay mit ein paar Kumpels macht genauso viel Spaß wie damals. Wenn Bungie jetzt noch im Endgame mehr Inhalt liefert und ein paar "abwechslungsreiche Grind-Systeme" entwickelt, gibt`s nur noch wenig zu meckern.

Starkillah_79: Nach durchwachsenem ersten Teil meldet sich Bungie bärenstark zurück mit dem (Koop-)Shooter des Jahres. :D Auch die Kampagne/Story war diesmal besser, nur weiter so! Das Gunplay ist wie zu ihren Halo-Tagen top! Hier darf man gespannt sein, ob die kommenden Erweiterungen das hohe Niveau halten können in Sachen Story sowie Raid-Content...

15. Mass Effect: Andromeda

(BioWare / Electronic Arts) - Mass Effect: Andromeda Test

Martin: Dass man die eigentlich exzellente Prämisse von Start Trek: Voyager schlechter umsetzt als Voyager, das muss man erst mal schaffen. Je weiter man ins Universum weg hüpft, desto mehr bleiben die Dinge gleich, wie es scheint. Da hätte man auch gleich zuhause bleiben können und dort vielleicht ein richtiges Mass Effect 4 produzieren. Zumindest bleibt sich das Spiel in seiner Shooter-Tradition treu: Es taugt als solcher einfach nichts.

Markus Hensel: Stellenweise ganz gut, aber unterm Strich nicht die Offenbarung, die ich mir gewünscht hätte.

Benjamin: Puh… Hatte eigentlich einen guten Ansatz, hielt aber zu sehr an Altem fest. Hinzu kam eine Story, die nicht so recht in Fahrt kommen wollte. Und die Probleme während der Entwicklung zeigten sich im fertigen Spiel ebenfalls, nicht nur auf der technischen Seite.

Alex: "Design by commitee" nennt man das wohl. Sie hatten eine gute Idee - die Crew in die Fremde zu schicken - und neutralisieren sie wenige Stunden nach Beginn des Abenteuers komplett. Danke, aber nein danke!

Asgar: Mein Platz 3. Ich hab's gerne gespielt und Spaß gehabt. Auch wenn man durch die ganzen Berichte und Reportagen das Gefühl hat, Andromeda war ein Fehlschlag, so muss ich sagen: Ich mag es trotzdem. Klar waren gerade die Charakteranimationen in den Gesprächen echt schwach, aber insgesamt war es immer noch Mass Effect. Ich liebe diese Welt einfach und bin immer noch traurig, dass es jetzt wohl erst mal lange nichts Neues mehr davon gibt. Aber ich werde bestimmt noch ein zweites Mal unsere Nachbargalaxie bereisen.

15a

Casino83: Auch wenn es nicht ohne Fahler ist, hat es weit über 100 Stunden Spaß gemacht.

todderei: Tolle Geschichte und unglaublich riesiger Umfang. Grafik zwar etwas altbacken, aber das stört mich nicht bei einem Spiel, das einen so fasziniert.

dennisbowen: Auch wenn es viel Kritik hat einstecken müssen: Ich habe von Anfang bis Ende meinen Spaß mit Mass Effect gehabt. Es hatte in meinen Augen kaum nennenswerte Schwächen und eine schöne Story mit gut geschriebenen Charakteren. Auch wenn die Gesichter scheiße waren.

Capitano375: Hach ja... Mass Effect! Wenn es jemals eine Spieleserie gab, die ich heiß und innig geliebt habe, dann Mass Effect. Mit Andromeda sind meine Gefühle zwar ein bisschen erkaltet, aber bei all dem Gemotze über das Spiel muss ich trotzdem sagen, soooo schlecht ist es nicht geworden. Und mit einigen Patches sind auch die grenzwertig schlechten Animationen größtenteils verschwunden. Ich habe es trotz aller Mängel gerne durchgespielt.

BrotEUG: Ein paar nette Designs, wie zum Beispiel die Welt der Angara, retten das Spiel zeitweise. Trotzdem bei mir letzter Platz dieses Jahr. Das Open-World-Quest-Design geht meiner Meinung nach gar nicht und hat in dieser Reihe nichts verloren. Auch die Story nur durchschnittlich in ihren besten Momenten. Schade drum.

rAHbbit: Hab mir das Spiel erst sehr spät geholt, auch aus Zeitgründen, es aber auf keinen Fall bereut. War mir durch die schlechte Presse gar nicht so sicher, obwohl ich ME 1 bis 3 echt gesuchtet habe. Leider viel zu unterbewertet und schlecht geredet. Deswegen mein Platz 1 dieses Jahr.

Starkillah_79: Kontrovers, flammende Trolle, wütende Fans. Unterm Strich fand ich das Spiel zum einen groß genug und bei weitem nicht so schlecht, wie seine Kritiker es machen. Natürlich ändert das nichts an der Tatsache, dass es mit Abstand der schwächste Teil der geliebten ME-Reihe ist. Enttäuscht sein sollte man mit etwas Hintergrundwissen wieder mal von EA. Mehr als von BioWare, die nur zwei Jahre hatten, das Spiel nach einer kompletten Umstrukturierung während der Entwicklungsphase fertigzustellen - Punkt. Nächstes mal besser machen!

calmar81: Für viele ein Tiefpunkt der Reihe, für mich als eingefleischter Mass-Effect-Fan ein echtes Highlight des Spielejahres. Obwohl es sicherlich mehr Potential gehabt hätte, hat es mich bestens unterhalten und auch viel von genau dem geliefert, für die ich die Vorgänger so liebe. Es hat sich auch angefühlt, wie ein echtes Mass Effect ... nur die ganz großen Gefühle hat es auch bei mir nicht ausgelöst.

15b

DamianBlake: Nein, es ist ganz sicher nicht so gut wie die Ursprungstrilogie, die Teammitglieder kommen auch nicht an die alten ran. Die Handlung ist nicht so episch und die Planeten abzuarbeiten (die Vaults sind ja schon stimmig, aber es gibt sooo viele davon) motiviert auch nicht auf Dauer. Aber verdammt, es hat Spaß gemacht! Und ich bin überzeugt, dass man mit ein, zwei Story-DLCs und ästhetischen Zusatzinhalten ein großartiges Spiel hätte bekommen können. Nicht einmal ansatzweise so schlecht wie behauptet wird. Aber ja, ich vermisse Shepard und Garrus und Jack...

fear-effect: Das Spiel wurde zerrissen, aber ich persönlich habe sehr viele Stunden in das Spiel investiert und keine bereut. Allerdings kommt es, vor allem der Story wegen, nicht an die ersten beiden Teile heran.

Bienenmann992: Die Mass-Effect-Reihe zählt auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingsspielen, auch wenn es die Nachfolger nicht schafften, an den grandiosen Erstling heranzukommen. Andromeda versetzt mich nun erneut in diese wunderschöne SciFi-Welt, nimmt aber gleichzeitig Abschied von der alten Trilogie und ihrem prägenden Helden Shepard. Ich muss aber sagen, dass der Neustart recht gut gelungen ist und ich mich zum ersten Mal in einem Videospiel für einen weiblichen Char entschieden habe. Ich bin guter Dinge, dass ich auch in Zukunft gerne viele Stunden in diesem Universum verbringen werde.

14. PUBG

(Bluehole, PUBG Corporation / Bluehole)

Benjamin: Der Hype geht mal komplett an mir vorbei.

Alex: Spiel des Jahres. Keine Frage, keine Widerrede. Nichts bestimmte den öffentlichen Dialog dermaßen wie das hier und ich bin ziemlich sicher, Verkaufszahlenmäßig ist man eh längst in Minecraft-Territorien angekommen. Ein echtes Popkultur-Phänomen. Aber auch ein wahnsinnig gutes, immer wieder spannendes und herausforderndes, Konzept das hier auf eine schön transparente und ehrgeizige Early-Access-Entwicklung traf. Tapfer und risikofreudig wurden auch tiefgreifende Änderungen am Ablauf vorgenommen. Wenn es das Beste fürs Spiel war, war Brendan Greene und Team keine Aufgabe zu schwierig. Das Spiel ist noch nicht perfekt, aber ihnen gebührt dennoch größte Anerkennung.

Markus Hensel: Anfangs "hart gesuchtet", mittlerweile ist die Luft aber zum größten Teil wieder raus. Für ein Match zwischendurch reicht es aber noch.

Martin: Meine einzigen paar Runden habe ich komplett besoffen bei einem Freund gespielt. Scheint nicht so schwer zu sein. Habe es geschafft, nach nur 49 Sekunden zu sterben, 99 Punkte. Zweiter. Schnell zu sterben war das Ziel, oder? Im nächsten Leben spiele ich es noch mal, ist fest eingeplant.

Kaufhauszombie: Ist schon sehr sehr lange her, dass mich ein reines Online-Multiplayerspiel dutzende Stunden an den PC gefesselt hat. Battlegrounds hat es mal wieder geschafft, macht also für mich so einiges richtig. Bin sehr auf die 1.0-Version gespannt.

14a

Jimpanse: Ein Spiel, das mich tatsächlich von der Konsole geholt hat. In den ca. 40 Stunden, die ich gespielt habe, habe ich sehr viele verschiedene Situationen erlebt. Davon lebt das Spiel. Leider auch von Bugs und Cheatern. Ich freue mich auf die Xbox-Version, die ich mir sofort holen werde.

Dan89: Absolutes Highlight. Selbst nach über 600 Stunden Spielzeit immer noch Herzrasen zum Finale.

MasCaline: Ich hab teilweise von diesem Spiel geträumt!

PAUL555: Einfach nur fantastisch. Dieses Game kam, zumindest für mich, aus dem Nichts und eroberte die Welt. Ich denke, ich hatte dieses Jahr mit keinem Multiplayer-Spiel mehr Spaß mit meinen Freunden als auf dieser mörderischen Insel. Oder überhaupt. Naja, höchstens in den DayZ-Mod-Tagen "damals" im Jahr 2012. Aber sonst kommt da wohl nichts ran. Hoffen wir mal, dass Bluehole es trotz des großen öffentlichen Drucks hinbekommt, das Spiel halbwegs fehlerfrei und mit akzeptabler Performance zu veröffentlichen.

brecoola: Ich gebe es zu, ich sitze begeistert auf dem PUBG-Hype-Train ganz vorne mit drauf! Hätte mir das einer vor drei Monaten gesagt, ich hätte ihn ausgelacht, aber im letzten Jahresviertel habe ich quasi nur noch dieses Spiel gezockt! Wenn diese Top 50 veröffentlicht wird, werden es 200+ Spielstunden sein und ich habe jede einzelne Minute genossen. Natürlich auch mal geflucht, mich geärgert und was auch immer, aber am Ende war es ein Heidenspaß! Ein Spiel, dass meinen Puls nach 25 Jahren zocken in unerreichte Höhen katapultiert, macht wohl irgendwas verdammt richtig!

Und das Schöne: Egal ob alleine, im Duo oder im Squad, jede der drei Varianten hat seine eigenen Vorzüge, ich möchte da keine einzige davon missen und jede Runde erlebt man was Neues. Das Spiel eignet sich perfekt um, "nur kurz eine Runde zu zocken" oder aber den gesamten Sonntag dafür zu verbraten. Herrlich flexibel, kurzweilig, aber schwer zu meistern. Perfekt! Und noch eines! Seit diesem Spiel mag ich Chicken lieber als ein saftiges Steak und das ist eigentlich die echte Sensation. ;-)

jdeshadaim: Ganz ehrlich. Ich habe es noch nie gespielt. Fehlender spieletauglicher PC macht es möglich - oder auch nicht. Aber der Hype, der sich um dieses Spiel und seine Mechanik entwickelt hat, beschäftigt mich nun schon seit einer Weile. 100 gehen rein, einer kommt raus. Eine relativ simple Mechanik und spätestens seit dem Film Battle Royale wartet man auf eine Versoftung dieser Grundlage. Was diese recht simple Mechanik jedoch an emergenter Kraft innewohnt, ist das eigentlich Faszinierende. Jede Runde ist einzigartig, kleine Abenteuer und Dramen spannen sich neu. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ein Spiel wie PUGB ein Aushängeschild für player-driven narratives sein wird. Meine Vorstellungen waren da durchaus romantischer. Aber eben gerade dieser Punkt macht PUGB auch zum Zuschauen interessant. Mal schauen, wann ich selbst in diesen Nervenkitzel einsteigen kann. Fortnite war bereits ein netter Vorgeschmack. PS4-Release notwendig!

13. South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe

(Ubisoft San Francisco / Ubisoft) - South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe Test

Markus Grundmann: Mit einem Wort: Furzhumor!

Benjamin: Ich wiederhole mich: Wäre durchaus interessiert, würde dann aber erst mal den Vorgänger nachholen.

Alex: In allen Belangen schwächerer Nachfolger, der erzählerisch lahmt und mich nach dem dynamischen Mario + Rabbids auch als Taktikspiel nicht überzeugte.

Martin: Best. Original. Game. Name. Ever.

Markus Hensel: Liegt zusammen mit seinem Vorgänger auf dem Stapel der Schande und wartet auf bessere Zeiten.

Dim123: Hat natürlich nicht mehr den Überraschungseffekt des Erstlings, musste trotzdem sehr oft schmunzeln. Für Fans der Serie sowieso Pflichtprogramm.

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Jimpanse: Fanservice mit einer sinnvollen Weiterentwicklung des Kampf- und Skillsystems. Die Kämpfe machen noch mal mehr Spaß als im Vorgänger. Leider geht ab und zu dabei die Übersicht flöten. Den zweiten Durchgang werde ich sogar auf Deutsch machen, wenn der Aufwand dafür schon betrieben wird. :)

Reaver_411: Eines der absoluten Highlights des Jahres für mich. Eine überlänge South-Park-Folge zum Mitspielen und das meine ich absolut positiv. Ich war erst ein wenig in Sorge, ob Ubisoft das Ganze ohne Obsidian gut hinbekommt, aber alle Zweifel waren unnötig. The Fractured but Whole knüpft inhaltlich und auch qualitativ perfekt an Stick of Truth an und ist ein tolles Spiel geworden. Allein die ganzen Querverweise und Anspieleungen zur Serie sind schon beeindruckend genug. Das Kampfsystem hat man dynamischer gemacht und die Musik ist auch wieder einsame Spitze und trägt viel zur Atmosphäre bei. Bitte mehr davon!

michimaniac: Weil es, je länger man spielt, noch mehr Witz hat als der Vorgänger, und erstmals auch die Kämpfe fordern.

BathiBoi: Eine Staffel South Park zum selber spielen. Herrlich. Hat zum Ersten etwas nachgelassen. Damit ist es aber auf dem Niveau der Serie, die letzten zwei Staffeln waren einfach nicht mehr so gut. Oder liegt es daran, dass ich schon alles gesehen habe und mich nichts mehr so leicht schockt? Auf jeden Fall ein klasse Spiel.

dennisbowen: Es ist South Park!!!!! Super umgesetzt, auf den Punkt Humor (wenn man ihn mag) und es hat sich auch vom Gameplay her entwickelt. Ich hatte unglaublich unterhaltsame 23 Stunden.

Heartz_Fear: Mit dem Sequel hielt auch endlich die deutsche Vertonung Einzug. Für mich ein deutlicher Pluspunkt zum Vorgänger. Dennoch gefiel mir das klassische JRPG-Kampfsystem des Vorgängers besser als die Strategieanleihen. Auch hatte Der Stab der Wahrheit gefühlt mehr Kreativität zu verzeichnen. Für einen möglichen dritten Teil wäre doch jetzt ein Echtzeitsystem angebracht?

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coxi: Wie beim Vorgänger musste ich einfach immer wieder richtig laut loslachen. Das Kampfsystem fand ich toll, die vielen Nebenmissionen halten bei Laune und überhaupt ist der Stil und der Humor genau meine Linie. Selten war ein Videospiel so gesellschaftskritisch und zeitgemäß unterwegs. An einigen Stellen bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Und: Können wir bitte die "Microaggression" in der realen Welt einführen? Danke!

Bloodshed82: Ich mag Ubisoft nicht. Wirklich nicht. South Park war trotzdem ein Volltreffer. Vermutlich deshalb, weil man da nicht allzu viel falsch machen kann, sofern die Serienschöpfer an der Story mitschreiben (was sie zum Glück getan haben). Alles in allem sehr unterhaltsam und eine gute Alternative, um die Wartezeit bis zur nächsten Staffel zu überbrücken.

kingscrown: Genial lustiger Ausflug in mein liebstes Städtchen South Park. Leider nicht mehr ganz so derb brachial wie der Vorgänger. Aber dennoch Pflicht für jeden South-Park-Fan.

12. Uncharted: The Lost Legacy

(Naughty Dog / Sony) - Uncharted: The Lost Legacy Test

Martin: Das war das beste Spiel, das nie jemand brauchte. Oder vielleicht doch, immerhin zeigt es zart die Möglichkeit eines Lebens für die Reihe nach Nathan Drake.

Benjamin: Bin gerade dabei, die Vorgänger alle durchzuspielen, erst danach ist Platz und Zeit für The Lost Legacy.

Alex: Liegt noch auf dem Stapel, was mehr über dieses Jahr aussagt als über meine Spielgewohnheiten.

Gregor: Nach dem Vierer hätte ich in meinem Leben eigentlich kein weiteres Uncharted gebraucht und Lost Legacy hat an dieser Einstellung nur bedingt gerüttelt. Viel routinierter, nach wie vor konkurrenzlos fett inszenierte Action; allerdings schaue ich Uncharted inzwischen aber lieber als ich es spiele - wäre da nicht das Open-World-artige "Westghats"-Level gewesen. Verflucht clever, wie Naughty Dog das streng narrative und gescriptete Spielkonzept hier mit einer offenen Welt kombiniert hat. Wenn es mit der Reihe weitergeht, dann bitte ausschließlich in dieser Richtung.

Sebastian: Es beginnt gut und im vierten Kapitel mit einem tollen Ausblick darauf, was das nächste Uncharted auf noch größerer Fläche anpacken dürfte. Weiter mit rüttelfester Action und Erdrutschen in gewohnter Naughty-Dog-Klasse. Und spätestens beim Auftauchen des Drake-Bruders, eingespannt zwischen den beiden an und für sich nicht allzu interessanten Hauptfiguren, zeigt sich wieder Naughty Dogs Verständnis dafür, wie man Menschen in Videospielen abbilden sollte: wie Menschen. Was in technisch getriebenen Videospielen wiederum sehr schwierig ist, zugegeben. Sie sind auch die einzigen Entwickler, die den Film mitsamt seiner Stilmittel kopieren dürfen und sich dabei nicht komplett lächerlich machen.

Markus Hensel: Verdammt, noch so ein Teil, dass in Vergessenheit auf dem Stapel der Schande gelandet ist. Die Top 50 erinnern mich jedes Jahr nur immer daran, was ich verpasst habe und noch nachholen muss.

Dim123: Der Beweis, dass es nicht unbedingt einen Nathan Drake für ein gutes Uncharted braucht. Toller Sommerblockbuster!

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Hoedi: Ein gekonnter und spielerisch ansprechender Versuch, Uncharted mal NICHT aus der Sichtweise von Drake zu zeigen.

Asgar: Mein Platz 2. Auch ohne Nathan Drake ein echtes Uncharted. Erreicht zwar nicht die Klasse von Teil 4, aber das war auch nicht zu erwarten. Es ist grafisch und von der Abwechslung her immer noch besser als die meisten anderen Games. Von den Panoramen und Schauwerten, die in Indien geboten werden, ist es sogar teilweise die Nr. 1 der Reihe. Lost Legacy zeigt auch, warum Uncharted immer noch etwas reizvoller ist als Tomb Raider (obwohl das auch sehr gut aufgeholt hat). Aber die Leute von Naughty Dog scheinen einfach besser zu wissen, worauf es ankommt: In einem Abenteuerspiel möchte ich tolle und schöne Gegenden entdecken. Darum ist ein grüner Dschungel in vielen Facetten auch besser als eine russische Eislandschaft in grau und braun.

Lisaniel: Kein Meilenstein, aber mit Uncharted konnte man noch nie was falsch machen.

Reaver_411: Uncharted ist tot, es lebe Uncharted! Nach einem absolut perfekten Abschluss für Nathan Drake geht es mit Chloe in der Hauptrolle auf zu neuen Abenteuern. Ich hatte wieder sehr viel Spaß und die offeneren Umgebungen haben der Serie echt gut getan. Dazu kommen die gewohnt guten Dialoge und die herausragende Synchronarbeit von Claudia Black und Laura Bailey. Ich hoffe, das war nicht unser letzter Ausflug, den beiden Damen würde ich wohl überall hin folgen. Nur bitte bitte, lasst Drake im Ruhestand. Ich will wenigstens mal einen Spielcharakter sehen, dessen Abschied auch wirklich einer war....

BlackGun: BANG, BOOM, KRACH!!! Willkommen bei Uncharted: The Lost Legacy. Wer die Reihe kennt, wird auch hier sehr viel Spaß haben. Wer nicht, der sollte mal probespielen. Unbedingt.

gisu: Nach dem großartigen UC4 war das eben noch das letzte Zuckerli. Ich war überrascht, dass es ohne Nathan so gut funktioniert hat. Grafisch noch mal eine leichte Schippe oben drauf.

Heartz_Fear: Auch bei dem kleinen Ausflug mit Chloe und Nadine hat sich grundlegend nichts an der bekannten und beliebten Reihe geändert. Die Areale wurden offener, aber sehen immer noch Uncharted-typisch umwerfend aus. Die kleine Geschichte lässt sich Zeit, um den beiden Ladys ausreichend Charakter zu geben, aber ist dennoch voller Action und Humor. Man bekommt am Ende Qualität, wie sie nur Naughty Dog bieten kann und das reicht eben jedes Jahr wieder für einen Platz in der (meiner) Top 10.

Psalm23: Man sieht The Lost Legacy nicht an, dass es nur ein Add-On ist. Es ist - wie Uncharted 4 und wie von Naughty Dog gewohnt - großartig gestaltet und bietet eine spannende Geschichte!

saxxonde: Ursprünglich als DLC zu Uncharted 4 gestartet, wurde das Projekt immer größer und schließlich zu einem vollwertigen Spin-Off weiterentwickelt. Dass mir ausgerechnet dieses Spin-Off besser gefallen würde als alle Uncharted-Teile davor, hab ich nicht kommen sehen. The Lost Legacy schafft das, was keiner der vorherigen Teile geschafft hat: Ein ausgewogenes Pacing. Zum Teil liegt das sicher an seiner relativen Offenheit und der damit verbundenen Möglichkeit, das Pacing selbst zu bestimmen. Allerdings liegt ein großer Teil dessen auch in den Händen der Entwickler bei Naughty Dog, die endlich einmal das richtige Gespür hatten. Wo Uncharted 1 bis 3 immer ein wenig zu viel Action hatten und Uncharted 4 ein bisschen zu wenig, trifft Lost Legacy genau den richtigen Ton. Außerdem gibt es die Elefanten-Szene und die ist schlicht und ergreifend der schönste Videospielmoment, den ich dieses Jahr erlebt habe.

gott777: Hm, ein kleines Add-On zu einer eigentlich abgeschlossenen Spielereihe, soll ich das wirklich kaufen? Naja, ich habe gerade nichts mehr zu spielen und im Sonderangebot (für die Jüngeren unter uns: Sale) ist es auch, greifst du halt mal zu und drückst auf Start… Das war der Moment, als das Spiel zugriff und mich für die kommenden Tage nicht mehr los ließ. Der erste Teil in der indischen Stadt schreckte mich erst mal ab, dachte ich doch, einen Schlauch-Shooter zu spielen (was UC ja meist war). Doch dann kam ich im eigentlichen Zielgebiet an und dachte nur "Genau hier würde ich gerne mal Urlaub machen". Selbst meine Frau mit Spielephobie sagte nur "Wow, sieht das toll aus". Doch schnell war die Karte abgearbeitet und man dachte die letzte Tür zu öffnen, doch da kam ja noch mehr, noch viel mehr… Kennt ihr das? "Ich komme gleich ins Bett, das Spiel ist gleich zu Ende" und legt dann doch erst um 1 Uhr den Controller zur Seite und denkt sich "na gut, morgen habe ich es dann wirklich durch" und schafft es am nächsten Tag wieder nicht? So viel solider Inhalt (Content) für das Geld ist wirklich mehr als fair.

11. Hellblade

(Ninja Theory) - Hellblade Test

Gregor: Spiele müssen nicht zwingend Spaß bereiten, um gut zu sein, das dürfte inzwischen auch in den hintersten Reihen angekommen sein. Ganz so genau hätte es Ninja Theory damit aber nicht nehmen müssen, spielerisch nämlich ist das hier ähnlich dünn wie Senuas Nervenkostüm. Entscheidender ist daher auch der metaphorische Kampf gegen die inneren Dämonen der labilen Protagonistin, ein Kampf, dessen zunehmender Aussichtslosigkeit beizuwohnen eine Erfahrung ist, wie ich sie bislang noch nie machte. Während andere Spiele unangenehme Themen oder gar Tabus geflissentlich umschiffen, seziert Senua's Sacrifice psychische Störungen in all ihrem Grauen und macht sie damit auch Menschen begreiflich, die dieses Phänomen bislang nur von außen betrachten konnt. Das macht Hellblade, trotz aller Schwächen, zu einem der spielenswertesten Spiele überhaupt. Nicht nur in diesem Jahr.

Martin: Kann ein AAA-Publisher-verwöhntes Studio einfach so Indie gehen und immer noch AAA bringen? Nein, aber das liegt mehr daran, was diese drei As heute bedeuten. Vor fünf oder zehn Jahren wäre Hellblade sicher genau das gewesen, zu Zeiten der 360 und PS3 - tolle Technik, recht lange Spielzeit, aufwändige Story. Heute jedoch beinhaltet ein AAA aus Publisher-Sicht fast schon zwangsweise einen Season-Pass, andere DLC-Inhalte, natürlich eine Form des zumindest asynchronen Multiplayers und mittlerweile wohl auch eine Art von Lootboxen. Das AAA wandelte sich von 10-bis-20-Stunden Solo-Abenteuer in eine dauerhafter laufende Spielwiese, Assassin's Creed vollendet diesen Wandel gerade. Hellblade ist das nicht, und ich denke auch nicht, dass das mit dem limitierten Budget machbar ist. Gut so, denn es wäre doch schade, wenn diese Art Spiel, hochwertige Produktion und klassisches Action-Adventure, ganz aussterben würde. Und eine coole Story hat es auch noch. Jetzt muss ich Hellblade nur noch spielen.

Markus Grundmann: Hellblade gehört zu jenen Spielen, mit denen ich 2017 überhaupt nicht gerechnet habe. Dass es gerade ein Spiel mit einem so rauen Szenario schafft, ein Thema wie psychische Erkrankungen zu thematisieren - das ist nicht nur eine tolle Leistung der Entwickler, es zeigt auch, wie weit das Medium Videospiel inzwischen gekommen ist. Und es demonstriert, dass auf dem Markt zwischen den Triple-A-Krachern und den Indie-Geheimtipps noch Platz ist.

Benjamin: Würde ich gerne spielen. Nicht nur, um Ninja Theorys Entwicklungsansatz zu unterstützen, sondern auch, weil mich die Thematik interessiert. Muss aber noch ein bisschen warten.

Alex: Ich will ehrlich sein: Ich habe lange überlegt, ob ich Senua die silberne Plakette anhefte. Am Ende gab den Ausschlag doch eher die Leistung, die es darstellte, als kleines Team wie Ninja Theory zum Nice Price ein Spiel dieser audiovisuellen und gestalterischen Qualität auf die Beine zu stellen. Die doch recht eintönige Erzählung dagegen hat mich nie so ganz abgeholt. Musste es auch nicht. Dieses Projekt war schon alleine deshalb ein schönes, weil sich viele an einer Psychose leidenden Menschen von Hellblade verstanden fühlten. Das ist wichtiger als meine speziellen dramaturgischen Ansprüche.

Ilsildur: Habs noch nicht gespielt. ist aber wegen der Thematik und wie diese visualisiert wird sehr interessant und wichtig.

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shivaslover: Bricht man dieses Spiel rein auf seine Gameplay-Mechaniken und das Leveldesign herunter, kommt zwar immer noch ein solides, aber sicher nicht herausragendes Spiel heraus. Nette Rätsel und ein spaßiges, wenn auch nicht übermäßig komplexes Kampfsystem bilden nicht mehr als die Basis für dieses Erlebnis. Was diesen Titel wirklich so besonders macht, ist einerseits das eindrucksvolle Art-Design, welches die nordische Mythologie in eindrucksvollen Bildern lebendig macht, andererseits ist es die Heldin des Spiels. Keine Lara "ich schieße auch als verstörte Teenagerin noch problemlos ganze Söldnertrupps zu Klump" Croft, sondern eine schwer traumatisierte Frau, welche mit ansehen musste, wie ihr Heimatdorf abgefackelt und ihr Liebster ermordet wurden. Nun versucht sie wie im Wahn, ihren toten Freund wenigstens vor den Qualen der Hölle zu bewahren und begibt sich auf eine gefahrvolle Reise durch die Unterwelt. Dabei leidet sie die ganze Zeit unter einer schweren Psychose, welche von den Entwicklern sehr gut umgesetzt wurde, vor allem durch ständig hörbare Stimmen im Kopf der Protagonistin. Ein Stilmittel, welches durch Kopfhörer noch mal wesentlich beängstigender auf den Spieler wirkt. Da ich in meinem privaten Umfeld ebenfalls schon mit dem Thema Psychose konfrontiert wurde, bin ich sehr vorsichtig an dieses Spiel herangegangen, bereut habe ich es dann aber zu keinem Zeitpunkt. Platz 3 und hochverdient auf dem Treppchen.

SectionOne: Fantastisches Art-Design kombiniert mit einer Heldin, die einem unter die Haut geht! Ach Ja, und der Sound... Der Sooouuuunnnnd...

torhal: Wow, was für ein Höllentrip. Ähnlich wie bei Horizon gilt auch hier, dass nicht alles perfekt war. Aber das Zusammenspiel aller Elemente, kombiniert mit der tragischen und mit viel Fingerspitzengefühl vorgetragenen Geschichte, ist ein Lehrstück dafür, was auch mit kleinem Budget möglich ist.

dennisbowen: Super Story, tolle Darstellerin, geniales Setting und ein tiefgründiges Thema angefasst und bearbeitet, ohne in Klischees abzudriften.

gisu: Tja wenn Indie einmal zeigt, wie man Triple-A macht. Das hat mich richtig überrascht, gerade in der Spieltiefe mit dem Thema Psychose.

sxBI0H4Z4RDxm: War eine interessante Reise. Eine Story, die aufwühlt, bewegt, mitreißt und zum Nachdenken anregt, also genau nach meinem Geschmack. Das unangetastete Thema der Psychose fand ich gut umgesetzt, auch wenn es manche unrelevanten Längen nicht gebraucht hätte. Nächstes Mal aber gerne wieder ein Kung Fu Chaos oder ein Enslaved. ;)

ChaoticSonic: Spielerisch mag es nun nicht die Krone der (Gameplay-)Schöpfung verdient haben, aber atmosphärisch sicher. Ninja Theory schultert mit einem Triple-A-Indie-Titel mal eben das sehr heikle Thema "psychische Krankheiten" und verarbeitet das Ganze zu einem beeindruckenden Trip. Indie-Spiel des Jahres für mich und somit mein zweiter Platz.

adventureFAN: Vom Gameplay her jetzt nicht das beste Spiel dieses Jahres, aber die Geschichte um Senua und ihre Krankheit ist mutig und aufschlussreich. Mag sein, dass die psychischen Störungen nicht vollkommen gut dargestellt wurden, aber dem Mut der Entwickler, sich einem solchen Thema anzunehmen, ist definitiv Respekt zu zollen.

BAZlNGA: Von wegen Spiele zu produzieren wir immer teurer. Wenn ein Team den "Großen" zeigt wie's richtig geht, dann kommt auch der Erfolg (siehe Stardew Valley). Eines der (meiner Meinung nach) wenigen Story-basierten Spiele in diesem Jahr, das auch rundum gelungen ist. Kaufempfehlung. Und mit 9 Stunden Spielzeit ein Must-Have für ein gelungenes Wochenende!

Capricorn: Auch hier überwiegt die Atmosphäre für mich alle anderen Elemente. Mag etwas monoton werden, ist dennoch grandios.

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