Code Vein, Soul Calibur 6, Ni No Kuni 2 und... PAC MAN!!!

Die kommenden Highlights von Bandai Namco

Das 2018er-Programm des japanischen Publishers Bandai Namco kann sich sehen lassen und wird sicherlich ganz besonders Anime-Fans mit Spielen, wie Dragon Ball FighterZ, Seven Deadly Sins, Digimon Story: Cyber Sleuth - Hacker´s Memory oder einem weiteren Sword Art Online-Ableger erfreuen. Ich konnte bei der Veranstaltung ausgiebig die kommenden Titel anspielen und habe vier, meiner Meinung nach, spannende Spiele aus dem üppigen Line-up herausgesucht:

Code Vein

Der Begriff Souls-like wird ja mitunter recht inflationär benutzt, wenn es darum geht den Schwierigkeitsgrad eines Spiels zu benennen. Da heißt es dann etwa: Das Dark Souls unter den Shootern, Puzzlespielen oder Ponyhofsimulationen, wenn die Lernkurve mal was höher liegt und eine Mission nicht im Blindflug zu bewältigen ist. Bei dem postapokalyptischen Action-RPG Code Vein passt der Vergleich aber auf den Punkt. Ähnlich wie bei den Spielen von From Software oder Klonen wie Nioh oder The Surge, müssen die Verhaltensmuster der monströsen Gegner genau studiert und das eigene Rüstzeug aus dem Effeff beherrscht werden, wenn die Reise nicht schon nach ein paar Begegnungen ein frustrierendes Ende finden soll. Also ein weiterer reiner Dark Souls-Klon? Glücklicherweise nicht, denn zum einen hebt sich die düster-dystopische Welt, in der die letzten überlebenden Menschen gegen die herrschende Klasse der Vampirlords aufbegehren, deutlich von dem Fantasy-Setting der Souls-Reihe ab.

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Zu zweit killt es sich besser: In Code Vein könnt ihr einen KI-gesteuerten Begleiter mit auf die Reise nehmen.

Zum anderen haben sich die Entwickler der Bandai Namco Studios einige spannende spieltechnische Besonderheiten einfallen lassen. So kann ich meinen Helden optional von einem Mitstreiter begleiten lassen, häufiger zumindest als in den Souls. Bei meinem Probespiel hatte ich eine junge Frau mit dem Namen Mia dabei, die sich mutig in den Kampf geworfen und mir so die nötige Rückendeckung für die durchaus knackigen Begegnungen mit diversen monströsen Gestalten gegeben hat. Ein weiterer Vorteil: zweimal kann mich Mia zum Leben erwecken, wenn ich nach wenigen Treffern das Zeitliche gesegnet habe. Das war besonders bei einem Bosskampf in den Ruinen einer Großstadt extrem hilfreich, denn der angetroffene Vampirritter verfügte über unangenehm mächtige Angriffe, die meinen mageren Lebensbalken schnell aufzehrte.

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In Zwischensequenzen wird euch die Geschichte der postapokalyptischen Welt, in der nun Vampirlords herrschen, nähergebracht.

Es wird im fertigen Spiel eine ganze Reihe unterschiedlicher Weggefährten geben, die alle über unterschiedliche Fertigkeiten verfügen, sozusagen wandelnde Perks. Macht die Sache auf jeden Fall schon mal leichter. Das Kampfsystem wird Dark Souls-Veteranen gefallen: Es gibt zwar keine Schilde, aber dafür eine effektive Ausweichrolle, mit der sich der Protagonist aus brenzligen Situationen retten kann. Angegriffen wird mit einem Arsenal aus Nah- und Fernkampfwaffen, wie einem überdimensionalen Schwert, das natürlich in einem japanischen Action-Rollenspiel nicht fehlen darf, Armbrüsten oder auch flinken Dolchen. Zusätzlich kann der Held noch eine ganze Reihe Fertigkeiten erlernen und beispielsweise sein Mordinstrument zeitweise elektrisch aufladen. Die Kämpfe sind wie in den Souls-Spielen eher ein Todesballett, bei dem hektisches Knöpfchendrücken rein gar nichts bringt und waren in der angespielten Version durchaus fordernd.

Soul Calibur 6

Nach fünf langen Jahren Prügelpause geht es für die Soul-Calibur-Reihe in diesem Jahr mit dem sechsten Hauptteil weiter. Passend zum 20-jährigen Jubiläum der Serie, wenn man ein Auge zudrückt und nicht bei dem schon 1996 erschienenen Soul Edge anfängt zu zählen, wird ein Reboot erscheinen, das die Geschichte um die beiden von mysteriösen Mächten beseelten Schwerter Soul Edge und Soul Calibur aufgreift. Dank Unreal Engine 4, die auch in Tekken 7 zum Einsatz kam, ist Soul Calibur 6 optisch ordentlich aufpoliert, mit einigen neuen Gameplay-Elementen versehen und erstmals können auch PC-Spieler in den Arenen antreten. In der spielbaren Demo standen mir mit den Veteranen Sophitia Alexandra und dem hünenhaften Samurai Heishiro Mitsurugi nur zwei von insgesamt gut zwanzig Recken zur Verfügung.

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Samurai Mitsurugi holt zum Critical Edge, dem individuellen Masterangriff jedes Streiters, aus.

Mein erster Eindruck: Die Entwickler setzen auf Anfängertauglichkeit, der Schlagabtausch geht somit flott von der Hand und gegen ebenbürtige Gegner oder die in der Demo noch sehr gnädig agierende KI, gelingt mir der Sieg, ohne mir komplexe Tastenkombinationen merken zu müssen. Neben den Standardschlägen gilt es vor allen den individuellen Masterangriff jeder Spielfigur, den Critical Edge, zu beherrschen. Dieser sorgt für enormen Schaden, wenn der Gegner durch die Wucht der Treffer dann hoch in die Luft geschleudert wird und beim Aufschlag ein Loch im Boden hinterlässt. Neu ist der Reversal Edge, bei dem nach dem Blocken eines Angriffs direkt zu einem Gegenangriff übergegangen werden kann. Ein richtiger Kombobrecher, der mit nur einem Tastendruck einen Angriff abwehrt und im Gegenzug den Gegner um ein gutes Stück seiner Lebensleiste beraubt. Wenn denn das Timing stimmt, verpasse ich den richtigen Augenblick und stecke ich ordentlich Keile ein, anstatt meinen Kontrahenten ungespitzt in den Boden zu rammen.

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In der Demoversion konnte ich mich mit Mitsurugi und Sophitia prügeln, beides altgediente Recken der Serie. Im fertigen Spiel werden es dann über 20 neue und bekannte Kämpfer sein.

Die Eintasten-Steuerung klingt nach Simplifizierung, aber Prügel-Profis können die Duelle mit weiteren optisch opulenten Schlagkombinationen aufpeppen. Mit dem Soul Charge beispielsweise kann ein verloren geglaubter Kampf noch im letzten Augenblick für sich entschieden werden. Dazu wird eine Weile innegehalten und Energie gesammelt, bis es für den Spezialangriff reicht, der den eigenen Streiter für eine kurze Zeitspanne deutlich stärker macht. Allerdings ist während des Sammelns aber auch keine Gegenwehr möglich, der Zeitpunkt muss also gut gewählt sein, zum Beispiel direkt nach einem Niederschlag des Gegners. Sonst wird es sehr schnell sehr ungemütlich. Fans wird es freuen, dass auch der Lethal Hit wieder mit im Repertoire ist. Mit einem solchen Treffer zerstört ihr Rüstungsteile des Gegners und könnt dann Mitsurugi nur im Lendenschurz bewundern. Oder Sophitia den Minirock und das eigentlich sowieso schon viel zu knappe Oberteil entfernen. Nennen wir es eine Hommage an Dead or Alive...

Ni No Kuni 2

Ich habe die stimmungsvolle Geschichte und die Studio Ghibli-Optik von Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin einfach geliebt. Das der Nachfolger so lange auf sich warten lässt und bereits schon zweimal verschoben wurde, ist ärgerlich, aber schmälert nicht die Vorfreude. Auf der Veranstaltung konnte ich einen, leider recht kurzen, Blick auf Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs werfen. Und was ich gesehen habe, hat gefallen. Die knuddelige Optik ist dank Charakterdesigner Yoshiyuki Momose erhalten geblieben, auch wenn diesmal keine offizielle Ghibli-Kooperation eingegangen wurde, und mit den neu eingeführten Echtzeitkämpfen kommt mehr taktische Tiefe ins Geschehen.

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Auch ohne offizielle Studio Ghibli-Kooperation bekommt ihr wieder die schicke Anime-Optik des Vorgängers.

So bekämpfe ich in der Demo einen Lavamonster-Endboss, der mich wenig überraschend mit Feuerangriffen eindeckt. Neben meinen Partymitgliedern habe ich jetzt auch die Befehlsgewalt über Trupps freundlicher Geister, den Higgledies. Wie Pikmins verfügen die kleinen Wesen über unterschiedliche Eigenschaften, die meinem Helden Evan aus der Patsche helfen. Im konkreten Fall aktiviere ich eine Einheit Higgledies, die mich gegen Feuerschaden schützt. So ist der Boss schon deutlich weniger gefährlich. Die Kämpfe sind flott, ich kann zwischen den menschlichen Charakteren wechseln, schlagen, zaubern, Bomben werfen und eben meine hilfreichen Geister einsetzen. Gefällt, auch wenn ich das Monster zähmen und für mich antreten lassen aus dem ersten Teil schon vermisse.

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Neu dabei ist der Kingdom-Mode, bei dem ihr euch euer eigenes Königreich aufbauen könnt.

Aber nicht nur bei den Kämpfen haben die Entwickler von Level-5 neue Wege beschritten. So kann ich mir mit meinem Helden, dem jungen Evan, im Kingdom Mode ein eigenes Königreich aufbauen und von der Magierschule und Waffenschmiede bis zum Krämerladen alles errichten, was man als Herrscher eben für die Versorgung mit Items, Ausrüstung und Zaubersprüchen auf der langen Reise braucht. Allerdings finden sich schnell Neider, wenn ihr euer Königreich langsam aber sicher ausbaut und von Zeit zu Zeit muss sich Evan gegen feindliche Truppen zur Wehr setzen. Ihr befehligt bei einem Angriff dann unterschiedliche Einheiten und schickt diese über ein Schlachtfeld, räumt dabei Barrikaden aus dem Weg, greift feindliche Stellungen an und sollt den Gegner vernichtend schlagen. Wichtig ist dabei die Auswahl der ins Feld geschickten Truppenteile, denn die wuseligen Konfrontationen laufen nach dem Stein, Schere, Papier-Prinzip ab. Neben dem klassischen Rollenspiel, gibt es also eine Sim-Königreich-Komponente und etwas Echtzeitstrategie. Keine schlechte Idee.

Pac-Man Championship Edition 2 Plus

Eine schöne Überraschung war für mich die Nintendo Switch-Version der schon zwei Jahre alten Pac-Man Championship Edition 2. Die kunterbunte Neuauflage des Arcade-Klassikers kommt zwar in manchen Modi ein wenig arg effektüberladen rüber und erinnert eher an Tempest auf Speed als an die guten alten Wakka-Wakka- Zeiten, war aber auch schon auf PS4, Xbox One und PC ein äußerst unterhaltsamer Zeitvertreib. Der kräftig aufgebohrte Oldie kommt nun in schicker neonfarbener 3D-Optik, Massen an frischen Labyrinth-Layouts und alternativen Spielmodi, wie einem Geisterzug, bei dem sich eine immer länger werdende Schlange an Geistern durch die Gänge bewegt, daher und bietet zusätzlich Bosskämpfe. Was mir bislang gefehlt hat, war ein Zweispieler Koop-Modus, bei dem man zusammen mit einem Freund oder Freundin auf die Jagd nach Blinky, Pinky, Inky und Clyde gehen konnte. Mein Wunsch wird jetzt auf der Switch erfüllt und die gemeinsame Highscore-Hatz war ein echtes Gute Laune-Highlight.

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Das gibt es nur auf der Nintendo Switch: Einen richtig gut gelungenen Zweispieler Koop-Modus für die Pac-Man Championship Edition.

Entwickler/Publisher: Level-5 / Bandai NamcoErscheint für: PS4, PC - Geplante Veröffentlichung: 23. März 2018 - Angespielt auf Plattform: PS4

Entwickler/Publisher: Project Soul / Bandai Namco Erscheint für: PS4, PC - Geplante Veröffentlichung: 2018 - Angespielt auf Plattform: PS4

Entwickler/Publisher: Bandai Namco Studios / Bandai Namco Erscheint für: PS4, Xbox One, PC - Geplante Veröffentlichung: 2018 - Angespielt auf Plattform: PS4

Entwickler/Publisher: Bandai Namco Studios / Bandai Namco Erscheint für: Nintendo Switch - Geplante Veröffentlichung: 22. Februar 2018 - Angespielt auf Plattform: Nintendo Switch

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Über den Autor:

Ulrich Wimmeroth

Ulrich Wimmeroth

Freier Autor

Mag Rollenspiele und Ego-Shooter, sammelt Retro-Konsolen und nutzt seinen PC hauptsächlich zum Schreiben über Spiele. Und für Strategie natürlich. Und das seit Dekaden.

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