Das Wichtigste vorab: Die aktuelle Hauptquest ist, zumindest bis ihr Herrn Diwisch in Talmberg erreicht, eine zeitkritische. Trödelt ihr zu lange herum, erinnert euch der Game-Over-Bildschirm daran, warum das eine dumme Idee war. Das Zeitlimit ist tatsächlich sehr knapp bemessen, sodass ihr nur Zeit habt, das Nötigste zu erledigen, ehe ihr via Pferd oder Schnellreise nach Talmberg reist. Denkt zudem daran, dass die Schnellreisefunktion zwar außerordentlich bequem, aber auch ein gutes Stück langsamer als eine manuelle Reise auf eurem Gaul ist.

Besonders fies ist dieser latente Zeitdruck, da euch in wenigen Minuten eine große Schlacht bevorsteht, die in etwa mit jener aus der früheren Hauptmission "Feuertaufe" zu vergleichen ist. Ihr solltet euch also entsprechend vorbereiten, was ein wenig dauern könnte, da euch im Banditenlager gerade eben erst alle Besitztür abgenommen worden. Immerhin könnt ihr euch in der bevorstehenden Massenkeilerei auf deutlich kampferprobtere Mitstreiter verlassen, die sich auch ohne euer Zutun prima, ähem, schlagen. Theoretisch ist es sogar möglich, während der Auseinandersetzung keinen Finger krumm zu machen und sie trotzdem zu gewinnen - darauf wetten würden wir aber nicht. Dennoch: Im Vergleich zur Feuertaufe ist dieser Kampf insgesamt doch deutlich leichter zu bestehen, sodass ihr es mit der Vorbereitung nicht übertreiben müsst.

In der Rüstkammer mit neuer Ausrüstung eindecken

Habt ihr eure Ausrüstung unserer Lösung entsprechend vor der vorherigen Quest in einer Schlafplatz-Truhe gelagert, könnt ihr sie zum Start von "Rache" direkt wieder aufnehmen. Kramt dafür einfach in der Kiste am Fuße des Bettes, in dem Heinrich eine wohlverdiente Mütze voll Schlaf bekommen hat.

Tretet danach vor die Tür, wo euch Bernard bereits erwartet. Erzählt ihm von eurer kleinen Ausrüstungs-Misere, dann drückt er euch den Schlüssel für die Rüstkammer in die Pranke (das funktioniert übrigens auch dann, wenn ihr eure Sachen eben erst wieder aus der Truhe erhalten habt). Haltet euch nun rechts, geht durch die Tür im Erdgeschoss und im schmalen Gang dahinter direkt wieder durch die erste Tür rechts.

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Links, rechts, oben und unten - überall liegt neuwertige Ausrüstung herum. Wenn das ein Traum ist: Weckt Heinrich bloß nicht auf!

Ihr steht nun in der königlich gefüllten Rüstkammer, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sammelt gezielt alle Dinge ein, die euch ins Auge springen, oder noch besser: Stopft eure Taschen gleich mit allen Gegenständen voll, um sie in eurer Truhe zu lagern und später peu à peu an Händler zu verticken (aktuell habt ihr dafür zu wenig Zeit). Lasst euch derweil nicht vom "Stehlen"-Hinweis im Inventar verwirren, wenn ihr euch gerade an der bereitgestellten Ausrüstung bedienen wollt: Sofern ihr den Schlüssel von Bernard erhalten habt, gilt es nicht als Diebstahl, die hiesigen Güter in eure Tasche wandern zu lassen.

Legt die bestmögliche Ausrüstung an und verstaut den restlichen Kram in eurer Truhe oder der Satteltasche eures Pferdes. Damit habt ihr euer Zeitfenster schon beinahe ausgereizt. Für anderthalb wichtige Besorgungen (etwa einer Shoppingtour beim Alechemisten, wo ihr Heiltränke kaufen könnt) reicht die Zeit noch, danach solltet ihr euch aber dringend nach Talmberg auf die Socken machen. Schlaft aber auf keinen Fall mehr im Bett, da selbst eine vertrödelte Stunde bereits zu viel sein kann!

Sobald ihr Herrn Diwisch in seiner Talmberger Burg ansprecht, beginnt eine lange, mehrteilige Folge sehr imposanter Zwischensequenzen. Direkt im Anschluss bricht bereits der Kampf los.

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Grimmig gucken können sie jedenfalls.

Banditenlager stürmen

Habt ihr den Aufbau des Lagers während der vorherigen Mission genaustens studiert, tüfteln die Männer anhand von Heinrichs Informationen einen wasserdichten Schlachtplan aus, ehe ihr im Mondschein schließlich auf das Camp zustürmt. Folgt den Männern vor euch und wartet, bis sie das Tor mit einer Ramme aufgewuchtet haben.

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Zu Beginn könnt ihr euch noch fein raushalten. Später im Grunde aber auch.

Nun gilt es, das Tor zu sichern. Wie gesagt, ihr könnt euch während der gesamten Schlacht zurückhalten und solltet sie trotzdem problemlos gewinnen können. Das ist umso wichtiger, da das Spiel während dieser Hauptquest keinen Speicherstand anlegt. Solltet ihr also ins Gras beißen, müsst ihr zwangsläufig von vorn beginnen. Muss ja nicht sein. Solltet ihr euch dennoch ins Getümmel stürzen wollen, ist die wenig ehrenvolle, aber hocheffektive In-den-Rücken-fallen-Taktik zu empfehlen. Nutzt das Chaos und rammt eure Waffe ausschließlich Feinden in den Rücken, die bereits in einen Kampf verwickelt sind. Auf diese Weise könnt ihr ohne größere Gefahr (ihr solltet natürlich weiterhin auf euer Umfeld achten) ein paar gute Treffer landen und einige böse Buben auf die Bretter schicken.

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Die Brandpfeile eurer Armee haben bereits ordentlich gewütet.

Rücke über den verbrannten Boden vor und sichere diese Position

Jetzt kann es kurz undurchsichtig werden. Sobald linker Hand eine große Gruppe an Bogenschützen steht, müsst ihr lediglich den verbrannten Boden rechts von ihnen entlangrennen. Folgt dem Pfad, bis das Ziel als erledigt gilt. Anschließend greift ihr gemeinsam mit weiteren Verbündeten das obere Tor an und sollt die Feinde schließlich ein für alle Mal besiegen. Erst wenn auch der letzte Bandit während dieser finalen Auseinandersetzung im Staub liegt, habt ihr das Lager erfolgreich eingenommen.

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In der Truhe links findet ihr eure konfiszierte Ausrüstung. Mit dem Brief auf dem Tisch geht ihr hingegen zurück zu Hanusch und Radzig.

Gehöft durchsuchen und Sachen zurückholen

Ist wieder Ruhe in Camp eingekehrt, solltet ihr fürs Erste die erledigten Feinde plündern. Einige von ihnen haben ganz nette Ausrüstung am Leib, die ihr zumindest für ein paar Groschen verkloppen könnt, wenn ihr sie schon nicht selbst nutzen wollt. Geht danach in Eriks Raum und sammelt endlich euren konfiszierten Kram aus der Truhe links vom Schreibtisch ein. Danach nehmt ihr den Brief aus Wranik vom Tisch und lauft damit zurück zu Hanusch und Radzig. Die letzte Sequenz der Quest erklärt dann auch, warum das Lager so leicht einzunehmen war …

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