Es ist an der Zeit für eine lang überfällige Rückkehr nach Lordran. Wir haben bereits zahlreiche frühe Bereiche im Dark Souls Remaster gesehen, vom Undead Asylum bis hin zum Taurus Demon, und jüngst im Netzwerk-Test auch bis zu den Bell Gargoyles. Die Performance war durch die Bank weg beeindruckend auf Xbox One und PS4. Aber für viele gibt es nur einen Performance-Test, der tatsächlich wichtig ist: Blighttown.

Als Performance-Maßstab ist Blighttown bekannt und legendär, aber bislang konnten wir es nicht testen. Selbst ohne die stotternde Framerate ist es ein dunkler, strafender und schwieriger Bereich. Sich biegende Holzplattformen, Aufzüge, Leitern, giftige Wespen, Stein-werfende Golems und ein giftiger Sumpf erwarten euch hier. Mit all dem musstet ihr in der üblichen Trial-and-Error-Vorgehensweise zurechtkommen, aber die schlechte Performance machte es nur noch schwerer. All die Strukturen - besonders das komplexe Aufzugsystem - hatten einen heftigen Einfluss auf die Framerate. Im Jahr 2011 war es unmöglich, über die dortigen 15 FPS zu ignorieren - ein Tiefpunkt, der alleine schon durch die Umgebung erreicht wurde, noch bevor Gegner in Sicht waren. Tatsächlich wurde der Bereich so stark nach der Veröffentlichung auf Xbox 360 und PS3 kritisiert, dass sich From Software für den Zustand der gesamten Performance des Spiels entschuldigte.

In Kombination mit dem hohen Schwierigkeitsgrad war es eine echte Plackerei, selbst via Abwärtskompatibilität auf der Xbox One X ist die Performance schwach. Auf dem PC lief Blighttown in der Prepare to Die Edition deutlich besser. Aber die Entfernung des 30-FPS-Caps zeigte, dass die Single-Thread-Abhängigkeit der Engine noch immer für Probleme auf modernen CPUs sorgte. Selbst auf AMDs leistungsstarkem Threadripper 1950X läuft Blighttown nicht mit 60 FPS. Das rückt das Problem ins rechte Licht.

Hier ist der Videobeweis: Blighttown auf der PS4 und PS4 Pro… es läuft mit festen 60 FPS.

Die große Neuigkeit ist, dass Blighttown in Dark Souls Remastered gefixt wurde - und wir können es beweisen. Wir hatten Zugriff auf ein Promo-Exemplar des Spiels für die PS4 und es gibt noch Einschränkungen bei dem, was wir euch zeigen können. Tatsache ist aber, dass dieser Level des Spiels auf der Standard-Konsole in fehlerfreien 60 Frames pro Sekunde läuft. Und das trotz eines neuen Beleuchtungsmodells, Ambient Occlusion, verbesserten Effekten und einer höheren, nativen 1080p-Auflösung. Was das 60-FPS-Versprechen anbelangt, kann die PS4 auf jeden Fall liefern. Durch das Remaster verschwinden auch die Probleme mit dem 30-FPS-Frame-Pacing - ein neuer Frame wird mit jedem Refresh des Bildschirms synchronisiert.

Auch auf der PlayStation 4 Pro läuft das Spiel erwartungsgemäß ohne Probleme. Berücksichtigt man die verwendete 1800p-Auflösung, gibt es keine Anzeichen für GPU-Probleme in diesem Bereich des Spiels und das Ergebnis ist das Gleiche: Durchgehend 60 FPS, mit Ausnahme eines kleinen, kaum wahrnehmbaren Frame Drops. Nachdem wir uns auf der Xbox 360 mit 15 FPS durch diesen Bereich gekämpft haben, werden wir das Spiel kaum dafür verurteilen. Blighttown läuft nun wunderbar auf beiden PS4-Systemen und das ist ein gutes Zeichen für die Xbox-One-X-Performance. Unsere einzige Sorge ist die Standard-Xbox-One. In unserer Netzwerk-Test-Analyse war die Performance insgesamt in Ordnung, aber wo das Spiel ein wenig zu kämpfen hatte, traf es das S-Modell am härtesten.

Wichtig ist: Blighttown wurde zwar endlich gefixt, aber dabei gab es keine offensichtlichen Downgrades. Visuell gesehen gibt es keine Kompromisse. Der Sumpf, die Feinde und alles andere werden auf der PlayStation 4 so gerendert wie damals auf der Xbox 360. Die Fülle an Details war ambitioniert für Last-Gen-Systeme und man hat das Gefühl, dass From Software keine Kompromisse eingehen wollte, um Pop-ins zu vermeiden. Auch die Shader im Sumpf sind noch vorhanden, ebenso die Lichtpunkte bei den Lampen am Anfang des Dorfes. Das Spiel wurde genauestens für PS4-Systeme optimiert. Es entspricht den Preview- und Netzwerk-Test-Versionen. Dass ihr es in 60 FPS spielen könnt, ist der größte Vorteil des Remasters.

Zum Launch gibt es noch einen Day-One-Patch für das Remaster. Diesen aktualisierten Code brauchen wir glücklicherweise nicht, um euch zu sagen, dass Dark Souls' größter Schwachpunkt ausgemerzt wurde. Der auf der Disc befindliche Goldmaster-Code beweist, dass die Performance-Probleme von Blighttown zumindest auf den PlayStation-Plattformen der Vergangenheit angehören.

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Über den Autor:

Thomas Morgan

Thomas Morgan

Senior Staff Writer, Digital Foundry

32-bit era nostalgic and gadget enthusiast Tom has been writing for Eurogamer and Digital Foundry since 2011. His favourite games include Gitaroo Man, F-Zero GX and StarCraft 2.

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