Als wären viele Taschenmonster nicht ohnehin ein Blickfang, hat Pokémon Go-Entwickler Niantic mit den sogenannten Alola-Pokémon nun besonders abgefahrene Formen bestehender Kreaturen eingeführt. Die Exoten sind jedoch keine völlig neuen Monster, sondern "nur" Variationen bereits bestehender Begleiter. Da sie in der Inselregion Alola (die unserem Hawaii nachempfunden ist) und damit einer völlig anderen Klimazone beheimatet sind, unterscheidet sich ihr Aussehen zum Teil gravierend von ihren Artgenossen.

Zugleich kommt ihre Einführung aber auch ein Stück weit überraschend, da sie eine Abkehr vom chronologischen Implementieren frischer Begleiter darstellt. Bislang folgte Entwickler Niantic dabei nämlich brav den Poké-Generationen der Hauptspiele: Nach den 150 Pokémon der ersten Generation folgte schließlich Gen 2, während wir inzwischen bereits bei der dritten Generation angekommen sind. Das Ungewöhnliche: Alola-Pokémon wurden eigentlich erst im Rahmen der Sonne-Mond-Editionen und damit im Zuge von Gen 7 eingeführt. Niantic macht hier also durchaus einen ordentlichen Sprung.

Los ging es Ende Mai mit Alola-Kokowei, dem ersten Vertreter, den ihr bereits fangen könnt. Weitere Formen sind aber bereits auf dem Weg. Welche das sind, worin sie sich von ihren "normalen" Artgenossen unterscheiden und warum ihr sie euch nicht entgehen lassen solltet, lest ihr nachfolgend.

Alola-Kokowei, -Raichu und Co. mit anderen WP? Weitere Unterschiede

Der augenscheinlichste Unterschied zwischen normalen Taschenmonstern und ihren Alola-Pendants besteht ganz eindeutig im stark variierenden Design. Die an die tropischen Bedingungen der Alola-Region angepassten Exoten unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Farbe, sondern weisen oft genug auch eine andere Form als ihre Artgenossen auf. Ein besonders gutes Beispiel dafür gibt das langhalsige Alola-Kokowei ab, das mit seiner schieren Größe ulkigerweise nahezu jeden Rahmen in Pokémon Go sprengt, wie die nachfolgenden Bilder zeigen.

Anders als die besonders seltenen Shiny-Pokémon (deren einziger Unterschied in ihrer Farbgebung besteht) variieren Alola-Taschenmonster aber nicht nur hinsichtlich ihres Körperbaus. Viel entscheidender sind die unterschiedlichen Typen der Kerlchen: Jedes dieser exotischen Pokémon besitzt mindestens ein anderes Element als sein gewöhnliches Pendant - und damit auch völlig andere WP als das "Original". In manchen Fällen verkehrt sich der Typ sogar ins Gegenteil, wie etwa bei Alola-Vulnona, das nun aufs Eis- statt aufs Feuer-Element setzt. Das macht diese ungewöhnlichen Wesen zu ganz besonders interessanten Kämpfern.

Trotz dieser gravierenden Unterschiede behandelt Pokémon Go diese Kreaturen nicht als völlig eigenständige, sondern variierende Formen der bereits bestehenden Taschenmonster. Entsprechend besitzen Alola-Pokémon keinen eigenen Pokédex-Eintrag, vielmehr erweitern sie den seines bereits bekannten Artgenossen einfach (ähnlich also, wie es auch mit Shinys gehandhabt wird).

Wie bereits erwähnt bleibt die Einführung dieser Pokémon zum jetzigen Zeitpunkt jedoch überraschend, da sie der siebten Generation angehören, Pokémon Go allerdings erst bei der dritten angekommen ist. Tatsächlich aber gab es bereits im November 2017 erste Anzeichen, die in diese Richtung deuteten. Im Rahmen einer Cross-Promotion schwappten damals nämlich bereits ein paar Trainer-Outfits aus den neu erschienenen Ultrasonne- und Ultramond-Editionen für den 3DS ins Augmented-Reality-Game, um diese zu bewerben. Völlig unerwartet kam die Veröffentlichung der Alolas also doch nicht.

Obwohl die Integration der Inselbewohner bereits im Vorfeld bekannt war, fiel der offizielle Startschuss erst Ende Mai mit der Einführung von Alola-Kokowei. Aktuell taucht das skurrile Palmen-Pokémon besonders häufig in der Wildnis auf. Wollt ihr euch ein Exemplar schnappen, solltet ihr euch entsprechend ein wenig ranhalten.

alolan_exeggutor
Alola-Pokémon unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von ihren gewöhnlichen Artgenossen - Alola-Kokowei ganz besonders.

Alle Alola-Pokémon und ihre Typen im Überblick

Bislang besitzen lediglich einige ausgewählte Kanto- bzw. Gen-1-Pokémon eine abgefahrene Alola-Version. Nachfolgend findet ihr eine Übersicht aller bereits bekannter Racker sowie ihrer Typen und Werte. Sofern sie bereits im Spiel vorhanden sind, könnt ihr der Tabelle außerdem entnehmen, wie ihr die Kerlchen findet.

Nr.PokémonAlola-FormTypMax. WPKP
Angriff
Verteidigung
Fangen
#19 Rattfratz
1
Unlicht / Normal 588 60
103
70
Wildnis
#20 Rattikarl
2
Unlicht / Normal 1587 150
135
159
Evolution
#26 Raichu
3
Elektro / Psycho 2143 120
201
172
-
#27 Sandan
4
Eis / Stahl 1219 100
125
154
7-km-Ei (Geschenk)
#28 Sandamer
5
Eis / Stahl 2366 150
177
221
Evolution
#37 Vulpix
6
Eis 774 76
96
122
7-km-Ei (Geschenk)
#38 Vulnona
7
Eis 2184 146
170
207
Evolution
#50 Digda
8
Boden / Stahl 463 20
108
89
Event (Pokémon Go Fest, 14. & 15. Juli)
#51 Digdri
9
Boden / Stahl 1587 70
201
148
Evolution
#52 Mauzi
10
Unlicht 679 80
99
81
7-km-Ei (Geschenk)
#53 Snobilikat
11
Unlicht 1614 130
158
139
Evolution
#74 Kleinstein
12
Gestein / Elektro 1193 80
132
163
Event (Pokémon Go Fest, 14. & 15. Juli)
#75 Georok
13
Gestein / Elektro 1815 110
164
196
Evolution
#76 Geowaz
14
Gestein / Elektro 2916 160
211
229
Evolution
#88 Sleima
15
Gift / Unlicht 1269 160
135
90
7-km-Ei (Geschenk)
#89 Sleimok
16
Gift / Unlicht 2709 210
190
184
Evolution
#103 Kokowei
17
Pflanze / Drache 2881 190
230
158
Wildnis
#105 Knogga
18
Feuer / Geist 1691 120
144
200
-

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Ab wann kommen neue Alola-Formen in Pokémon Go?

Zur Feier der Ankündigung von Let's Go Pikachu und Let's Go Evoli hat Niantic mit Kokowei die erste Alola-Form veröffentlicht - danach hüllte sich der Entwickler erst einmal in Schweigen. Diese Funkstille wurde mit der Einführung des neuen Freundes-Features in Pokémon Go endlich gebrochen. Die Mechanik erlaubt euch nämlich nicht nur, gute Freunde hinzuzufügen, sondern eure sozialen Kontakte mittels kleiner Geschenke auch zu pflegen. In diesen Präsenten (die ihr zufällig beim Drehen an Fotoscheiben erhaltet und nicht selbst öffnen könnt) findet ihr neben Belebern und ähnlichen nützlichen Gegenständen auch 7-km-Eier, aus denen mit Glück Alola-Pokémon schlüpfen können. Darüber hinaus ist inzwischen auch Alola-Rattfratz regulär in der Wildnis anzutreffen.

Wann und ob weitere folgen, ist jedoch nach wie vor unklar.

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Pokémon Go: Alola Eier durch Geschenke erhalten

Wie im vorherigen Absatz bereits angerissen: Mit der Freundefunktion fanden kürzlich auch 7-km-Eier ihren Weg ins Spiel, was für sich genommen bereits überraschend war. Bislang gab es nämlich lediglich 2-, 5-, und 10-km-Versionen. Als schließlich aber die ersten Racker aus den putzigen Eiern schlüpfen, folgte bereits die nächste, weitaus größere Überraschung: Aus ihnen kamen brandneue Alola-Pokémon zum Vorschein. Bis zu diesem Zeitpunkt war lediglich bekannt, welche Insel-Taschenmonster bereits im Code des Spiels versteckt waren, nicht aber, wann und wie sie ihren Weg ins Spiel finden würden.

Bislang schlüpfen folgende Alola-Formen aus 7-km-Eiern:

  • Alola-Sandan
  • Alola-Vulpix
  • Alola-Mauzi
  • Alola-Sleima

Bedenkt aber, dass ihr aus den Geschenkboxen eurer Freunde nicht zwangsläufig ein Ei erhalten müsst. Ein bisschen Glück und Geduld gehört schon dazu.

Alola-Pokémon erscheinen ab sofort auch als Raid-Bosse

Nachdem es so lang ruhig um Alola-Pokémon war, arbeitet Niantic inzwischen mit Nachdruck daran, sie stärker im Spiel abzubilden. Neben den neuen Formen, die aus den bereits erwähnten 7-km-Eiern schlüpfen können, tauchen die Inselbewohner nun sogar als Raid-Bosse auf. Das kündigte der Pokémon-Go-Entwickler in einer Ingame-Nachricht an.

Welche Formen euch erwarten und ob dies ab sofort oder erst im Laufe der nächsten Tage der Fall sein wird, ist bislang jedoch noch unklar. Denkbar wäre aber unter anderem, dass beispielsweise Alola-Raichu und Alola-Knogga als Bosse auftauchen, da sie bislang die einzigen verbleibenden Alola-Pokémon darstellen, die noch nicht fangbar sind.

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