Warface - Mehr Battle Royale geht immer: Die Konsolenversion angespielt

Der Free-to-play-Shooter zeigt sich auch auf PS4 und Xbox One als Content-Gigant

Vor allem in Ost-Europa und Russland ist Crytecs Militär-Shooter eine echte Hausnummer und lockt regelmäßig Millionen Ballerfreunde vor die PC-Bildschirme. Die regionale Berühmtheit genügt dem Publisher My.com bei Weitem nicht mehr und so soll die Konsolenportierung im August, respektive September 2018 für PS4 und Xbox One für eine Westerweiterung des Bekanntheitsgrades sorgen.

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Auch wenn die Zielhilfe noch ein bisschen zickt, das Gunplay der Warface-Konsolenportierung kommt bereits ausgereift rüber.

Übrigens ist das nicht der erste Ausflug in Konsolengefilde für Warface, das schon mal im Jahr 2014 für die Xbox 360 erschienen ist, allerdings wurden keine zehn Monate später die Server schon wieder abgestellt. Diesmal zeichnet nicht Crytec für die Portierung verantwortlich, diese Aufgabe haben die russischen Entwickler von Allods Team übernommen, die auch für My.com das MMORPG Skyforge betreuen. Ich konnte bereits eine noch nicht finale Version von Warface für die PlayStation 4 anspielen und muss sagen: die kooperativen Schlachten gegen die Blackwood-Bösewichte, das gelungene Handling und die üppige Auswahl an PvP-Modi haben schon mal für einen sehr guten Ersteindruck gesorgt.

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Die Unterstützung PS4- von In-Game-Tournaments soll zügig nach dem Erscheinen der Konsolenversion nachgereicht werden.

Für die Konsolenballerei haben die Entwickler den Ego-Shooter nicht neu erfunden, sondern bedienen sich an der bereits etablierten PC-Version. Inhalte in Form von Spielmodi, Karten, Waffen und Ausrüstungsgegenständen sind ja mittlerweile reichlich vorhanden und werden sukzessive in den Monaten nach dem Erscheinen im August (PS4) und September (Xbox One) kostenlos hinzugefügt. Aber schon die Startaufstellung, die zum größten Teil auch schon in der für den Sommer geplanten Early-Access-Phase zur Verfügung stehen wird, kann sich sehen lassen.

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Warface ist ein echter Inhaltsgigant und liefert reichlich kompetitive und kooperative Spielmodi. Auch ein Battle-Royal-Modus darf heutzutage natürlich nicht mehr fehlen.

Mit einem Angebot aus den fünf PvP-Modi Team Death Match, Free For All, Plant The Bomb, Storm und Capture The Flag, vier Koop-Storymissionen, vier umfangreichen Spezialmissionen und den Battle Royale-Schlachten mit bis zu 32 Spielern auf insgesamt rund 30 abwechslungsreichen Karten dürfte so schnell keine Langeweile aufkommen. Crossplay wird es aber nicht geben, PS4-, Xbox One- und PC-Spieler beharken sich auf separaten Servern. Dass sich Controller- und Maus und Tastatur-Nutzer ins Gehege kommen, steht also nicht zu befürchten.

Aber genug vom trockenen Faktencheck, wie schaut es denn mit dem Handling des Ego-Shooters auf der Konsole aus? "Die größte Aufgabe für uns war es, die Steuerung intuitiv zu gestalten und für den Einsatz eines Controllers perfekt umzusetzen.", erklärt Alexander Shimov, Projekt Manager für Warface beim Entwickler Allods Team. Das ist den Russen auch bereits in der angespielten Pre-Alpha-Version mehr als nur ordentlich gelungen. Die Steuerung ist präzise, die Belegung der Knöpfe, Tasten und Sticks orientiert sich an den Vorgaben des Genres. Wer schon mal eine Runde Call of Duty oder Destiny gespielt hat, braucht also kaum Eingewöhnungszeit, um in die ersten Matches einsteigen zu können.

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Im Spiel stehen über 100 authentisch dargestellte Waffen zur Verfügung, die sich zusätzlich noch individuell anpassen lassen.

Die bei Konsolen-Shootern zum guten Ton gehörende Zielhilfe zickte zwar beim Probeballern ab und an einmal und könnte noch Feinschliff vertragen, aber die PvP-Duelle auf den verwinkelten Karten laufen flüssig und meine zahlreichen Tode kann ich keinesfalls einer misslungenen Steuerung zuschreiben. Laut Shimov wird neben der Controller-Optimierung noch an den Bildschirmanzeigen und der Menüführung gearbeitet. Diese sind im Augenblick ein Ebenbild der PC-Version, sollen aber nochmals übersichtlicher strukturiert werden. Zudem steht, mit einem begehrlichen Blick auf den boomenden E-Sport, die Unterstützung von PS4- und In-Game-Tournaments weit oben auf der To Do-Liste der Entwickler.

Mein persönliches Highlight in Warface sind aber nicht mal die temporeichen PvP-Scharmützel, sondern die kooperativen Spielmodi. Ganz besonders die anspruchsvollen Spezialmissionen, wie die Raids genannt werden. In Fünferteams gilt es dabei, mehrstufige Aufträge zu erfüllen, an deren Ende dann ein knackiger Bosskampf wartet. Kurz zum Verständnis: Es gibt in dem Spiel eine fortlaufende Handlung, in der die Spezialeinheit der Warface sich an Schauplätzen quer über den gesamten Erdball mit der terroristischen Blackwood Organisation auseinandersetzt. Im Prinzip G.I. Joe gegen Cobra, nur mit weniger futuristischen Waffen.

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Zur Auswahl stehen mit dem Schützen, Sanitäter, Ingenieur und Scharfschützen vier unterschiedliche Klassen. Tipp: Nehmt in den Koop-Missionen unbedingt einen Sanitäter mit.

Ich konnte mit einigen Kollegen die Spezialmission Black Shard angehen, in der unser Squad ein Hochhaus einnehmen und dabei eine ganze Armee an Blackwood-Söldnern und Cyborgs beseitigen soll. Zur Auswahl stehen vier Klassen an Kämpfern, der Schütze, Sanitäter, Scharfschütze und der Ingenieur, die jeweils über individuelle Fertigkeiten und Bewaffnung verfügen. Das sollte man auch tunlichst berücksichtigen, wenn man nicht bereits vor dem ersten Checkpoint kläglich scheitern möchte.

So kann nur der Sanitäter einen tödlich verwundeten Kameraden wiederbeleben. Habt ihr keinen im Trupp, weil lieber alle mit einem Scharfschützengewehr hantieren wollen, ist ganz schnell Feierabend. Zwar kann man sich mittels einer speziellen Münze einmal wiederbeleben, aber bei dem Ansturm an teilweise erschreckend clever agierenden KI-Gegnern reicht das bei Weitem nicht aus. Ebenfalls sinnvoll: Einen Ingenieur im Team, der als einziger Sprengfallen legen kann. Mit einem austarierten Trupp geht es dann Stockwerk um Stockwerk bis zum nächsten Checkpoint, in dem Beispiel ein Fahrstuhl, den mindestens ein Überlebender betreten muss.

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Richtig Laune machen die Spezialmissionen, mehrstufige PvE-Raids mit Bosskampf, bei denen ihr in einem Fünfer-Team kooperativ gegen die Bösewichte von Blackwood antretet.

Die bleihaltigen Herausforderungen auf dem Weg sind angenehm vielfältig, so stehen uns einmal gut positionierte Scharfschützen und automatische Geschützstellungen im Weg, auf einer anderen Etage müssen wir den Ansturm von Dutzenden Cyborgs irgendwie überleben. Zum Konsolenstart werden mit Anubis, The HQ, Blackout und Earth Shaker vier solcher Raids spielbar sein, weitere folgen in regelmäßigen Abständen. Allerdings könnt ihr euch nicht gleich ins Raid-Getümmel stürzen, sondern sollt erst einmal genügend Erfahrungspunkte in den normalen Koop-Missionen und im PvP sammeln, um den benötigten Rang für die richtig harten Herausforderungen zu erreichen.

Egal, wie ihr euren Shooter mögt, ob klassisches PvP, Koop-Missionen, knackige Raids oder Battle Royale wie in Fortnite oder PUBG, Warface liefert eine üppige Auswahl an Modi und eine Vielzahl an unterschiedlichen Schauplätzen. Außerdem steht im Hintergrund schon eine gewaltige Menge an Inhalten, die analog der PC-Version in den nächsten Monaten auch auf die Konsole kommen wird. Vorteile durch den Einsatz von Echtgeld sollen sich laut den Entwickler übrigens nur in Zeitvorteilen durch XP-Boosts oder dem Erwerb individueller Skins und anderer kosmetischer Artikel bemerkbar machen. Wenn ihr eine bestimmte Ausrüstung oder eine der über 100 authentisch dargestellten Waffen nutzen wollt, braucht ihr dafür nicht die Brieftasche zu zücken, sondern könnt mit erspielter In-Game-Währung bezahlen. Kann dann halt nur was länger dauern.

Entwickler/Publisher: Allods Team / My.com Erscheint für:PlayStation4, Xbox One - Geplante Veröffentlichung: August 2018 (PS4), September 2018 (Xbox One) - Angespielt auf Plattform: PlayStation 4

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Über den Autor:

Ulrich Wimmeroth

Ulrich Wimmeroth

Freier Autor

Mag Rollenspiele und Ego-Shooter, sammelt Retro-Konsolen und nutzt seinen PC hauptsächlich zum Schreiben über Spiele. Und für Strategie natürlich. Und das seit Dekaden.

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