PUBG Global Invitational Berlin 2018: Ein Finale nach Maß

Battle royal.

Am Ende gab es auf fast alles eine Antwort. Die besten PUBG-Teams der Welt? "OMG" im First-Person-, "Gen.G Gold" im Third-Person-Modus. War die Halle nach den überschaubaren Zuschauerzahlen der ersten Tage zumindest während des Finales bis auf den letzten Platz besetzt? Nicht ganz, viel fehlte allerdings nicht. Können die Verantwortlichen mit dem Turnier zufrieden sein? Gemessen an der Reaktion der Fans: auf jeden Fall.

Doch ausgerechnet die wichtigste aller Fragen bleibt nach fünf Tagen E-Sport in der Mercedes-Benz Arena unbeantwortet: Ist PUBG im eSport angekommen oder nicht?

In einer heute, spätestens morgen folgenden Analyse widmet sich Alex exakt diesem Problem, doch so viel vorab: Es gibt keine eindeutige Antwort. Wie sollte es auch, wenn selbst Battlegrounds-Schöpfer Brendan Greene freimütig einräumt, noch einige Meilensteine auf dem Weg zur eSport-Tauglichkeit vor sich zu haben? Darum ging es dem Iren aber ohnehin nie. Das Preisgeld in Höhe von zwei Millionen US-Dollar (und ein Vielfaches für die Organisation) hat sein Unternehmen für etwas anderes locker gemacht: eine Imagekampagne. Nichts anderes nämlich als ein Signal an die Welt und die Konkurrenz war das PUBG Global Invitational: Seht uns an, wir sind der Nabel der Gaming-Welt. Zumindest während dieser Woche.

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Nach jeder Runde gab es ein kurzes, moderiertes Gewinnspiel, das die Zuschauer allerdings nicht davon abhielt, sofort nach Match-Ende aufs Klo, zur Frittenbude oder wohin auch immer zu stiefeln.

Auch viele Zuschauer haben diese Nummer hier eher als Happening denn als Sportveranstaltung begriffen. Selbst während der Matches stromerten Fans gemütlich durch die Vorhallen, frischten den Biernachschub auf oder blickten von der äußeren Balustrade der Mercedes-Benz Arena lieber auf das schwitzende Berlin als auf den riesigen LED-Videowürfel im Inneren der Halle. Es war ein wuseliges Kommen und Gehen jener Art, wie ich es in vergleichbarer Form bislang nur in Baseballstadien erlebt habe. Sogar die Spieler fläzten bis wenige Sekunden vor Beginn einer neuen Runde entspannt in ihren High-End-Gaming-Stühlen. Sollte das ihre Art sein, mit Nervosität umzugehen, wäre es jedenfalls eine äußerst eigentümliche.

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Nicht, dass es auf der Nordseite der Halle viel mehr als Bahngleise zu sehen gäbe. Immerhin zeichnet sich der Fernsehturm im Westen ab.
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Trotzdem, womöglich sogar gerade deshalb ist die Stimmung während der Partien so ausgelassen. Applaus folgt auf gute Spielzüge, Gejohle und Gefeixe auf ulkige Szenen jener Art, wie sie PUBG glücklicherweise am laufenden Band erzeugt. Wer sein Ticket nicht mit völlig überzogenen Erwartungen gezogen hat, dürfte hieran insgesamt recht wenig auszusetzen gehabt haben.

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Die tapferen Menschen von der Regie stellten sich der undankbaren Herausforderung, den Ameisenhaufen namens PUBG einigermaßen nachvollziehbar zu präsentieren. Grundsätzlich ist ihnen das durchaus gelungen, auch wenn sie es bisweilen zu gut meinten und beim Versuch, möglichst jeden Kill einzufangen, ein wenig zu sprunghaft zwischen den Szenen wechselten.
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Die Moderatoren wussten, wovon sie sprachen, erklärten Laien beispielsweise Flaschenhälse der PUBG-Karte und mehr interessante Hintergründe.

Auf den folgenden Seiten könnt ihr euch durch Impressionen und Eindrücke der letzte zwei Finaltage klicken. Unsere Streifzüge zu Beginn des Turniers findet ihr hingegen in diesem Artikel.

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Über den Autor:

Gregor Thomanek

Gregor Thomanek

Freier Redakteur

Trinkt gern Kaffee und liebt Videospiele, im Idealfall beides auf einmal. Ist für alles zu haben, was aus Japan kommt. Hat nie Herr der Ringe gesehen und findet, das sollte auch so bleiben. Gründet irgendwann einen Ryan-Gosling-Fanclub. Hat seine Katze "Yoshi" genannt, bereut nichts. Konsolenkind.

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