Eine gute Offensive ist wichtig, um Tore zu erzielen. Gleichzeitig solltet ihr hinten gut stehen, um Einschläge im eigenen Kasten zu verhindern. Denn ohne eine effektive Verteidigung seid ihr in FIFA 19 aufgeschmissen. Wild auf die Tasten zu hämmern, bringt euch dabei nicht viel. Ihr braucht ein gutes Verständnis des Spiels, fähige Abwehrspieler und natürlich Übung.

In diesem Guide widmen wir uns daher der Defensivarbeit in FIFA 19. Wir verraten euch den Unterschied zwischen der klassischen Verteidigungsmethode und dem Tactical Defending, geben Hinweise zur Steuerung und verschaffen euch einen grundlegenden Überblick darüber, wie ihr in der Verteidigung agieren solltet.

Tactical Defending oder doch die klassische Verteidigung? Online, offline und weitere Unterschiede

Wollt ihr online spielen, müsst ihr euch entscheiden. Nehmt ihr die klassische Verteidigungsmethode oder das Tactical Defending? Letzteres ist Pflicht für Online-Matches. Das in FIFA 12 eingeführte System ist eine Alternative zur klassischen Steuerungsmethode, die simpler ist und mit weniger Buttons auskommt.

Bei der klassischen Verteidigung kommen viele Automatismen zum Zuge und de KI nimmt euch Mikroaufgaben. Das Tactical Defending setzt im Vergleich dazu mehr mehr manuelle Aktion, die von euch getroffen werden. Dementsprechend ist es komplexer und wenn ihr denn umsteigen möchtet, plant am besten ein paar Übungsspiele ein. Es ist allerdings weniger komplex, als es den Anschein hat. Ihr habt es schnell verinnerlicht und am Ende verteidigt ihr damit sogar besser.

Die Unterschiede zwischen beiden Optionen:

  • Trikotzupfer und Rempler
    Diese beiden Aktionen sind mit der klassischen Variante nicht möglich.
  • Geht aktiv auf den Gegenspieler drauf
    Im Gegensatz zum klassischen Modell müsst ihr beim Tactical Defending stärker auf den Raum achten. Ihr müsst selbst den Abstand zum Gegner verringern und ihn zustellen. Das ist anspruchsvoller, ermöglicht aber ein präziseres Vorgehen eurerseits.
  • Schwierigere Dribblings beim Tactical Defending
    Geübte Spieler haben kein Problem damit, die Automatismen der klassischen Verteidigung zu umgehen und Verteidiger ins Leere laufen zu lassen. Wer das Tactical Defending beherrscht, kann dem entgegenwirken und es dem Gegner besonders schwer machen.
  • Die Pflicht im Online-Modus
    Wer online spielen möchte, muss das Tactical Defending beherrschen. Insofern spricht wenig dafür, ansonsten auf die klassische Methode zu setzen. Spielt ihr dauerhaft mit dem Tactical Defending, verinnerlicht ihr dieses System von selbst und verteidigt effektiver als je zuvor.
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Den Ball in FIFA 19 erobern: Das müsst ihr beachten

Es gibt viele Möglichkeiten, um in Ballbesitz zu gelangen. Eine "einfache" Methode ist, die Passwege der gegnerischen Mannschaft zuzustellen oder einen Pass abzufangen. Dadurch vermeidet ihr Zweikämpfe und erwischt euren Gegner auf dem kalten Fuß, wodurch sich möglicherweise eine Konterchance ergibt.

Es ist aber mehr eine Ergänzung einer effektiven Verteidigungsarbeit. Viel wichtiger ist, dass ihr sicher in euren Zweikämpfen agiert. Haltet X/A gedrückt und euer ausgewählter Kicker folgt dem ballführenden Spieler auf seinem Weg.

Wie ihr dann vorgeht, hängt von der Situation ab. Möglich wäre eine Grätsche, die ihr mit Viereck/X ausführt. Drückt ihr im richtigen Augenblick ein weiteres Mal die Taste, führt ihr direkt danach eine zweite Grätsche aus. Dafür braucht es aber das richtige Timing und etwas Übung. Setzt aber nicht in jeder Situation auf Grätschen, sondern nur dann, wenn ihr euch sicher seid, so in Ballbesitz gelangen zu können. Oder ihr rutscht mit einer Grätsche in den Passweg hinein und versucht den Ball so abzufangen oder zumindest abzulenken, damit er nicht beim Ziel ankommt. Aufpassen solltet ihr mit Grätschen, weil ihr leicht gelbe oder rote Karten riskiert, wenn ihr das Timing vermasselt und in einen Gegner hineinrutscht. Wägt daher ab, ob eine Grätsche in der jeweiligen Situation die richtige Wahl ist.

Sicherer ist als Alternative ein Tackling, das mit Kreis/B ausgeführt wird. Im richtigen Augenblick ausgeführt, stehen die Chancen gut, dem Gegner den Ball vom Fuß zu klauen. Beobachtet dazu genau den Gegenspieler und wartet auf den richtigen Moment.

Mit Kreis/B zupft ihr während der Verfolgung eines Gegenspielers an dessen Trikot. Zum einen ist es dadurch möglich, ihn zu verlangsamen. Zum anderen solltet ihr dabei jedoch Vorsicht walten lassen, denn Schiedsrichter sehen das nicht gerne. Übertreibt ihr es, erhält der Gegner einen Freistoß. Und verzichtet im Strafraum gleich ganz darauf, schließt wollt ihr keinen Elfmeter riskieren, nicht wahr?

Mit R1 bzw. RB zur Unterstützung Mitspieler herbeirufen

Manchmal ist es hilfreich, ein bisschen Unterstützung zu haben. Habt ihr das Gefühl, diese zu brauchen, könnt ihr mit R1/RB einen Mitspieler herbeirufen. Der nimmt dann euren Gegenspieler automatisch in die Zange. Doppelt dann entweder den ballführenden Spieler oder stellt den Passweg zu, um etwaige Passversuche abzufangen. Mit L2/LT ist es außerdem möglich, Gegenspieler abzudrängen - auch im Sprint.

Richtig konsequent gehen eure Mitspieler allerdings nicht zur Sache. Ihr könnt euch nicht immer darauf verlassen, dass sie dem Gegner den Ball mit Leichtigkeit abnehmen. Ihr müsst schon noch selbst aktiv werden.

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Seid selbst aktiv und lasst die KI nicht alles machen

Wie gesagt: Ihr müsst schon selbst aktiv agieren, um dem Gegner den Ball zu klauen und könnt nicht einfach die KI all die Arbeit erledigen lassen.

Was ihr dabei beachten solltet, lest ihr nachfolgend:

  • Mit den Spieler müsst ihr aktiv zurück in die eigene Hälfte laufen, wenn ihr dort Überzahlsituationen schaffen möchtet.
  • Richtet euren Blick nicht nur auf den ballführenden Spielern, sondern auch auf dessen Mitspieler. Versucht vorauszusehen, wie die nächste Aktion aussieht und wohin der Ball gespielt werden könnt. Dementsprechend solltet ihr schauen, zum Beispiel mögliche Passwege zu blockieren.
  • Wählt aktiv den am nächsten befindlichen Verteidiger aus und geht selbst auf den ballführenden Gegner zu.
  • Geht früh in die Zweikämpfe, achtet aber darauf, nicht leichtsinnig zu agieren und dem Gegner freie Räume zu öffnen. Eure Mitspieler tendieren eher dazu, sich weiter zurückfallen zu lassen, ohne Gegenspieler zu konfrontieren.
  • Setzt auf die aktive Manndeckung. Ist ein computergesteuerten Mitspieler nahe am ballführenden Gegner dran, wird er automatisch versuchen ein Tackling auszuführen. Oftmals sind sie aber zu weit vom Gegner weg, wodurch es nicht dazu kommt. In dem Fall wechselt ihr zu eben jenem Spieler und übernehmt selbst diese Aufgabe.

Hier findet ihr weitere Tipps zu FIFA 19:

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