Kingdom Hearts III: Disneymagie für alle Altersgruppen

Kaum zu glauben, aber so langsam wird es fertig.

Auf der EGX hatte ich die Wahl: Entweder ich begebe mich in die Welt von Olympus, aus der auch Herkules entstammt, oder ich lasse mich in das Kinderzimmer aus Toy Story versetzen. Da beide Demos nur wenige Minuten kurz waren, konnte ich mich binnen einer halben Stunde sogar in beide wagen.

Mit der sonnigen Geschichte rund um Herkules habe ich mich zuerst ins Abenteuer gestürzt. Die Aufgabe war sofort klar: Gemeinsam mit Donald und Goofy musste ich den Steintitan auf dem hohen Berg besiegen. Auf dem Weg dorthin habe ich mich mit meinen Kameraden durch eine Armee von Herzlosen geschlagen. Das Schöne dabei: Mit der einfachen Steuerung und ohne den Hang, anstrengende Tastenkombinationen abzurufen, spielt sich Kingdom Hearts 3 super flüssig und ist selbst für Konsolenanfänger total zugänglich. Auch mit simplen Ein-Knopf-Kombos kommt ihr an den unzähligen Herzlosen gut vorbei. Es fühlt sich genauso an wie damals, als ich den Vorgänger auf der PlayStation 2 im Kinderzimmer gespielt habe. Toll!

Sora kann natürlich mehr, als nur stur auf den Gegner einschlagen: Sprünge hoch in die Luft, dabei dashen oder dem Gegner mit Magie ordentlich eine überziehen: Das Gameplay bietet hier ordentlich Abwechslung, zumindest wenn ihr das wollt. Mit jedem Angriff lädt sich eine Leiste auf, die dann einen Finisher auslöst. Wie der aussieht, möchte ich an dieser Stelle aus zwei Gründen nicht verraten. Erstens: Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie die Attacke aussehen kann. Teilweise werden die Mitstreiter dafür ein Bündnis eingehen, manchmal steht Sora im Vordergrund. Und Zweitens: Lasst euch überraschen! Die sehen nämlich in vielen Fällen ziemlich spektakulär aus. Auf dem Weg nach oben zum Endgegner war mein Blick immer ein wenig auf die Umgebung gerichtet, denn der Titan warf mit einer Menge Geröll nach meinen Partnern und mir. Das gab den Kämpfen einen zusätzlichen Nervenkitzel. Zumindest, wenn ich das bei einem so zuckersüß umgesetzten Disney-Spiel so nennen kann.

Vor wirklich schwierige Rätsel hat mich die Demo nicht gestellt. Auf dem Weg zum Titan musste ich zum Beispiel kaum klettern oder überlegen, an welchen Wänden ich am besten zu ihm laufe, denn sie haben mich schon von Weitem angeleuchtet. Das macht es natürlich sehr einfach und damit auch für die jüngeren Spieler leicht verständlich. Ich würde mich freuen, wenn solche Features im Optionsmenü des fertigen Spiels anpassbar sein würden. Ähnlich verhielt es sich mit dem Titanen: Habt ihr seine Beine oft genug getroffen, fällt er hin. Dann leuchten direkt die Stellen auf, an denen Sora an ihm herauf klettern kann. Das macht der Protagonist dann auch schon fast automatisch.

Während ich mich in der Welt von Herkules heimisch gefühlt habe, war Toy Story regelrechtes Neuland für mich. Als Kind wurde ich mit dem Cowboy Woody nicht so recht warm. Was direkt und deutlich stärker als bei Olympus auffiel: Die liebevolle Anpassung der Figuren an die jeweilige Welt. Dass Sora und seine Freunde nun tatsächlich wie Spielzeuge aussahen, amüsierte mich. Die Charaktere sind nicht nur aufwendig animiert: Sobald Donald und Goofy den Mund aufmachen, versetzt es mich zurück in meine Kindheit. Ohne Untertitel ist der gefiederte Freund ein wenig schwer zu verstehen, was an dieser Stelle aber absolut nicht negativ gemeint ist: So spricht der Enterich ohne Hose nun mal!

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Sora und Goofy im Spielzeug-Look.

In diesem Level fiel besonders der Größenunterschied auf: Sora und der Rest der Gruppe sieht hier nicht nur wie Spielzeug aus: Sie haben auch die entsprechenden Maßstab. Goofy, der an sich eher zu den größeren Charakteren zählt, wirkte neben dem Ball wirklich schmächtig. Nach ziemlich langen Zwischensequenzen, die sicherlich die gute Synchronisation zur Schau stellen sollten, ging es dann raus auf die Straße und in einen Spielzeugladen.

Während des dortigen Bosskampfes konnte ich mich stets auf mein Schlüsselschwert verlassen oder einfach in einen der Roboteranzüge schlüpfen. Die wuchtigen Mechas haben mächtig Power und im Fern- sowie Nahkampf ordentlich ausgeteilt. Auch dieses Demofinale war ohne Probleme zu schaffen. Im ersten Moment empfand ich das ebenfalls als etwas zu einfach, aber seien wir doch mal ehrlich: Als Roboter mit einer endlos schießenden Kanonenhand auf Gegner zu zielen und ihnen einen mächtigen Schlag zu verpassen, sollten sie sich doch näher heranwagen, war schon ziemlich cool.

Entwickler/Publisher: Square-Enix - Erscheint für: PS4, Xbox One - Geplante Veröffentlichung: 25. Januar 2019 - Angespielt auf Plattform: PS4

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Über den Autor:

Franziska Behner

Franziska Behner

Freie Redakteurin

Die begeisterungsfähige Düsseldorferin hält sich eigentlich nur von Pixelspielen und Star Wars fern. Findet, dass in jedem Game Hasen(ohren) vorkommen sollten. Mit Kuchen und einem PS4-Controller in den Händen fast immer glücklich.

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