Red Dead Redemption 2: Rockstar arbeitete mehrmals "100-Stunden-Wochen" in diesem Jahr

Update: Genauer erklärt.

Update (16.10.2018): Rockstars Dan Houser hat seine Kommentare hinsichtlich der 100-Stunden-Wochen bei Rockstar San Diego gegenüber Kotaku ein wenig näher erläutert.

Demnach betraf es ausschließlich eine Handvoll leitender Angestellter, die drei Wochen lang unter diesen extremen Bedingungen arbeiteten.

"Nach sieben Jahren Arbeit an dem Spiel hatte das aus vier Leuten bestehende Senior Writing Team - Mike Unsworth, Ruper Humphries, Lazlow und ich - wie immer drei Wochen voller intensiver Arbeit, als wir alles zu einem Abschluss brachten", sagt Houser. "Drei Wochen, nicht Jahre. Wir arbeiten jetzt seit mindestens zwölf Jahren zusammen und glauben, dass wir das brauchen, um alles zum Ende zu bringen. Nach so vielen Jahren der Organisation und Vorbereitung bei diesem Projekt brauchten wir das, um alles zu überprüfen und zu beenden."

Von den Studiomitarbeitern werde nicht erwartet, auf diese Art und Weise zu arbeiten. Jedwede zusätzlichen Leistungen seien freiwillig.

"Niemand, ob Senior oder Junior, wird je dazu gezwungen, hart zu arbeiten", ergänzt er. "Wir geben uns große Mühe dabei, ein Unternehmen zu führen, das sich um seine Mitarbeiter kümmert und ihnen einen tollen Arbeitsplatz bietet."

Originalmeldung (15.10.2018): Wie viel Arbeit im kommenden Red Dead Redemption 2 steckt, verdeutlichen aktuelle Aussagen von Rockstars Dan Houser.

Ideen für die Fortsetzung entstanden bereits im Jahr 2011, im Sommer 2012 hatte man ein Konzept für das Spiel mit groben Skripten für Geschichte und Missionen.

Mehrmals im Jahr 2018 habe das Team "100-Stunden-Wochen" gearbeitet, sagt er im Gespräch mit Vulture. Das sei mehr gewesen als bei bisherigen Rockstar-Projekten (via GamesIndustry).

"Wir haben alles, was wir haben, für [Red Dead Redemption 2] gegeben", sagte sein Bruder Sam Houser früher in diesem Jahr. "Wir gingen bis an die Grenzen."

Dan Houser zufolge beschäftigt euch die Kampagne des Spiels rund 65 Stunden lang, wobei man fünf Stunden gestrichen habe. Das Spiel umfasse 300.000 Animationen und 500.000 Dialogzeilen von 700 Sprechern.

Dass Houser so offen über mehrere 100-Stunden-Wochen spricht, verwundert ein wenig angesichts der Tatsache, dass man 2010 noch abgestritten hatte, dass das Team in San Diego 60-Stunden-Wochen zu absolvieren habe.

Damals tauchte ein vermeintlicher offener Brief von Frauen betroffener Mitarbeiter auf, in dem von 60-Stunden-Wochen beziehungsweise 12-Stunden-Tagen (inklusive Samstag) die Rede war - ansonsten würden disziplinarische Maßnahmen drohen.

Zu der Zeit schrieb Rockstar den Brief einigen unzufriedenen Ex-Mitarbeitern zu. Ebenso sprach man davon, dass die "Leute die Meinung einiger anonymer Verfasser in Foren als Fakt" betrachten.

"Wir haben uns immer intensiv um die Personen gekümmert, die hier arbeiten, und versuchten eine unterstützende, kreative Arbeitsumgebung zu erschaffen", hieß es damals. "Ohne diese wäre es schlicht nicht möglich, dass Rockstar weiterhin solche umfangreichen, hochqualitativen Spiele produziert."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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