Silent Hill dürfte in seiner reinsten Form für ein Weilchen Geschichte sein, zumindest sofern bei Konami keine Wunder geschehen - wogegen ich absolut nichts hätte, ganz im Gegenteil!

Was die Reihe neben all ihren visuellen Qualitäten auszeichnete und auf ein anderes Level hob, das waren die außerweltlichen, verstörenden Soundtracks von Akira Yamaoka. Die Dinger über Kopfhörer, nachts, im Wald... Der Tegeler Forst mag einer der sichersten Orte auf der Welt sein, aber das war mir schnell sowas von egal, ich wusste das da draußen, gleich hinter den Schatten DINGE waren!!

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Als ich mich eben eigentlich nur ein wenig beim Musik-Surfen auf Bandcamp entspannen wollte, meine üblichen Synth/Darkwave-Channels abgraste, blieb ich hierbei hängen: The Shadow Eater von John Bergin und Brett Smith. Ich hörte ihre Alptraum-Halluzinationen komplett durch und mehr als nur einmal fühlte mich direkt in den Wald zurückversetzt. Es ist hell hier, aber wenn ich später das Licht ausmache, dann weiß ich, dass bei Tracks wie The Boiling Man, Punishment Icon, Hunger Music oder Remnant die DINGE zurückkehren werden. Andere Tracks sind normaler, melodischer, rhythmischer, aber auf eine Weise, die mehr an The Tale of Inspector Legrasse erinnert als an gesunde Rhythmen. So oder so, macht in einer verlassenen Lagerhalle eine einzelne Kerze an, setzt die Kopfhörer auf und beobachtet die Schatten. Viel Spaß mit eurem persönlichem Silent Hill.

Eine gute Nacht und träumt was Schönes...

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Über den Autor:

Martin Woger

Martin Woger

Chief Editor - Eurogamer.de

Defender, Ringe, 1W6+4, NCC-1701, 8086, Ultima, Cid, SEGA, like tears in rain, B. Guardian, nicht Silmarillion, F. Mercury, PC-Player, Arena, id, Mage, LiveLink, Eurogamer, Chefredakteur...