Komponist: Mick Gordon

Label: Laced Records

Stil: Elektrometall

Erhältlich über: Label, Discogs

Das Spiel: Brutal. Direkt. Doppel-Shotgun.

Editionen: Laced Records hat sich nicht lumpen lassen. Von der CD für Einsteiger bis zur Vinyl-Großbox ist alles dabei. Letztere aktuell zu bekommen, ist ein wenig schwierig, denn es wurden nur so viele produziert, wie vor dem Release bestellt wurden und aktuell lassen sich die Reseller die Investition bezahlen. Was ihr dann bekommt, ist eine solider, schöner Papp-Schuber mit Innenfach, in dem dann die vier Scheiben dieser Extend-Version schlummern. Jede in ihrer eigenen Hülle mit eigener Höllenvision auf dem Cover, alles sehr stilvoll und in Poser-Satanisten-Zirkeln kompetent vorzeigbar. Leider wurde man wieder bei antistatischen Sleeves gespart und auch so sind die einfachen schwarzen Innenhüllen jetzt kein Renner. Aus der Box fällt noch eine einfache Teller-Auflage mit dem Doom-Logo aus Filz und die besagte CD, vielleicht fürs Auto oder so. Das Vinyl selbst dürfte bei 140g liegen, schön Blutrot und transparent. Hier wirkt es auch passend, dass alle vier Scheiben in der Farbe daherkommen, es ist einfach die Farbe des Spiels.

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Wer es dagegen puristisch schwarz bim Werkstoff mag, für den gibt es gute Nachrichten, denn die gleiche Box ohne CD und Slipmat, eben nur mit schwarzem Vinyl gibt es (noch?) zu kaufen, die Trackliste ist identisch. Was die Qualität angeht, sowohl die rote wie die schwarze Ausgabe sind tadellos. Viel Bass, viel Dynamik, ein ganz klein wenig Hintergrundrauschen hier und da, aber nichts, was man nicht unter extra Atmosphäre verbuchen kann. Sollte euch die Box zu kostspielig sein, es gibt auch eine Art "Best-of"-Doppel - kein Gatefold, aber das gleiche prägnante Cover - mit zwei Drittel der Tracks, etwas dichter bespielt. Ob das klanglich Auswirkungen hat, kann ich leider nicht sagen.

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Angehört

Ja, wurde sie. Wie das kam, dann in Kürze.

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Selbst anhören

Das wäre noch zu sagen ...

Eine Platte wie: Überraschend mitten während eines Marylin Manson Konzerts aufzuwachen, nachdem man friedlich im eigenen Bett einschlief. Es trifft einen wie ein Hammer, ist aber poppig genug, dass man gut damit umgehen kann.

Eine Art Fazit: Eine großartige Fan-Edition, egal ob jetzt in limitiertem Rot oder "nur" auf Schwarz. Acht Seiten müssen bei der Auswahl keine Kompromisse eingehen und klanglich wird das Material mit der Wucht abgeliefert, die es verdient hat. Mit mal viel, mal nicht so viel Elektro im schweren Metal wirkt der Soundtrack gleichzeitig End-90s-vertraut und doch frisch genug, um in keiner Weise zu langweilen. Mehr was für die Autobahn-Straftat mit eingestreuten Halluzinations-Stress-Passagen. Doom aktuell halt.

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Gehört und genossen auf ...

Dies ist die "Eurogamer-Referenz-Anlage": Plattenspieler - Thorens TD 203 (Test); Phono-Verstärker - Pro-Ject Phono Box DS2 USB; Stereo-Verstärker - Teufel Kombo 62 CD-Receiver; Boxen - Nubert nu Vero 30 (Test); Kopfhörer: Beyerdynamic Amiron (Test) + A20 (Test)

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Über den Autor:

Martin Woger

Martin Woger

Chief Editor - Eurogamer.de

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