Bevor hier einer schreibt, "so etwas kann auch nur in Asien passieren" ... ja, ok. Kann schon sein. Aber wie der 70-jährige Taiwaner Chen San-Yuan sein Lieblingsspiel zur umfassenden Leidenschaft steigerte, das hat tatsächlich auch irgendwo eine liebenswerte Note.

In seinem Wohnviertel in Neu-Taipeh ist er bekannt wie ein bunter Hund, wenn er mit einer gigantischen Halterungsvorrichtung samt 15 eingeschalteten Smartphones an seinem Fahrradlenker durch die Gegend radelt, um Pokémon zu jagen.

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"Es geht darum, Freunde zu finden. Zusammen zu spielen und Pokémon zu finden, macht Spaß. Man lernt dabei Leute kennen. Alles andere ist Nebensache", fasst Chen San-Yuan der FAZ gegenüber seine Motivation zusammen.

Seit Sommer 2016 spielt er Pokémon Go, begann zunächst mit nur einem Handy und steigerte sich schrittweise über die Jahre. Nach eigenen Angaben hat er für seine Ausrüstung über 4000 Euro bezahlt. Gut, dass er sein Hobby in der Form nicht in Deutschland betreibt, dann käme zu den monatlichen über 250 Euro für die In-Game-Währung "Münzen" sicher noch der eine oder andere Euro ans Ordnungsamt hinzu. Das wäre über das nicht gerade StVO-konforme Gefährt sicher weniger erfreut, als Chen San-Yuans direktes Umfeld, das ihm den Spitznamen "Pokémon-Opa" verlieh.

So oder so, wie das Ganze aussieht, hat die FAZ im Video festgehalten:

Und während der eine oder andere vielleicht den Kopf darüber schüttelt, frage ich mich gerade, wie man sein Setup noch optimieren könnte. Lädt er die Armada an Powerbanks in seinem Fahrradkorb zum Beispiel schon mit einem Fahrraddynamo?

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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