Fallout 76 zu spielen ist, als würde man nach einem mehrwöchigen Urlaub in seine Wohnung zurückkommen: Zwar ist alles noch an seinem angestammten Platz und dort, wo man es zuletzt zurückgelassen hat. Und trotzdem kommt einem die eigentlich so vertraute Umgebung doch seltsam fremd vor. Aus diesem Grund kommen selbst erfahrene Spieler und solche, die in Fallout 4 eine dreistellige Spielzeit auf der Uhr haben, nicht umhin, ein paar eingefahrene Routinen zu überdenken. Mit anderen Worten: Sowohl blutige Anfänger als auch erfahrene Vault-Veteranen können ein paar Tipps und Tricks zu Fallout 76 gut gebrauchen.

Speziell zu Spielbeginn ist die Verwirrung vergleichsweise groß. Bethesda hat seine liebe Mühe damit, euch behutsam an die ungewohnten Multiplayer-Mechaniken des Open-World-Rollenspiels heranzuführen. Das meiste lernt ihr ohnehin durch das gute alte Trial-and-error-Prinzip, doch oftmals gehen wertvollen Erkenntnissen schmerzhafte Fehlentscheidungen voraus - so war es zumindest in unserem Fall. Um euch ein ähnliches Martyrium zu ersparen, haben wir die wichtigsten elf Erfahrungen unserer frühen Spielstunden in diesen Artikel gegossen.

Vorab noch ein kleiner Hinweis: Unser Tipps-Guide erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit - wie sollte er auch? Falls ihr ebenfalls ein paar wertvolle Tricks parat habt, würden wir uns daher freuen, wenn ihr sie mit anderen Spielern und uns in den Kommentaren teilt. Geteiltes Leid und so, ihr wisst schon.

Pip-Boy-Ansicht auf halbtransparent stellen

Der Pip-Boy ist das Schweizer Taschenmesser der Postapokalypse und bietet euch einen Überblick über … nun, so ziemlich alles, was ihr wissen müsst. Der klobige Apparat an eurem Unterarm nimmt bei Benutzung seit jeher euer gesamtes Sichtfeld ein, was in früheren Fallout-Spielen keine große Sache war, da die Zeit um euch herum in diesen Fällen einfach einfror. In der Online-Welt von Fallout 76 ist dem allerdings nicht mehr so: Wenn ihr euren Pip-Boy benutzt, wartet eure Umgebung logischerweise nicht däumchendrehend, bis ihr fertig seid. Daher ist die versperrte Sicht durchaus ein Problem.

Die Lösung: Schaltet die Ansicht eures Pip-Boys auf halbtransparent. Die entsprechende Option findet ihr am unteren Bildschirmrand des Geräts, wenn ihr es aktiviert. Auf der PS4 müsst ihr etwa lediglich das Touchpad drücken, um die Ansicht umzuschalten.

Steuerkreuz-Schnellzugriff nutzen

Zugeben, wir sprechen hier nicht von einer Red-Dead-Redemption-artigen Steuerung, bei der jede Taste doppelt- und dreifach belegt und obendrein auch noch kontextsensitiv ist. Trotzdem: Intuitiv ist auch das Fallout-Gefrickel nicht. Ein wenig Entspannung könnt ihr euren verknoteten Fingern allerdings durch die Schnellzugriffe des Steuerkreuzes verschaffen (zumindest, wenn ihr nicht mit Maus und Tastatur am PC spielt):

  • Steuerkreuz oben
    Hier habt ihr Zugriff auf bis zu zwölf Items, die ihr im Inventar als Favoriten markiert habt.
  • Steuerkreuz rechts
    Drückt ihr Steuerkreuz rechts, könnt ihr euch sofort ein Stimpak in den Arm jagen, was besonders in brenzligen Situationen überaus praktisch ist, in denen ihr bereits an der Schwelle zum Tod steht.
  • Steuerkreuz unten
    Ein Tastendruck und schon erhaltet ihr Zugriff auf das Emote-Rad, über das ihr die verschiedenen Animationen aufrufen könnt, wie sie heute offenbar in wirklich keinem Multiplayer-Spiel mehr fehlen dürfen.
  • Steuerkreuz links
    Hiermit wechselt ihr blitzschnell zwischen euren zwei zuletzt genutzten Waffen hin und her.
Fallout_76_Tipps_Tricks
Diese Tipps und Tricks sollten euch den Einstieg in Fallout 76 erleichtern.

Benötigte Materialien markieren

In Fallout 76 baut ihr ständig irgendwas. Entsprechend benötigt ihr auch permanent ausreichend Ressourcen. Sollte euch speziell ein bestimmtes Material fehlen, könnt ihr dieses einfach markieren. Dadurch werden alle Gegenstände in der Spielwelt automatisch hervorgehoben, welche die Ressource enthalten.

So etwas wie "Schrott" gibt es nicht

Wo wir schon beim Crafting und Ressourcensammeln sind: Seid nicht allzu pingelig beim Einsacken allerlei Gegenstände. Selbst das scheinbar nutzloseste Objekt lässt sich zu Materialien zerlegen, die ihr anschließend fürs Bauen verwenden könnt. Zwar ballert ihr damit schnell euer Inventar zu. Es gibt allerdings mehrere Möglichkeit, eure Tragekapazität und das maximale Gewicht eures Charakters zu erhöhen.

Vor- und Nachteile des V.A.T.S.-Systems kennen

Die V.A.T.S.-Mechanik ist eine der ikonenhaftesten im gesamten Fallout-Universum. Aufgrund der permanenten Online-Anbindung funktioniert das System in Fallout 76 allerdings ein wenig anders. Während die praktische Zielhilfe eure Umgebung in früheren Teilen komplett eingefrorenen hat, läuft die Zeit in 76 munter weiter, während ihr in der V.A.T.S.-Ansicht die verschiedenen Körperteile eurer Gegner durchschaltet. Damit gleicht die Zielhilfe inzwischen eher einem Auto-Aim, das zwar bei relativ langsamen und vorhersehbar agierenden Feinden super geeignet ist, um präzise Schüsse abzugeben. Bei sehr agilen Widersachern (lies: im Grunde allen menschlichen Gegenspielern) ist es hingegen nahezu unbrauchbar. Ihr müsst daher je nach Situation und eurem Gegenüber entscheiden, wann es sinnvoll ist, das V.A.T.S.System zu nutzen und wann nicht.

Überlegt euch genau, wo ihr euer C.A.M.P. platziert

Euer Lager fungiert in der Welt von Appalachia als Rückzugsort und (relativ) sicherer Hafen. Andererseits ist eine Basis aber natürlich auch ein lukratives Ziel für feindliche Spieler. Um ihnen einen etwaigen Überfall nicht unnötig leicht zu machen, solltet ihr darauf achten, euer Lager möglichst in einer nur von wenigen Seiten einsehbaren und erreichbaren Umgebung aufzuschlagen. Seid ihr im Nachhinein unzufrieden mit eurer Lage, könnt ihr euer Camp aber auch einpacken und woanders hin mitnehmen.

Zieht nicht sofort auf eigene Faust los

Die Verlockung ist groß, sofort die Weiten des Ödlands zu erkunden, sobald ihr euren Vault verlassen habt. Zügelt euren Entdeckerdrang aber zumindest für wenige Stunden und erledigt zuvor die ersten Hauptquests. Diese dienen nämlich als Quasi-Tutorial und erleichtern euch den Einstieg deutlich.

Die Karte ist in verschiedene Levelregionen untergliedert

Dieser Punkt geht mehr oder minder mit dem vorherige einher und hat eine ähnliche Intention: Es geht darum, euch davon abzuhalten, sofort kopfüber durch Appalachia zu ziehen. Die Map von Fallout 76 ist nämlich in sechs große Bereiche aufgeteilt, die Gegner verschiedener Stufen beherbergen. Zwar könnt ihr grundlegend sofort alle Regionen unter die Lupe nehmen. Da das Level der beheimateten Kreaturen aber kontinuierlich ansteigt, legt euch Bethesda damit trotzdem so etwas wie einen roten Faden aus, dem ihr zumindest grob folgen solltet, um nicht plötzlich in Bereiche vorzustoßen, in denen euch viel zu mächtige Feinde erwarten.

Hier findet ihr einen vollständigen Überblick der Fallout-76-Map und lernt die sechs Regionen kennen.

Nutzt die Lagerkiste im Camp, um Gegenstände sicher zu verwahre

Sobald euer Vault-Bewohner Stufe 5 erreicht hat, steigt ihr unweigerlich in den PVP-Teil des Spiels ein. Mit anderen Worten: Andere Spieler können euch fortan unter Beschuss nehmen, um nach eurem Ableben einen Teil eures Inventars zu looten. Zwar könnt ihr dadurch keine Waffen, aber so ziemlich alle anderen Gegenstände verlieren, die ihr mit euch führt. Habt ihr daher besonders wertvolle Objekte, empfiehlt es sich, diese in der Truhe eures Camps zu verstauen.

Esst und trinkt regelmäßig

Jupp, wenn ihr nicht aufpasst, kann euer Charakter in Fallout 76 sowohl verhungern als auch verdursten. Daher solltet ihr stets ein paar Nahrungsmittel im Gepäck haben. Hütet euch aber davor, rohes Fleisch zu verehren oder schmutziges Wasser zu trinken, da ihr euch dadurch schnell eine fiese Krankheit einfangen könnt. Fleisch solltet ihr vorher stets kochen, dreckiges Wasser hingegen abkochen.

Behaltet eure Ausdauerpunkte im Blick

Die meisten relevanten Aktionen zehren an euren Ausdauerpunkten (AP). Gehen euch diese während eines Manövers aus, wird dieses im Regelfall einfach abgebrochen. Gerade in Gefechten ist es wichtig, stets einen Blick auf eure Ausdauer zu haben. Ihr seid daher gut damit beraten, bereits möglichst früh eure Ausdauerpunkte zu erhöhen.

Weitere Tipps und Guides zum Spiel:

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