Thronebreaker: The Witcher Tales verkauft sich nicht so gut wie erhofft

Gescheiterter Testballon für GOG-com-Exklusivität?

Thronebreaker: The Witcher Tales, das von Markus ein Herausragend bekam, hat sich nicht so gut verkauft, wie Entwickler CD Projekt Red es sich erhoffte.

Darüber sprach Co-CEA Kiciński während einer gestrigen Telefonkonferenz mit Investoren: "Die Community mochte das Spiel, was unsere Erwartungen in Sachen Verkäufe steigerte. Unglücklicherweise wurden diese Erwartungen bisher nicht erfüllt. Dennoch verbleiben wir optimistisch ... Wir erwarten, dass sich Thronebreaker noch auf Jahre hinaus verkaufen wird, obwohl die initiale Verkaufsperiode nicht unseren ursprünglichen Erwartungen entspricht."

"Die Reichweite von GOG ist unvergleichlich kleiner als die von Steam" -Adam Kiciński

Das erklärt auch, warum Thronebreaker urplötzlich auf Steam erschien, nachdem es ursprünglich als GOG-exklusiv angekündigt war. Eigentlich sollte die Exklusivität ein wichtiger Meilenstein für CD Projekts digitale Verkaufsplattform darstellen.

"Das Spiel erschien aus simplen Gründen zuerst auf GOG", so Kiciński. "GOG hat als Plattform für uns Priorität und wir wollten das Spiel dort für Spieler zuerst veröffentlichen, die uns dort unterstützten. Allerdings ist die Reichweite von GOG unvergleichlich kleiner als die von Steam. Wir wissen, dass es eine große Witcher-Fangemeinde auf Steam gibt, weshalb wir es dann auch dort veröffentlichten."

Bedeutet das, dass eine Veröffentlichung in Valves Laden immer angedacht war? "Wir berücksichtigen zu unterschiedlichen Phasen diverse Optionen und halten uns nicht rigide an einen einzelnen, langfristigen Plan", so Kiciński. "Ich will nicht ins Detail gehen, aber wir sind uns unserer Möglichkeiten bewusst und ein Steam-Release war immer eine Überlegung."

Aber es zeigt auch, dass CD Projekt Red noch nicht so weit ist, Steam als Vertriebsweg komplett den Rücken zu kehren. Mit Cyberpunk 2077 wäre ein solcher Versuch vielleicht anders ausgegangen? Kiciński will daraus jedenfalls keine Entscheidungen für die Zukunft abgeleitet wissen:

"Man sollte jetzt keine unberechtigten Rückschlüsse auf die Zukunft ziehen", sagt er. "Thronebreaker ist aus unserer Sicht ein sehr ungewöhnliches Projekt und sollte nicht als Blaupause für unsere anderen Veröffentlichungen angesehen werden."

Was das für die Spin-off-Reihe im Allgemeinen bedeutet? Nun: "Was weitere Teile der The Witcher Tales angeht, haben wir nichts angekündigt", so Kiciński. "Natürlich, abhängig von Thronebreakers Erlösen - ich gehe davon aus, dass es unsere Einkünfte positiv beeinflusst, es ist natürlich kein finanzieller Flop, wir hatten nur sehr hohe Erwartungen - werden wir weitere Entscheidungen bezüglich der Zukunft für Veröffentlichungen dieser Art treffen." Für Einzelheiten sei es indes zu früh."

Vielleicht ändert ja auch die Veröffentlichung des Kartenspiel-RPGs auf PlayStation 4 und Xbox One am 4. Dezember etwas an der Lage?

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (6)

Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (6)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading