Verübt ihr in Red Dead Redemption 2 ein Verbrechen und werdet dabei Beobachtet, könnt ihr euch entweder reumütig dem langen Arm des Gesetztes ergeben und eure Strafe absitzen (oder bezahlen), oder ihr macht euch ganz schnell aus dem Staub. Letzteres ist wohl die übliche Methode, führt jedoch auch dazu, dass man ein Kopfgeld auf euch aussetzt.

Als ein gesuchter Mann müsst ihr euch mit einigen Problemen wie Kopfgeldjägern und scharfsinnigen Gesetzeshütern herumschlagen. Es kann sogar so weit gehen, dass ganze Städte abgeriegelt und systematisch nach euch abgesucht werden, wenn ihr euch besonders schwere Straftaten wie das Umlegen eines Sheriffs erlaubt. All das macht es ziemlich schwierig, unbeschadet durch die riesige Spielwelt zu kommen.

Wer als Kind gerne Western gesehen hat, kennt das beschriebene Prozedere sicherlich. Es ist eine gerne geschilderte Tatsache der Kriminalität im 19. Jahrhundert und auch der Hintergrund dieser Spielmechanik. Rockstar will mit dem Kopfgeld und dem Fahndungssystem dafür sorgen, dass ihr einen auf "Billy the Kid" macht und mordend durch die Straßen zieht - zumindest nicht ohne entsprechende Konsequenzen.

Das System basiert lose auf dem populären Fahndungslevel-System aus der GTA-Reihe, das bereits für das erste RDR adaptiert und inzwischen abermals um viele Facetten erweitert wurde. Weil dieses gerade während der frühen Spielstunden nur schwer zu durchschauen ist und euch Bountys schnell ein klaffendes Loch in die Brieftasche reißen können, erfahrt ihr auf dieser Seite, wie ihr euer Kopfgeld in Red Dead Redemption 2 loswerden, vermeiden und bezahlen könnt und alles, was es sonst noch darüber zu wissen gibt.

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Kommt es zu solch einem Showdown in Red Dead Redemption 2, ist euch ein Kopfgeld so gut wie sicher.

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Was ist der Unterschied zum Gesucht-Status?

Beobachten euch Zeugen oder Gesetzeshüter beim Übertreten legaler Grenzen, werdet ihr gesucht - ein Umstand, den ihr unter anderem am entsprechenden Symbol am oberen rechten Bildschirmrand erkennt. Hierbei handelt es sich um temporäre Polizeipräsenz innerhalb eines bestimmten Bereichs. Ihr müsst "lediglich" aus dem rot markierten Bereich auf eurer Minimap respektive Karte fliehen, damit der Gesucht-Status langsam abnimmt. Ist er verschwunden, stellen die Behörden ihre Suche (vorerst) ein.

Habt ihr allerdings einen besonders schweren Gesetzesverstoß begangen, vergessen die Behörden diesen nicht einfach. Hier kommt das Kopfgeld ins Spiel: Um euch weiterhin dingfest zu machen, setzt die Polizei eine Belohnung auf euren Kopf aus. Dieses bleibt eine sehr, sehr lange Zeit bestehen und führt primär dazu, dass euch regelmäßig Kopfgeldjäger an den Fersen kleben, die mit allen Mitteln versuchen, euch einzubuchten. Je höher die ausgesetzte Summe, desto mehr Bounty-Hunter sind auf der Suche nach euch - und desto rabiater ist ihr Vorgehen.

Eine Besonderheit: Jeder Bundesstaat setzt in RDR 2 sein eigenes Kopfgeld auf euch aus. Sollten die Behörden etwa in West Elizabeth nach euch fahnden, ist das ihren Kollegen in Saint Denis hingegen herzlich egal. Das ist Vor- und Nachteil zugleich: Zwar könnt ihr Bereiche, in denen nach euch gefahndet wird, vorerst einfach meiden. Dafür erhaltet ihr bei mehreren Verbrechen in unterschiedlichen Regionen gleich mehrere Kopfgelder, die zu bezahlen irgendwann verflucht teuer wird.

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Diese rote Linie markiert den Bundesstaat, in dem nach euch gefahndet wird.

Bevor wir nachfolgend erklären, wie ihr euer Kopfgeld loswerdet, hier noch ein paar Tipps, wie ihr dieses grundlegend so gering wie möglich halten könnt:

  • Zieht vor Verbrechen euer Tuch über, das ihr im Gegenstandsrad findet. Dadurch verschleiert ihr eure Identität und macht es Zeugen sowie Gesetzeshütern schwerer, euch zu erkennen.
  • Haltet Zeugen davon ab, euch bei der Polizei zu melden. Hier erfahrt ihr, wie das funktioniert und was ihr sonst noch über das Fahndungslevel sowie die Gesetzeshüter wissen solltet.
  • Tötet keine Polizisten. In der Welt von RDR 2 gibt es kaum ein schlimmeres Verbrechen, was bedeutet, dass euer Kopfgeld mit jedem erschossenen Ordnungshüter besonders stark ansteigt.
  • Flüchten statt schießen. Sobald ihr wild durch die Gegend feuert, macht ihr es nur schlimmer. Gewöhnt euch früh an, lieber das Weite zu suchen, anstatt eine riesige Schießerei anzuzetteln.
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Um euer Kopfgeld loszuwerden, müsst ihr es bezahlen. Besser ist aber noch, ihr verzichtet gleich ganz auf derartige Überfälle und andere Straftaten.

RDR 2: Kopfgeld bezahlen - Wo und wie ist das möglich?

Der einzig wirklich gangbare Weg, euer Kopfgeld in Red Dead Redemption 2 loszuwerden, besteht darin, es zu bezahlen. Das ist in jeder Postmeisterei möglich. Diese findet ihr zumeist in Bahnhofsgebäuden. Sie sind großzügig in der Spielwelt verteilt und anhand des Briefumschlag-Symbols zu erkennen. Betretet sie und sprecht den Kerl am Schalter an.

Besonders praktisch: Ihr könnt in jeder beliebigen Postmeisterei alle Kopfgelder in den verschiedenen Bundesstaaten bezahlen. Es ist also nicht nötig, erst das betroffene Gebiet aufzusuchen.

Natürlich kann es schnell ziemlich teuer werden, euch auf diese Weise wieder frei bewegen zu dürfen. Um das einmal in ein paar Zahlen auszudrücken: Während in Kapitel 2 noch maximal 300 Dollar auf euren Kopf ausgesetzt werden, sind es zu Beginn von Kapitel 3 schon 500 Mücken und bei etwa der Hälfe des dritten Kapitels saftige 1.500 Dollar. Und das steigert sich immer weiter. Hier erfahrt ihr daher, wie ihr in Red Dead Redemption 2 schnell Geld verdienen könnt.

Weitere Möglichkeiten um Kopfgeld zu entfernen

Es gibt nicht viele Wege, wie ihr ein Kopfgeld wieder loswerdet. Genau genommen sind es nur vier:

  • Die einfachste Methode ist es, wenn ihr den Staat, in dem ihr gesucht werdet, nicht mehr betretet. Das lässt sich natürlich nicht immer vermeiden.
  • Alternativ dazu könnt ihr euer Kopfgeld wie oben beschrieben bezahlen.
  • Ist das zu teuer, könnt ihr euch auch den Gesetzeshütern ergeben und euch einbuchten lassen.
  • Die drastischste Maßnahme ist der Tod. Ballert man euch beim Kampf mit den Gesetzeshütern oder der Flucht vor ihnen über den Haufen, ist euer Kopfgeld neben dem Verlust eines Teils eurer Ersparnisse weg.

Red Dead 2: Kopfgeld vermeiden und verhindern - Darauf müsst ihr achten

Der einfachste Weg, ein Kopfgeld auf euren schönen Hals vermeiden, ist es logischerweise, euch nichts zuschulden kommen zu lassen. Da das aber nicht immer möglich und spaßeshalber schon gar nicht gewollt ist, gibt es zumindest ein paar Vorsichtsmaßnahmen, die ihr treffen könnt und auch solltet, damit ihr bei einem Verbrechen nicht erwischt werdet.

Dazu gehört es beispielsweise, eine Maske oder zumindest ein Halstuch vor dem Gesicht zu tragen, wenn ihr einen Überfall begeht. Zudem solltet ihr immer Zeugen in der Nähe vermeiden. Agiert also möglichst im Dunklen (nachts) oder wartet, bis das Ziel allein ist. Auch das ist natürlich nicht immer möglich, daher müsst ihr Zeugen zum Schweigen bringen, ehe sie euch verpfeifen.

Zeuge ist aber nicht gleich Zeuge: Je nachdem, wie viel ein oder mehrere Zeugen von eurer Missetat mitbekommen haben, reagieren sie vollkommen unterschiedlich darauf, was sich auch auf den Fahndungskreislauf und damit letztendlich auch auf ein mögliches Kopfgeld auswirkt. Folgende Zustände bei Zeugen gibt es:

  • Kein Zeuge - Wie nahezu überall, gilt auch in RDR2 "Wo kein Kläger, da kein Richter." Kein Zeuge kann allerdings zwei Dinge bedeuten. Entweder, euch hat tatsächlich keiner bei eurer Missetat beobachtet, oder, ihr habt den / die Zeugen zum Schweigen gebracht - entweder durch Einschüchterung und Androhung von Gewalt oder mit Blei.
  • Symbol: Weißes Auge - Zeugen lassen sich nicht immer vermeiden, schon gar nicht in größeren Siedlungen und Städten. Sollte sich ein Zeuge während eures Verbrechens in der Nähe befinden, hat aber nichts von der Tat mitbekommen, wird er misstrauisch und will das Ganze genauer untersuchen (am weißen Auge-Symbol zu erkennen).
  • Symbol: Dunkelrotes Auge - Dieser Zustand ist die direkte Folge des weißen Auges. Findet ein misstrauischer Zeuge bei seiner Untersuchung nichts, weil ihr euch bereits aus dem Staub gemacht habt, marschiert er zeuge zwar los, um das Verbrechen zu melden, allerdings mit unbekannten Täter. Kurz darauf werden die Gesetzeshüter am Tatort aufschlagen, sollten sie euch dort jedoch auch nicht vorfinden, verläuft die Ermittlung im Sand und ihr seid fein raus.
  • Symbol: Hellrotes Auge - Der schlimmste Fall. Ein Zeuge hat euch auf frischer Tat beobachtet und weiß auch genau, wie ihr ausseht. Er wird sofort losrennen, um euch die Gesetzeshüter auf den Pelz zu hetzen. Ihr habt dann zwei Möglichkeiten: Entweder ihr lauft dem / den Zeugen hinterher und überzeugt sie eindringlich, das Verbrechen nicht zu melden (kann weitere Zeugen auf den Plan rufen). Oder ihr nehmt die Beine in die Hand und verduftet schleunigst, was jedoch zur Folge hat, dass ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt wird.

Kopfgeld trotz Maske? - Das ist der Grund

Wie erwähnt, hilft euch eine Maske / ein Halstuch vor dem Gesicht, dass euch Zeugen und Opfer eurer Verbrechen nicht so leicht wiedererkennen können. Das bringt euch allerdings nur etwas, wenn ihr von "normalen" Zeugen beobachtet werdet. Anders sieht es jedoch aus, wenn euch Gesetzeshüter bei einem Verbrechen beobachten. Sie erkennen Arthur sogar mit Halstuch oder Maske und auch, wenn ihr den Ort des Verbrechens verlasst und später wieder zurückkehrt.

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