Wir glauben, wir haben Sean Bean getötet!

WIR SCHWEINE!!!

Jetzt ist also das erste Elusive Target aus Hitman 2 für 14 Tage zum Abschuss freigegeben. Niemand geringeres als Sean Bean gibt den "Undying", einen ehemaligen MI5-Agenten und jetzigen Auftragskiller, der schon mehreren scheinbar erfolgreichen Attentatsversuchen entging. Der Gag hier ist natürlich, dass Sean Bean schlagenden Herzens aus den wenigsten der Filme und TV-Produktionen hervorgeht, denen er sein beachtliches schauspielerisches Talent leiht. Die Rolle in Hitman 2 ist ihm wie auf den Leib geschneidert.

Was den eigentlichen Verlauf angeht: Ich habe seit Ewigkeiten kein Elusive Target mehr versucht und deshalb vergessen, dass ein Neustart der Mission nach erfolgtem Attentat nicht mehr möglich ist. Mit dem erwartbaren Ende, dass ich direkt nach der Tat meinem Opfer über den Jordan folgte, allerdings mit zwei intakten Augäpfeln.

So oder so: Sean Bean hängt sich mächtig rein. In mehreren Versuchen, die ich rechtzeitig neustarten konnte, bevor mir meine Experimentierfreude zum Verhängnis wurde, hörte ich viele Sprachsamples von ihm und überhaupt hatte er wohl Spaß daran, sich virtuell ein wenig über das Meme lustig zu machen, das seine lebensmüde Rollenauswahl in der Popkultur mittlerweile darstellt.

Nettes Detail ebenfalls: Im Einspieler vor der Mission ist kurz die Pistole des Undying zu sehen (danke, Reddit). Auf der Seite der Waffe ist Binärcode graviert, der "Gondor" bedeuten soll, eine Anspielung auf Beans Rolle als Boromir in Der Herr der Ringe. Auf der anderen Seite steht AT-1995, was auf Alec Trevelyan hinweisen dürfte, der 1995 in Pierce Brosnans erstem Goldeneye den Bösewicht gab.

Auf der Seite mit dem Binärcode steht zudem der Schriftzug "Hereford" neben einem Anker zu lesen. Hereford ist ein Ausbildungslager der Royal Air Force. In Ronin spielte Bean neben Robert de Niro, der ihn in einer besonders erinnerungswürdigen Szene fragt, welche Farbe das Bootshaus (Anker, nech?) der Basis habe. Das ist die Sorte Detail, für die man io Interactive lieben muss.

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Wohl dem, der Binärcode spricht. Aber auch ohne fällt dem einen oder anderen in dem Filmchen vor der Mission vielleicht etwas auf.

Nur nochmal fürs Protokoll: Elusive Targets darf man nur eine Session lang probieren. Pausieren ist erlaubt, speichern aber verboten. Stirbt man oder verlässt man die Mission, ist das Ziel ebenfalls futsch. Als Erfolg gilt der Einsatz nur, wenn man nach durchgezogenem Kill lebendig aus dem Level flieht. Gelingt das nicht, hat man Pech gehabt. Eine wahnsinnig spannende und originelle Variante, dieses Spiel zu erleben.

Im Test, solltet ihr ihn noch nicht gelesen haben, hat mir Hitman 2 übrigens trotz (oder doch wegen?) der Nähe zum letzten Teil ausnehmend gut gefallen. Schön, dass die Elusive Targets offenbar wieder von derart hoher Qualität sind, dass ich mich dieses Spiel noch eine ganze Weile lang immer wieder einlegen sehe.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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