Aufruhr über die Collector's Edition von Fallout 76

Bethesda entschädigt die Kunden mit Mikrotransaktionenwährung.

Es gibt genügend Spieler, die mit Fallout 76 durchaus einigen Spaß haben, egal wie ruppig das Spiel bislang noch wirkt. Aber die Schwächen sind nun mal da und sorgen dafür, dass der Survival-Titel nicht mit den gewohnten Lobeshymnen bedacht wird wie die anderen Spiele des Studios, das nach allen objektiven Maßstäben zwei, drei qualitativ verflixt gute Jahre hinter sich hat.

Die nächste Kontroverse: Die Tasche - die, in der der Power-Armour-Helm steckt - der 200 Euro teuren Collector's Edition ist deutlich billiger verarbeitet, als in den Marketing Materialien angepriesen. Doch seht selbst:

Was als "Duffel Back aus Canvas-Stoff", also eine Tasche aus Segeltuch, beworben wurde, ist in Wirklichkeit ein billig aussehender Nylonsack.

Noch ungeschickter ist allerdings die Reaktion eines Kundenservice-Mitarbeiters auf die Beschwerde eines Nutzers, in der man ihm zu verstehen gibt:

"Die in den Medien gezeigte Tasche war ein Prototyp und in der Herstellung zu teuer. Wir planen nicht, etwas dagegen zu tun."

Das Echo auf Social Media fiel wenig überraschend aus. Allerdings liegt von Bethesda nun eine weitere offizielle Antwort vor, die zu verstehen gibt, der Mitarbeiter, der oben so gleichgültig geantwortet hatte, sei nur temporär für das Unternehmen beschäftigt und die wahren Gründe für die unterschiedliche Beschaffenheit lägen in der Verfügbarkeit des Materials.

Bethesda entschuldigte sich daraufhin in einem weiteren Tweet und bietet enttäuschten Spielern an, sie mit 500 Atoms, der Mikrotransaktionen-Währung von Fallout 76, zu entschädigen. Wert im PS-Store: 4,99 Euro.

Zugegeben: Der Star der Collector's Edition dürfte der Power Armour Helm sein, für den die Tasche ja nur die Hülle darstellt. Dass die Promo-Materialien die Tasche auf Amazon weiterhin als Segeltuch-Tasche abbilden, wenngleich sie im Bethesda Store nun korrekterweise als aus Nylon beschrieben ist.

Es ist die Sorte PR-Probleme, die ein Spiel in einer derart empfindlichen Findungsphase wie Fallout 76 nicht gebrauchen kann. Eigentlich, ist hier nämlich eine Menge brachliegendes Potenzial, das der Entwickler, eine gesunde Spielerbasis vorausgesetzt, vermutlich noch zu Tage fördern könnte.

Gut, immerhin sind wir durch den Artikel gekommen, ohne einmal "Bag-Gate" zu schreiben.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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