Auch wenn Pokémon Let's Go mit vielen Traditionen bricht, hat eine ganz besonders beliebte den Sprung auf die Switch unbeschadet überstanden: Shiny-Pokémon. Die schillernden Taschenmonstern zählen seit ihrer Einführung in der zweiten Generation zu einem der populärsten Elemente der Rollenspiele überhaupt und stellen für viele Trainer den größten Reiz während des Endgames dar.

Der Grund: Shinys zählen zu den seltensten Pokémon überhaupt (selbst mit dem Schillerpin, den wir später noch gesondert besprechen). Es handelt sich hierbei um Kreaturen mit einzigartiger Färbung, die von dem Erscheinungsbild ihrer regulären Artgenossen zum Teil gravierend abweichen. Ein besonders populäres Beispiel hierfür ist Garados, das in seiner Grundform eine kräftige hellblaue Farbe besitzt, in seiner Shiny-Ausführung allerdings dunkelrot gefärbt ist. Andere Shinies wiederum sind erst auf den zweiten Blick zu erkennen als solche - und für weniger erfahrene Trainer unter Umständen gar nicht.

Abgesehen von ihrer ungewöhnlichen Färbung gibt es allerdings keinen Unterschied zwischen Shiny-Pokémon und ihren gewöhnlichen Artgenossen. Sie besitzen weder höhere bzw. niedrigere Werte noch können sie andere Attacken erlernen. Sie sind gewissermaßen die Albinos des Taschenmonster-Universums und einzig aufgrund ihres Sammlerwerts so begehrt.

Anders als in allen anderen Pokémon-Spielen erkennt ihr in Let's Go bereits auf der Weltkarte, ob es sich um solch eine seltene Kreatur handelt. Mit anderen Worten: Ihr müsst nicht mehr erst die Begegnung starten und im Kampf- bzw. Fangbildschirm überprüfen, ob euch Fortuna hold ist. Stattdessen verraten euch kleine Sternchen um das jeweilige Pokémon bereits vorab, ob dort gerade ein Shiny durchs hohe Gras stromert. Dieses Erkennungsmerkmal ist ähnlich wie bei winzigen bzw. riesigen Taschenmonstern, die von blauen respektive roten Sphären umrundet werden.

Sobald ihr die Begegnung startet, gibt es zudem ein paar weitere Hinweise auf die Besonderheit eures Gegenübers. Neben der offensichtlichen unterschiedlichen Färbung (die allerdings nicht bei allen Shinies bereits auf den ersten Blick zu erkennen ist) wird ein schillerndes Geräusch zu Beginn der Auseinandersetzung abgespielt. Außerdem seht ihr nochmals ein paar Sternchen an der Kreatur vorbeiziehen. Wenn ihr aufmerksam spielt, ist es daher beinahe unmöglich, ein Shiny nicht als solches in Pokémon Let's Go Evoli und Pikachu zu erkennen.

Pokemon_Lets_Go_Shiny
Shiny-Pokémon sind in Let's Go tendenziell schwerer zu bekommen als auf dem Smartphone. Mit ein paar Tricks steigert ihr eure Chancen aber ganz beträchtlich.

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Schillernde Pokémon finden: Wie hoch die Chance?

Die große Preisfrage ist nun natürlich, wie selten schillernde Taschenmonster tatsächlich sind. Die schlechte Nachricht: Eure Chancen stehen mit 1:4096 geradezu absurd schlecht. Allerdings gibt es verschiedene Mittel und Wege, diese Rate zum Teil drastisch zu erhöhen. Macht euch aber keine falschen Hoffnungen: Dass ihr in freier Wildbahn ein Shiny findet, wird immer eine Ausnahme bleiben.

Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten, eure Chancen auf das Auftreten dieser begehrten Kreaturen zu erhöhen.

  • Schillerpin
    Der Schillerpin ist für Shiny-Jäger bereits seit geraumer Zeit das wichtigste Utensil überhaupt. Dieser kleine Orden allein erhöht die Spawn-Rate von Shinies vom auf 1:1365 (zur Erinnerung: standardmäßig liegt die Rate bei mickrigen 1:4096). Ein derart wertvoller Gegenstand wird euch aber natürlich nicht einfach so hintergeworfen. Stattdessen müsst ihr zuvor alle 150 Pokémon in Let's Go gefangen haben (Mew, Meltan und Melmetal sind ausgenommen). Erst dann könnt ihr euren Schillerpin beim Projektleiter im Gamefreak-Büro in Prismania City abholen.
  • Fangserie
    Fangt ihr mehrere Pokémon des gleiche Typs in Folge, steigert ihr eure Fangserie. Wollt ihr also beispielsweise ein Shiny-Glumanda ergattern, solltet ihr vorab so viele Glumanda nacheinander fangen wie möglich, um die Chance auf ein schillerndes zu erhöhen. Wichtig: Ihr dürft kein anderes Pokémon als Glumanda fangen, da eure Serie sonst unterbrochen wird. Eine Begegnung mit einem anderen Taschenmonster lässt eure Kette aber glücklicherweise nicht abreißen, sofern ihr aus der Begegnung flüchtet.
  • Lockparfüm
    Mit Lockparfümen könnt ihr das Auftreten bestimmter Pokémon forcieren - auch das von Shinies.

Kombiniert ihr diese drei Tricks miteinander, könnt ihr eure Chance auf ein Shiny beträchtlich erhöhen, wie die nachfolgende Tabelle zeigt. Beachtet, dass wir bei den genannten Werten voraussetzen, dass ihr den Schillerpin besitzt und Lockparfüm benutzt.

Fangserie Shiny-Chance
0 bis 10 1:1024 (0,097 %)
11 bis 20 1:585 (0,171 %)
21 bis 30 1:372 (0,269 %)
31 und mehr 1:273 (0,366 %)

Shiny tauschen von Let's Go zu Pokémon Go

Zugegeben, auch wenn ihr die Spawn-Rate von Shines enorm erhöhen könnt, ist und bleibt diese doch sehr überschaubar. Alle 150 Pokémon als schillernde Versionen fangen? Nahezu unmöglich - zumindest, wenn ihr dieses Vorhaben lediglich in Let's Go in Angriff nehmt. Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn ihr euer Switch-Abenteuer mit dem Mobile-Ableger Pokémon Go verbindet.

Übrigens: Hier lest ihr, wie ihr Pokémon Let's Go mit Pokémon Go verbindet.

Auf dem Smartphone gab es bereits dutzende Events und andere Möglichkeiten, schillernde Taschenmonster zu fangen. In der Folge haben die meisten Pokémon-Go-Spieler eine ganz beträchtliche Auswahl an Shinies. Und ja, ihr könnt nicht nur beide Spiele miteinander verbinden, sondern auch eure in Go gefangenen Shiny-Kreaturen hinüber zu Let's Go tauschen.

Hier gibt's weitere Tipps und Guides zum Spiel

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