Fortnite-Entwickler Epic tritt mit dem Epic Games Store in Konkurrenz zu Steam

88 Prozent des Umsatzes geht an die Entwickler.

Epic Games plant die Eröffnung einer eigenen Download-Plattform und tritt damit in Konkurrenz zu Valves Steam.

Gleichzeitig verspricht man den Entwickler eine Umsatzbeteiligung in Höhe von 88 Prozent.

Das ist ein viel besserer Deal für Entwickler als zum Beispiel bei Steam. In der Vergangenheit beanspruchte Valve einen Anteil von rund 30 Prozent für sich. Damit bewegt man sich auf einem ähnlichen Niveau wie Nintendo, Sony und Microsoft in ihren digitalen Stores.

Valve hatte jüngst angekündigt, dass der eigene Anteil am Umsatz eines Spiels auf 25 Prozent sinkt, wenn ein Umsatz von über 10 Millionen Dollar erreicht wird. Und bei 50 Millionen sind es nur noch 20 Prozent.

Epic zufolge startet der Epic Games Store bald mit einer kuratierten Auswahl an Spielen für PC und Mac. Im Jahr 2019 möchte man den Store dann breiter für weitere Spiele und Plattformen öffnen.

Dabei empfängt man jedes Spiel mit offenen Armen. Auch die, die nicht mit der Unreal Engine entwickelt wurden. Spiele, die die Unreal Engine nutzen, müssen dann aber keine Lizenzgebühren für Umsätze zahlen, die über den Epic Games Store erzielt werden.

Wie Epics Tim Sweeney gegenüber Eurogamer angibt, ist das Unternehmen auch offen für PUBG im Epic Games Store - trotz der schwierigen Beziehungen zwischen Epic und PUBG Corp. Anfang des Jahres ließ PUBG Corp eine Klage gegen Epic fallen, in der man dem Unternehmen Verstöße gegen das Urheberrecht vorwarf. Das Interessante daran ist, dass PUBG auf Epics Unreal Engine basiert und die chinesische Firma Tencent Anteile an beiden Unternehmen hält.

Ebenso gibt es im Epic Games Store ein "Support-a-Creator"-Programm. Es ist dazu gedacht, Entwickler mit über 10.000 YouTubern oder Twitch-Streamern zu verbinden und Letztere dafür zu belohnen, den Entwicklern zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Für Entwickler sind das natürlich wunderbare Konditionen, dennoch dürfte es der Epic Games Store schwer haben, gegen das Quasi-Monopol von Steam anzukommen - und das trotz anderer Plattformen wie GOG, Origin, Uplay oder Battle.net. Über 100 Millionen Nutzer gibt es auf Steam und rund zehn Millionen davon sind gleichzeitig online.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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