Nicht alle Jahre drängt eine Technologie auf den Markt, die grundlegend verändert, wie wir ein Medium erleben. Virtual Reality ist aber trotzdem gerade dabei und beschert denjenigen, die sich darauf einlassen - etwa auf PlayStation VR, der erfolgreichsten Plattform ihrer Art - eine neue Perspektive auf bekannte Videospielkonzepte und erfindet fast nebenbei noch ein paar neue. Dennoch ist es nicht ganz einfach, VR jemandem zu beschreiben, der es noch nicht ausprobiert hat. Deshalb hier einige der wichtigsten Vorzüge dieser imponierenden Erfahrung und was der einfachste Weg ist, um diese selbst zu erleben.

1. Die Kritiker sind sich einig: Die besten Virtual-Reality-Spiele gibt's auf PlayStation VR

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Nirgends gibt es eine bessere Auswahl an tollen VR-Spielen als hier, was sich natürlich in den Wertungen der einschlägigen Titel wiederspiegelt. 2018 bescherte PS VR der PlayStation 4 zum Beispiel einen ihrer besten Titel überhaupt, das zuckersüße ASTRO BOT Rescue Mission, das auf dem Test-Aggregator Metacritic eine sagenhafte Durchschnittswertung von 90 Prozent erhielt. Aber auch das hypnotisierende Tetris Effect (89 Prozent) oder Beat Saber (84 Prozent) sind Lieblingsspiel-Material, das sich gewaschen hat und das auf einzigartige Weise vom Eintauchen in die virtuelle Realität profitiert.

Und auch die Dritthersteller sind häufig mit wundervollen Triple-A-Erlebnissen bei der Hand. Der scheinbar unsterbliche Klassiker Skyrim VR inszeniert seine Welten ebenfalls seit Kurzem aus der Ehrfurcht-gebietenden VR-Perspektive, während euch in Resident Evil 7 der Schrecken näher kommt, als es auf einem Fernseher je möglich wäre. Borderlands 2 eröffnet diesen Dezember einen in VR bisher ungesehenen Loot-Reigen und DOOM VFR zieht euch auch virtuell-körperlich und nicht nur an den Augen in seine höllische Schießbude. In die Gegenrichtung, nämlich hoch hinaus, geht es ab dem 18. Januar 2019 in Ace Combat 7: Skies Unknown, das endlich die sich wacker haltende Behauptung untermauert, dass fliegen wirklich schöner ist - denn wer es in VR nicht glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

2. Der leichteste Einstieg in die Welt eines technologischen Wunders

Wo andere Lösungen sündhaft teure Spiele-PCs und gleichmäßig platzierte Sensoren samt Einrichtung und Kalibrierung voraussetzen, ist PlayStation VR eine vergleichsweise kostengünstige Plug-and-play-Lösung. Die PlayStation Kamera an den rückwärtigen Port der PS4 oder PS4 Pro gestöpselt, eine kleine Kabelweiche per HDMI und USB zwischen TV und Konsole geklemmt, einen Kopfhörer an den Klinkenausgang der Kabelfernbedienung der Brille und eigentlich kann es dann schon direkt losgehen.

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Aufsetzen und Spaß haben.

Die Brille selbst ist komfortabel anpassbar, nicht zu schwer und auch eine längere Spielsitzung hindurch wunderbar angenehm zu tragen. Brillen finden problemlos unter PlayStation VR Platz, sofern sie nicht aus der Scherzartikel-Abteilung stammen. Einfacher geht es erwiesenermaßen nicht, wenn es echtes VR sein soll, das umfassende Spielerlebnisse ermöglicht.

3. Eine neue Dimension tut sich auf

Der erste Punkt verrät Uneingeweihten allerdings noch nichts darüber, warum sie VR überhaupt eine Chance geben sollten. Nun, das ist im Grunde mit einem Satz erklärt: Alles hat die richtige Größe. Man merkt erst, wenn man mal PS VR auf der Nase hatte, wie viel Arbeit man unterbewusst leisten muss, um TV-basierten Videospielen abzunehmen, dass man sich wirklich an einem fremden Ort befindet. Schließlich ist alles - Welten, Menschen, Kreaturen - auf die Relationen einer wohnzimmertauglichen Flimmerkiste geschrumpft, als blickte man in ein besonders gut modelliertes Puppenhaus. Sobald in VR das erste Mal ein Gegner um die Ecke kommt - etwa in Resident Evil 7 -, der einen physisch um einen guten Kopf überragt, weiß man, was echte Furcht ist.

Dieser Eindruck authentischer Dimensionen und Abmessungen erzeugt einen Wow-Effekt wie wenig anderes. Ob man nun in Eve: Valkyrie an einem gewaltigen Großkampfschiff vorbeifliegt, von dem man schwören könnte, es sei wirklich 800 Meter lang, ob gigantische Affenarme im charmanten Hüpfer ASTRO BOT Rescue Mission nach euch greifen oder ob ein Weißer Hai euren Taucherkäfig in einer Armlänge Entfernung in The Deep aus der Erlebnissammlung PS VR Worlds zerlegt: Alles wirkt echter, beeindruckender und unmittelbarer, wenn es nur die richtige Größe hat.

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Der will nur spielen.

Und auch spielerisch macht sich ein Effekt bemerkbar. Wiederum: Weil alle Abmessungen stimmen und dieses 3D echt und wahrhaftig ist, weil es sich um euch herumwickelt - dreht euch um und hinter euch ist immer noch Spielwelt - schätzt ihr Abstände und Geschwindigkeiten besser ein. Niemand - nicht einmal jemand, der mit 3D-Jump-and-Runs seit PlayStation-1-Tagen auf Kriegsfuß stand und die 2D-Schule bevorzugt - springt in ASTRO BOT oder Moss noch daneben. In Rennspielen wie Dirt Rally oder WipEout nimmt man Kurven leichter mit Maximaltempo auf der Ideallinie und in Creed: Rise to Glory passt man genau den richtigen Zeitpunkt für linke Haken ab. Unbeschreiblich.

4. Bewegungen, die ganz eure sind

Die andere Hälfte der Immersionsgleichung bringt der Spieler selbst mit: seine Bewegungen, die sich durch die sensorische Erfassung der Brille und etwaiger Move-Controller wahnsinnig passend in das Spielerlebnis einfügen. Physisch selbst nach einem Gegenstand zu greifen, eine Pistole oder einen Bogen von Hand zu zielen, in die Knie zu gehen, um hinter einer halbhohen Wand Schutz vor Beschuss zu suchen und sich wieder daraus hervorzulehnen - das sind Dinge, die in normalen Videospielen unfassbar nebensächlich sind, euch in VR aber tiefer in der Welt versinken lassen.

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Superhot VR versetzt euch an einen Ort, an dem eure Bewegungen den Verlauf der Zeit steuern.

Den Kopf leise um eine Ecke zu neigen, um zu schauen, ob ein Feind den Gang dahinter bewacht - und ihn verschreckt wieder einzuziehen, wenn der Feind dann doch näher ist, als erwartet ¬ ist ein einschneidender Moment, und doch etwas, das man ganz natürlich, selbstverständlich und wie von alleine macht ¬ ohne groß nachschauen zu müssen, welche Taste noch mal Lehnen war. Doch es beginnt schon mit viel subtileren Dingen: Ihr betrachtet die Welt aus welchem Winkel auch immer ihr wollt. Die Unterseite des Tisches vor euch? Kein Problem ¬ vielleicht hat ja jemand etwas an der Unterseite versteckt? Wollt ihr an einen Gegenstand besonders nah herangehen? Kein Problem: Macht das einfach, was ihr in Wirklichkeit machen würdet - und versinkt dabei tiefer in der Erfahrung, als das durch das Drücken einer Taste möglich wäre.

5. Die Macht eines großen Spielherstellers

PlayStation VR hat das mit Abstand beste Portfolio an hochwertigen und umfassenden VR-Spielen. Sony entwickelt mit großem Aufwand selbst abendfüllende Erlebnisse - den genial-verspielten Hüpfer ASTRO BOT Rescue Mission und das Gangster-Epos Blood & Truth zum Beispiel - oder unterstützt mit viel Aufwand ambitionierte Teams bei der Realisierung von Hits wie Firewall: Zero Hour oder The Persistence. Hinzu kommen die vielleicht beste Tetris-Version mit Tetsuya Mizuguchis Tetris Effect und aufwendige Titel von Bethesda - Skyrim VR, Doom VR -, Ubisoft - Transference, Star Trek Bridge Crew - und From Software mit ihrem Déraciné. Dabei hätten wir von wundervollen Indie-Experimenten der Marke Headmaster noch gar nicht angefangen, das ihr allein mit eurem Kopf spielt, um in einem humorvollen Szenario mit Fußbällen Ziele wegzuköpfen.

Und natürlich ist Sony als Plattformanbieter in der besten Position, interessantes Zubehör zu entwickeln, das die Spielerlebnisse angemessen komplementiert. Den gelungenen Aim-Controller etwa, der die gute alte Lightgun-Zeit mit analogen Kontrollen vereint und zum Beispiel in Firewall: Zero Hour fantastische Dienste leistet. So oder so: Welche Art Spiel ihr auch immer sucht, die Auswahl kann sich mehr als sehen lassen. Vom Jump-and-Run über kompromisslosen Horror bis hin zu allerlei geselligen Miteinander-Games wird hier jeder fündig.

6. "Brillenträger" unter sich: Virtuelle Geselligkeit - neu definiert

Es ist schwer zu beschreiben, aber viele Multiplayer-Spiele leben in VR auf, weil man sich wirklich in Gesellschaft anderer Leute fühlt. Natürlich löst jedes Spiel das anders, aber meist sind es die Kopfbewegungen, die den Unterschied machen. Viele Spiele, Sportsbar VR zum Beispiel, übersetzen jedoch zusätzlich auch Handbewegungen ins Spiel. So ertappt man sich häufig selbst dabei, wie man beim Reden mit seinem Spielpartner gestikuliert, als stünde man wirklich neben ihm und Fragen schon mal allein durch Nicken oder Kopfschütteln beantwortet.

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Nie wieder allein.

Nicht zuletzt liegt es wohl daran, dass man diese virtuellen Räume, die PlayStation VR vor euch ausrollt, als real empfindet - real genug zumindest, dass man sich schon mal auf einem Tisch abstützen oder an einer Wand anlehnen will, welche in Wirklichkeit gar nicht da sind. Und wenn der Raum und die Welt real sind, dann ist es auch der wie in echt mit den Händen wedelnde, mit euch sprechende Spielpartner, dessen Kopf sich passend zu seinen Worten bewegt - das erzählt euch zumindest euer Unterbewusstsein, ob ihr es nun hört oder nicht. Deshalb sind viele VR-Erlebnisse vor allem auch als virtuelle Treffpunkte mit weit entfernten Freunden oder Verwandten wunderbar geeignet und ein wichtiger Teil dieses einzigartigen Spielerlebnisses, das euch VR bietet.

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