Der Einstieg in eine neue Art von Hardware kann manchmal ein recht unübersichtliches Unterfangen sein. Welches Zubehör braucht man, um direkt loslegen zu können? Welche Spiele braucht es und wie komme ich an ein günstiges Angebot dafür? Bundles schaffen da häufig Abhilfe, weil sie attraktive und mit allem Nötigen ausgestattete Pakete zu schmalen Preisen schnüren.

Wer wegen des überaus guten Jahres, das PlayStation VR an der Spielefront hatte, jetzt mit dem Gedanken spielt, sich die Virtual-Reality-Brille für seine PlayStation 4 oder PlayStation 4 Pro zuzulegen, dem bietet sich mit dem PlayStation VR Mega Pack eine besonders attraktive Gelegenheit, in die Welt dieser besonderen Sinnesmassage einzusteigen. Dröseln wir das Paket doch einmal auf.

"Was ist in dem Karton!?"

Ganz einfach eigentlich: die Brille selbst und alles, was man für den Anschluss an die Konsole braucht: Die Prozessoreinheit, die man zwischen Fernseher und Konsole klemmt, ein HDMI-, ein USB- und ein Stromkabel sowie die Strippe, welche die Brille und Prozessoreinheit verbindet. Dazu die PlayStation Kamera, die an den dafür vorgesehenen Steckplatz an der Rückseite der Konsole gestöpselt wird.

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Alles drin, alles dran.

Die Installation der restlichen Geräte ist dankbarerweise unkompliziert: Das HDMI-Kabel, das eigentlich von der Konsole in den TV führen würde, steckt man in den Eingang der Prozessorbox; das zusätzliche mitgelieferte Kabel führt vom Ausgang selbiger dann zum TV. Noch den USB-Anschluss mit der Konsole verbunden, das eine Ende des Brillen-Anschlusskabels in die Prozessor-Front gesteckt und das Buchsenende mit der PS VR verbunden. Sobald die Prozessoreinheit am Strom hängt, seid ihr im Grunde einsatzbereit. Alles Weitere in Sachen Einrichtung erklärt euch eure PlayStation, sobald sie erkennt, dass eine PS VR an der Konsole hängt.

Doch das alles wäre natürlich nichts ohne die Spiele. Und davon liegen gleich fünf dem Paket in Form von Download-Codes bei.

PlayStation VR Worlds - "Einmal von allem, bitte! Danke."

Es ist der archetypische Potpourri-Titel - eine Sammlung an Erlebnissen, statt ein zusammenhängendes Spiel im eigentlichen Sinne, was Sonys London Studio hier auf die Beine gestellt hat. Ihr taucht mit Haien, verfolgt eine Gangster-Geschichte im Herzen der britischen Hauptstadt, springt als Mech im Weltall von einem Asteroiden zum nächsten, spielt eine Art futuristisches Pong oder rast auf einem Rollbrett einen Abhang hinunter. Ein guter Start, um Leuten in einem überschaubaren Zeitrahmen und mit maximalem Unterhaltungswert die Möglichkeiten von VR näherzubringen. Pflichtadresse für Einsteiger.

Doom VFR - Willkommen in der Hölle

Diese speziell für VR entwickelte Doom-Version zieht euch an den Kabeln eurer PS VR förmlich in die Hölle hinein. Und wenn sich diese Dämonen-verseuchten Umgebungen erst einmal um euch herumgewickelt haben, findet man so schnell nicht wieder heraus. Das Gameplay von VFR gibt sich noch gradliniger als das Basisspiel ohne VR: Es ist einfach eine glorreich überhöhte Schießbude, in der allein eure Zielgenauigkeit und eure Übersicht zählen, wenn die Monster wirklich von allen Seiten über euch hineinbrechen. Clevere Steuerungsfunktionen sorgen für bestmöglichen Komfort auch im wildesten Getümmel und all diese widerlichen Kreaturen und martialischen Waffen aus nächster Nähe zu betrachten, erzeugt eine Unmittelbarkeit, die anderen Versionen des Spiels abgeht. In intensive kurzen Schüben immer wieder für eine Runde gut.

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WipEout Omega Collection - "Im Rausch der Geschwindigkeit!"

Halsbrecherisches Tempo, irrsinnige Stürze und Steilkurven, die man beinahe am ganzen Körper merkt. Wie eine gute Achterbahn ist auch WipEout Omega Collection, das man komplett in VR erleben darf, nichts für schwache Nerven. Das sehenswerte und nervenaufreibende Paket umfasst WipEout Fury HD und WipEout 2048. Dass die Entwickler das Erlebnis dennoch stets kontrollierbar und dank cleverer Cockpiteinblendungen vergleichsweise komfortabel halten, spricht Bände über ihr Talent. Dieses Geschwindigkeitsgefühl und diese Beherrschung seines schwebenden Rennwagens erzeugt nur VR, weil echtes 3D und wahres "Mittendrinsein" einfach Wunder für Rennspiele bewirken.

Skyrim VR - "Wahre Größe"

Gerade als man denkt, es gäbe nichts mehr über Skyrim zu sagen, kommt auf einmal eine VR-Version um die Ecke, die komplett verändert, wie man dieses wohlvertraute Spiel erlebt. Der Effekt ist - gelinde gesagt - umwälzend. Wenn eine Burg auch gefühlt gewaltig groß ist, Kreaturen und Gegner den Spieler überragen und ihm dann noch gefährlich nahekommen, dann merkt man erst: So "hier" wie in VR war man in Skyrim noch nie. Sich hinter seinem Schild zu verstecken, während Drachen einem ihren feurigen Atem entgegenspucken, selbst auf einer Klippe stehend einen Blick in den Abgrund zu werfen und dabei den Schwindel verspüren und fast den klammen Mief finsterer Dungeons riechen zu können, das hat es durchaus in sich und bereichert ein Spiel, von dem man eigentlich dachte, man würde es schon in- und auswendig kennen, um eine ebenso willkommene wie beeindruckende neue Perspektive.

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Knistert förmlich in den Fingern: Skyrim VR.

ASTRO BOT Rescue Mission - "Der neue VR-Superstar"

Das unangefochtene Highlight des VR-Jahres stellt auch das Kronjuwel des PlayStation VR Mega Pack dar: Ein charismatisches Jump-and-Run, das sich mit links auch neben Genre-Größen behauptet, weil es sich hinter jeder Ecke neu erfindet und dabei maximalen Nutzen aus der Darstellungsform Virtual Reality zieht. Vorbei die Zeiten lästiger Kamerakontrolle mit dem rechten Stick, jetzt schaut ihr euch einfach mit eurem Kopf um - und entdeckt dabei so einiges, das euch sonst entgangen wäre. Wahnsinnig gelungen ist den Entwicklern auch das Spiel mit Höhenunterschieden, gerade in kniffligen Sprungpassagen wird hier verspielter Nervenkitzel erzeugt. Und die Einbindung eures Kopfes in Form der VR-Brille und des DUALSHOCK 4 ist immer wieder für neue Spielsituationen gut, die das Erlebnis bis zum Schluss frisch halten. ASTRO BOT Rescue Mission ist schiere gute Laune.

Was kostet die (virtuelle) Welt?

Das PlayStation VR Mega Pack kann euer sein für nur 329 Euro unverbindliche Preisempfehlung, was angesichts der Auswahl an Spielen ein echtes Schnäppchen ist. Der Straßenpreis liegt aktuell noch deutlich darunter. Selbst, wenn man noch nicht einmal eine PlayStation 4 besitzt - Neugeräte gibt es bisweilen schon ab 200 Euro - ist die PlayStation VR immer noch die mit Abstand günstigste Variante, in diese neue Technologie einzutauchen. Bei anderen Lösungen kosten Brille und ein entsprechend starker PCs, der sie mit Spielen versorgt, schon mal das Vielfache. Kurzum: Die Zeit, sich in wahrhaft virtuelle Welten aufzumachen, war nie so günstig wie heute und nie so einfach wie mit dem PlayStation VR Mega Pack.

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