Das Drama rund um Metro Exodus und den Epic Games Store geht weiter

Der Publisher reagiert auf den Kommentar eines Entwicklers.

Nach der Entscheidung, Metro Exodus auf dem PC vorerst exklusiv im Epic Games Store anzubieten, wird es so schnell nicht ruhig um das Spiel.

In einem neuen Statement bittet Publisher Deep Silver darum, etwaigen Ärger nicht gegen die Entwickler zu richten.

Zuvor hatte ein anonymer Mitarbeiter von Entwickler 4A Games mit dem Nutzernamen "scynet" sich auf der Webseite Gameru.net über den Ärger der Fans geäußert. "Wenn PC-Spieler einen Boykott von Metro durchführen, wird das nächste Metro - wenn es kommt - definitiv nicht auf dem PC erscheinen", schreibt er. Die Reaktionen hält er für "kaum angemessen". Und weiter: "Es scheint, dass die Leute es nicht spielen wollten und einfach auf einen Grund warteten, um ihrem Zorn freien Lauf zu lassen."

Man habe jahrelang hart an dem Spiel gearbeitet und versucht, daraus etwas Besonderes zu machen. "Aber eine bestimmte Gruppe von Spielern glaubt, dass es unsere Arbeit nicht wert ist, in ein paar Minuten einen Launcher zu installieren", fügt er hinzu. "Natürlich ist das ihr gutes Recht, aber wie sehr interessieren sie sich dann für Metro? Offensichtlich nicht sehr viel. Ich kann nur sagen, dass das nicht unsere Spieler sind, sie interessieren sich nicht für unsere Arbeit. Und daher ist auch ihre Meinung nicht für mich interessant. Warum sollte ich persönlich (und nicht nur ich) auf ihre Meinung hören?"

Als Reaktion auf den Deal begannen Spieler unter anderem damit, den beiden Vorgängern - Metro 2033 und Metro: Last Light - auf Steam schlechte Bewertungen zu verpassen.

Zugleich äußerte sich Deep Silver zu dieser Aussage eines Entwicklers.

"Die Entscheidung, Metro Exodus statt auf Steam im Epic Games Store anzubieten, wurde allein von Koch Media/Deep Silver getroffen", heißt es. "Der jüngste Kommentar eines Mitarbeiters von 4A Games spiegelt nicht die Ansichten von Deep Silver oder 4A Games hinsichtlich der Zukunft der Reihe wider. Sie zeigen den Frust und die Enttäuschung einer passionierten Einzelperson über den Wandel von positiven Reaktionen über das Spiel hin zu einer Kontroverse aufgrund einer geschäftlichen Entscheidung, auf die sie keinen Einfluss hatte. Wir bitten darum, dass sämtliches Feedback bezüglich dieser Entscheidung an Koch Media/Deep Silver gerichtet wird, nicht an die Entwickler von 4A Games."

"Die künftige Veröffentlichungsstrategie für die Metro-Serie liegt in den Händen von Koch Media/Deep Silver", sagt der Publisher. "Unsere Entscheidung hinsichtlich der Partnerschaft mit Epic Games hatte das Ziel, in die Zukunft der Reihe und in unseren Entwicklungspartner 4A Games zu investieren. Wir haben jede Absicht, diese Reihe fortzusetzen. Und eine PC-Version ist dabei immer ein wichtiger Bestandteil unserer Pläne."

Es geht also munter hin und her. Nächstes Mal sollte man sich vielleicht vorher absprechen, wer was sagt und wer wen in seiner Entscheidung unterstützt, um nicht einen chaotischen Eindruck zu erwecken.

Hoffen wir, dass am Ende weder das Spiel noch die Entwickler darunter zu leiden haben.

Metro Exodus erscheint am 15. Februar für Xbox One, PlayStation 4 und PC.

Metro Exodus ist hier vorbestellbar. (Amazon.de)

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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