When Ski Lifts Go Wrong zeigt euch die blutigen Konsequenzen eurer Fehlkonstruktionen

Baut lieber stabil.

Gibt es was Schöneres als einen kalten Winter mit viel Schnee? Ich weiß, da stimmt mir mit Sicherheit nicht jeder zu. Mir ist es tausendmal lieber als ein drückend heißer Sommer, wenn der Schweiß aus allen Poren rinnt. Zum aktuellen Winter-Feeling - wie viel ihr davon verspürt, hängt davon ab wo ihr lebt - passt das jüngst veröffentlichte When Ski Lifts Go Wrong, das euch in verschneite Skigebiete schickt.

Das Spielprinzip ist simpel und schnell erklärt. When Ski Lifts Go Wrong baut auf den Spielmechaniken des "Brückenbau-Genres" auf, denkt dabei an Spiele wie Bridge Constructor Portal. Der einzige Unterschied ist, dass ihr hier keine - oder eher wenige - Brücken, sondern Skilifte baut. Mit dem Ziel, die wartenden Touristen heil auf die Piste zu bringen.

Was nicht immer einfach ist. Es gibt verschiedene physikalische Aspekte zu berücksichtigen. Hängt das Seil zu tief? Falls ja, landen die Touristen unter Umständen im nächsten Baum und hinterlassen dann nach dem Sturz eine Blutlache im Schnee. Das wirkt ein wenig übertrieben, aber das Spiel zeigt euch mit solchen Blutspritzern an Bäumen, Steinwänden und allen anderen möglichen Stellen an, wenn was schief läuft. Und es läuft des Öfteren schief, wenn ihr zu Beginn eines Levels herumprobiert. Dann liegt es an euch, nachzubessern und eine problemlose Transportmethode auszutüfteln.

Wie ihr es nicht machen solltet.

Neben der Seilphysik sind Spannungen und Belastungen zu beachten. Ist die Belastung zu groß, klappt eure Konstruktion wie ein Kartenhaus in sich zusammen oder zur Seite und reißt die Passagiere in den Tod. Es gilt, für Stabilität zu sorgen und gleichzeitig das Budget im Auge zu behalten. Es ist zwar möglich, das vorgegebene Budget zu überschreiten, im Gegenzug verpasst ihr so eine der Medaillen in dem Level. Die Schwierigkeit ist, das Ziel mithilfe des gegebenen Geldlimits zu erreichen.

Zu Beginn stellt euch die Kampagne des Spiels noch vor keine großen Herausforderungen. Später gestalten sich die höheren Gipfel schwieriger und komplexer. Für ein wenig Auflockerung zwischendurch sorgen Level, in denen ihr einen Schneefahrer oder ein Schneemobil steuert. Nach Möglichkeit immer mit der richtigen Balance - dazu nutzt ihr die Tasten -, damit ihr keinen tödlichen Unfall baut. In einem Level springt ihr zum Beispiel mit eurem Skifahrer in Richtung einer Schneekanone, vor der sich eine einzusammelnde Medaille verbirgt. Besagte Schneekanone bläst euch im Anschluss zurück in Richtung Ziel. Damit das alles klappt, passt ihr zum Beispiel die Leistung der Schneekanone an oder die Beschleunigung der Sprungschanze, damit euer Skifahrer nicht übers Ziel hinaus ins Nirgendwo fliegt.

So schon eher.

Das Bauen und das Austüfteln der perfekten Konstruktion(en) erzeugt ebenso einen Suchtfaktor wie in vergleichbaren Titeln. Wenn ihr damit was anfangen könnt. Interessiert euch dieses Genre nicht, ändert sich durch When Ski Lifts Go Wrong wenig daran. Neben der Kampagne gibt es noch einen Sandbox-Modus, in dem ihr euch nach Lust und Laune austobt. Ihr passt das Gelände an, ändert zum Beispiel die Tageszeit und platziert Gebäude sowie diverse andere Objekte, legt die Levelziele fest. Auf Steam lässt sich das alles via Steam Workshop mit anderen Spielen teilen, auf der Switch ist ein Tausch nicht möglich.

When Ski Lifts Go Wrong ist jetzt kein Spiel, das ich stundenlang am Stück spiele. Trotz des dezent suchterregenden Spielprinzips reicht es dazu nicht. Zwischendurch ein paar Skilifte konstruieren, wenn die Lust mich packt? Gerne. Was sich davon abgesehen groß zum Spiel sagen lässt? Das Konzept geht auf. Das ist das Wichtigste. Es macht Spaß, die richtige Lösung auszutüfteln und wer am Brückenbau-Genre Gefallen findet, hat hier eine gute Möglichkeit, seine Gelüste nach mehr zu befriedigen. Aufgabe erfüllt.

Entwickler/Publisher: Hugecalf Studios/Curve Digital - Erscheint für: PC, Switch - Preis: ca. 15 Euro Euro - Erscheint am: erhältlich - Gespielte Version: Switch - Sprache: Deutsch - Mikrotransaktionen: nein

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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