Wie wir am Mittwoch berichteten, erscheint Julian Gollops Phoenix Point vorerst exklusiv im Epic Games Store.

Für diese Entscheidung müssen die Entwickler jetzt einiges an Kritik einstecken.

Der Hintergrund: Das Spiel, ein geistiger X-COM-Nachfolger, wurde via Crowdfunding finanziert. Backern wurde damals ein Steam-Key für ihre Unterstützung versprochen.

Jetzt erscheint das Spiel aber vorerst exklusiv im Epic Games Store und wird ein Jahr lang nur dort erhältlich sein. Backer erhalten nach diesem Zeitraum einen Steam- oder GOG-Key zusätzlich zu ihrem Key für den Epic Games Store. Ebenso bekommen Unterstützer die angekündigten DLCs kostenlos und wer das möchte, kann eine Rückerstattung anfordern.

Auf Reddit erklärt Gollop, er habe Epic hinsichtlich der Möglichkeit eines Deals kontaktiert. Das Geld, das man dafür erhalte, komme dem Spiel zugute.

Bei manchen Leuten stößt er damit aber auf taube Ohren, andere zeigen, wie Spieler einfach eine Rückerstattung anfordern können.

In einem Statement gegenüber Eurogamer entschuldigt sich Gollop bei unzufriedenen Backern des Projekts.

"Es tut uns wirklich leid, wenn Backer angesichts unseres Plattformwechsels verärgert sind", sagt er. "Es war nicht unsere Absicht, jemanden zu betrügen. Das Beste, was wir tun können, ist, eine Entschädigung in Form zusätzlicher Inhalte zu bieten, die im Jahr nach der Veröffentlichung erscheinen. Dazu zählen mindestens drei große DLC-Pakete. Ebenso erhalten sie zum Ende der Exklusivität zusätzlich zu ihrem Epic-Key einen Steam- oder GOG-Key. Wenn sie damit nicht glücklich sind, geben wir ihnen auch eine komplette Rückerstattung."

Gollop rechnet jedenfalls nicht damit, dass sich das alles negativ auswirken wird.

"Ich denke nicht, dass sich der Epic-Deal auf den Launch von Phoenix Point auswirkt", sagt er. "Bis dahin wird der Epic Store etablierter sein, mehr Features haben. Ich weiß, dass Epic das Ziel hat, einen Store aufzubauen, der sowohl entwickler- als auch kundenfreundlich ist. Sie haben einige gute Ideen, um ihn von den Alternativen abzuheben."

Einige Spieler würden sich zwar lautstark äußern, es gebe aber keine signifikant hohen Anforderungen einer Rückerstattung.

"Am Dienstag schickten wir allen 47.000 Backern eine E-Mail, um sie über den Epic-Deal zu informieren", erläutert Gollop. "Am nächsten Tag hatten wir 1.300 Leute, die ihr Geld zurück haben wollten. Einen Tag später stieg diese Zahl auf 1.600. Wir rechnen nicht damit, dass mehr als fünf oder sechs Prozent unser Backer langfristig gesehen eine Rückerstattung anfordern."

Erscheinen soll Phoenix Point im September.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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