Nachdem ihr das Versunkene Tal mit Bravour hinter euch gebracht habt, wartet jetzt die absolute Shinobi-Reifeprüfung auf euch. Der Löwenaffe, beziehungsweise Wächteraffe, wie das Spiel den Gegner nach der Konfrontation nennt, kündigt sich als Boss mit nur einer Lebensleiste an, verfügt aber tatsächlich über zwei. Nach dem ersten Todesstoß ändert er drastisch seine Beschaffenheit, Vorgehensweise und Affinitäten.

Ein Attentat vor dem eigentlichen Kampf, um diesen zu verkürzen, ist nicht möglich.

Der Kampf gegen den Wächteraffen macht zunächst sprachlos, so furios und kraftvoll drischt er auf euch ein. Man könnte fast die Lust am Spiel verlieren, so kompromisslos scheint dieser Brutalo mit dem Schwert im Hals. Aber eigentlich ist er doch sehr machbar. Wie schon bei der Verdorbenen Nonne ist auch hier das Reichweiten-Management der Schlüssel zum Sieg:

Schaltet ihn auf und bewegt euch meist rennend just außerhalb seiner Reichweite und immer seitlich zu ihm, da ihr nicht in die Verlegenheit kommen wollt, von ihm für einen Distanzangriff mit giftigem Affendung beworfen zu werden. Ermöglicht es euch, nicht nur, ihm und seinen Angriffen zu entkommen, ihr könnt euch ihm auch schnell für einen flinken Treffer nähern oder einfach nur gefahrlos seine Reichweitengrenze kurz penetrieren und ihn so zu einem Angriff verleiten, der euch nach einer kleinen Kurskorrektur aus dem Radius befördert, in dem er euch treffen kann.

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Moin!

Die Renn-Taktik ist der Kontertaktik unseres Erachtens nach auch überlegen, weil sich fast alle seiner Schläge zwar blocken lassen, der Haltungsschaden sich natürlich gewaschen hat. Lieber erst gar nicht treffen lassen.

Seinen beiden nicht-blockbaren Griff-Attacken muss man um jeden Preis ausweichen: In der ersten Phase schnappt er euch kurzerhand mit einer flinken, aber nur in der Horizontalen weitreichenden Bewegung seines rechten Arms und nimmt euch einen Großteil eurer Lebensenergie, indem er euch quer durch die Arena pfeffert. Den zweiten unblockbaren Angriff packt er aus, wenn ihr die Lebensleiste gut auf die Hälfte heruntergeprügelt habt. Er wirft sich dann mit einem Move auf euch, den ein Wrestler wohl einen Body Splash nennen würde.

Seiner ersten unblockbaren Attacke weicht ihr durch einen einfachen Sprung aus, wenn er zur zweiten ansetzt, rennt ihr bei aufgeschaltetem Gegner seitlich von ihm weg und - wenn er in die Luft springt auf ihn zu, aber seitlich an ihm vorbei, sodass ihr hinter ihn kommt für einige gefahrlose Schläge. Aber wie immer gilt: Nicht zu gierig werden, wenn ihr ihn dreimal trefft, pro vereitelter Attacke, ist das mehr als genug.

Die Schwächen des Löwenaffen sind das Schwert, das ihm im Hals steckt und an das ihr euch vor allem in der ersten Phase des Fights immer wieder mit dem Greifhaken heranzieht, um ihm noch im Flug ein, zwei Treffer zu verpassen. Und außerdem kann dieser Boss nicht blocken, zeigt sich nach mehreren erfolgreichen Treffern immer wieder benommen und ist sekundenweise für weitere Attacken offen.

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Du hast da was am Hals, warte, ich helfe dir!

Bleibt immer nah genug dran, dass er denkt, er könnte euch erwischen, so startet er in seine wilden Schlagserien, die immer wieder in verwundbaren Momenten enden: Nach einer Drehattacke bleibt er kurz auf dem Hosenboden sitzen und ist dann verletzbar. Manches Mal setzt er danach aber auch direkt seinen Angriff fort, weshalb dieser Move verlockend ist für einen Gegenschlag, aber schon eher eine der unvernünftigeren Gelegenheiten. Zumal er aus seinem Hinterteil auch "Dampf" ablassen kann, um euch zu vergiften.

Besser ist es da schon, die Situation abzuwarten, in der der Affe wild um sich schlagend auf dem Rücken liegt. Bewegt euch während seiner wutentbrannten Strampelei an den Kopf oder die Füße - nicht zu nah ran - und schlagt zu, sobald er das Wedeln mit Armen und Beinen einstellt. Dann wieder auf Abstand. Ihr werdet euch wundern, wie oft ihr kurz in seinen Rücken gelangt. So auch bei seiner längsten Kombo, an deren Ende er für einen Doppelfaustschlagt kurz in die Luft spring: Ist er in er Luft, rennt man mit passendem Timing leicht hinter ihn und kann ihm ein paar rote Striemen auf seinem Pavianhintern verpassen. Ihr könnt diese Kampfpausen auch mit Feuerwerk selbst provozieren, was ihr bei jeder Gelegenheit tun solltet

Nach ein paar empfindlichen Treffern liegt er zudem oft kurz darnieder und kann dann weiter angegangen werden. Ein Todesstoß und eine Enthauptung später geht der Löwenaffe dann unter die Erscheinungen und verteilt plötzlich Grauen-Schaden mit einigen seiner Angriffe.

Löwenaffe / Wächteraffe - Phase 2

Auf das gewaltige Schwert müsst ihr besonders achtgeben.

Nehmt regelmäßig einen Schluck aus der Melierten lila Kürbisflasche, um eure Anfälligkeit für Grauen zu reduzieren oder werft ein Beruhigungsmittel ein. Göttliche Konfetti hilft in diesem Kampf, aber versucht es ruhig erstmal ohne, denn so häufig, wie man passiv die Aktionen des Wächteraffen abwarten muss, ist es unter Umständen ein bisschen verschwendet. Die Kampftechnik Sterbliche Klinge erweist sich außerdem als sehr effektiv. Da es aber unwahrscheinlich ist, dass irgendjemand genügend Geistembleme und Vorräte dabeihat, um sich alleine darauf zu verlassen, muss man auch diese Moves genau studieren.

Einen startet der Affe, wenn ihr etwas weiter weg seid. Er wirft sich dann vorwärts und schlittert auf euch zu, um gegen Ende der Bewegung mit dem Schwert in der rechten Hand von rechts zuzuschlagen. Über diese Attacke könnt ihr springen und ihn dann von hinten treffen. Das quittiert er zwar meist mit einem Schrei, der massiven Grauen-Schaden anrichtet. Eure Medikamente und ein schneller Rückzug bewahren euch in dieser Situation aber vor Schlimmerem. Geht einfach auf Abstand und wartet die nächste Attackenserie ab.

Sein mit Abstand beliebtester Move ist eine Vier-Schlag-Serie, während er vorwärts gebeugt mit Stichbewegungen schnell auf euch zukommt. Der letzte der vier Stiche zieht immer in Richtung der vom Monster aus gesehen rechten Seite. Lauft vor diesem Move weg, verkürzt den Abstand gen Ende des Manövers und sobald das Schwert nach rechts zieht, lauft ihr links an dem Biest vorbei, um in dessen Flanke oder besser noch hinter ihm ein paar Treffer zu landen.

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Pfui Backe!

Viel mehr ist nicht dabei. Wissen, wie man Abstand hält und wann man zuschlägt, ist das Wichtigste an diesem spektakulären Kampf.

Ist der Wächteraffe besiegt, erhaltet ihr seine Erinnerung, um eure Angriffskraft an der nächsten Bildhauer-Figur zu steigern (die gleich hier erscheint) und den Zarten Finger, den ihr als Prothesen-Modul Flötensignal in eurem Arm verbauen lassen könnt. Bevor ihr irgendwas anderes macht, solltet ihr noch zu dem Wasserfall an der Seite der Kampfarena laufen. Hier ist das Wasser tiefer und habt ihr schon die Mibu-Atemtechnik von der Verdorbenen Nonne erhalten, findet ihr auf dem Grund dieses Wassers den Gegenstand Wertvoller Köder.

Anschließend geht ihr in die Höhle die der Affe bewachte und holt euch, weshalb ihr hier seid: Die letzte Zutat für den Duft der Urquelle: Den Lotus des Palasts

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Danach steht euch prinzipiell der Weg zum Endgame und direkt zu zwei der vier Enden des Spiels offen. Ihr könnt nun ein paar letzte Upgrades kaufen und Module installieren lassen, bevor ihr zur Ashina-Burg zurückkehrt. Hier geht es zu unserem Artikel Sekiro: Alle Enden und wie ihr sie freischaltet - so erreicht ihr das beste Ende.

Weiter mit: Belagerte Ashina-Burg und Palast der Urquelle

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