Smash Bros Melee: Turnierspieler verlässt aus Frust mitten im Kampf die Bühne

Aufgrund der Taktik seines Gegners.

Ein Pummeluff-Spieler sorgte am vergangenen Wochenende bei einem Smash-Bros-Melee-Turnier für Unmut bei Zuschauern und seinem Gegner.

Der Grund dafür war die Taktik von Alejandro "Chango" Gastelum während des Battle of BC 3 in Vancouver. Er spielte die Stärken von Pummeluff in einem Match gegen Chaucer "Fauxhebro" Gilson aus, der mit den Ice Climbers antrat. Letzterer protestiere mit der Aufschrift "#FreeFaux" auf seinem T-Shirt zugleich gegen das Verbot einer speziellen "Wobbling"-Technik der Ice Climbers.

Am Ende erzwang Gilson ein fünftes Match um den Verbleib im Turnier. Währenddessen war ihm seine Frustration bereits anzumerken. Wiederholt schüttelte er angesichts der Taktik seines Pummeluff-Gegners, sich selbst auf Abstand zu halten, nachdem er mehr Gesundheit als sein Gegenüber hatte und damit im Vorteil war, den Kopf und änderte seinen In-Game-Namen in "PLAY", um Gastelum zu signalisieren, er solle vernünftig spielen.

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Wenig interessant für die Zuschauer.

Der spielte aber weiter defensiv und hielt sich bei einem Vorsprung von 3:2 von Gilson fern. Das führte schließlich dazu, dass Gilson irgendwann im Match seine Bewegungen einstellte, was dann auch sein Gegner tat.

Es passierte also nichts mehr. Die Kommentatoren beschwerten sich, das Publikum wurde unruhig und der Melee-Spieler Johnny "S2J" Kim hielt aus Protest seine beiden Mittelfinger aus der ersten Reihe des Publikums in die Kamera. Buhrufe erfolgten, doch Gastelum reagierte nicht und blieb wie verwurzelt stehen. Am Ende wurde es Gilson zu bunt und mitten im Match stöpselte er seinen Controller ab und verließ die Bühne.

Das bedeutete den Sieg für Gastelum, über den aber anscheinend niemand glücklich war.

Es wird fleißig darüber diskutiert, was in Matches angemessen ist. Die einen sehen darin nichts Verwerfliches und betrachten es als legitime Taktik, andere sehen in solchen Partien keinen Unterhaltungswert als Zuschauer - und das ist für die Community anscheinend wichtiger als die Freiheit bei der Charakterwahl. Beides ist nachvollziehbar. Manche fordern, Pummeluff komplett aus dem kompetitiven Bereich zu sperren, weil Matches mit dem Pokémon sowieso schon langsam genug seien.

Gleichzeitig ist die Frustration von Gilson verständlich. Ob die verbotene Ice-Climbers-Technik ihm dabei geholfen hätte, sich gegen seinen Gegner zu behaupten? Darüber lässt sich nur spekulieren. Gastelum spielte wiederum mit Pummeluff so effizient, wie es möglich war. Kann man ihm dafür einen Vorwurf machen?

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Quelle: Kotaku

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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