US-Senator will Lootboxen, Pay-to-win-Mechaniken und andere "manipulative Designs" verbieten

Rechtliche Konsequenzen für Entwickler, die Kinder ausnutzen.

US-Senator Josh Hawley hat ein Gesetz vorgeschlagen, das Pay-to-win-Mechaniken, Lootboxen und andere "manipulative Designs" in Spielen verbieten würde, die auf Kinder abzielen.

"In den letzten Jahren ist die Videospielindustrie zunehmend von Monetarisierungsmodellen abhängig geworden, die zwanghafte Käufe von Mikrotransaktionen durch Konsumenten fördern", heißt es in einem Statement.

"Wenn ein Spiel für Kinder designt ist, sollte es Spieleentwicklern nicht erlaubt sein, Abhängigkeit zu monetarisieren", schreibt er. "Und wenn Kinder für Erwachsene designte Spiele spielen, sollten sie vor zwanghaften Mikrotransaktionen geschützt werden."

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EAs FIFA-Reihe könnte eines der davon betroffenen Spiele sein.

Der republikanische Senator aus Missouri möchte ebenso erreichen, dass es rechtliche Konsequenzen für Entwickler gibt, die wissentlich Kinder auf diese Art und Weise ausnutzen.

Er nennt das Gesetz den "Protecting Children from Abusive Games Act" und es dient vor allem dem Schutz der Kinder. Gleichzeitig hätte es Auswirkungen auf Nicht-Kinderspiele, bei denen Kinder Zugriff auf Mikrotransaktionen haben.

Dabei benennt er konkret Lootboxen und Pay-to-win-Mechaniken als "manipulative Designs" und führt als Beispiel das "Luscious Bundle" von Candy Crush an. Es enthält 1.000 Einheiten In-Game-Währung, senkt vorübergehend die Schwierigkeit und bietet 24 Stunden lang unendliche Leben - zum Preis von 149,99 Dollar.

"Egal, welche Vorteile dieses Geschäftsmodell für die Technologiebranche hat, eine Sache ist klar: Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass Kinder durch solche Praktiken ausgenutzt werden", sagt Hawley.

Als Reaktion darauf gibt die Entertainment Software Association an, dass Lootboxen in Ländern wie Irland, Deutschland, Schweden und anderen ausdrücklich nicht als Glücksspiel gelten. Dass die Niederlande oder Belgien das anders sehen, lässt man außen vor.

"Wir freuen uns darauf, die Werkzeuge und Informationen mit den Senator zu teilen, die die Industrie bereits zur Verfügung stellt, damit die Eltern die Kontrolle über In-Game-Ausgaben haben", heißt es. "Eltern haben bereits die Möglichkeit, In-Game-Käufe mit einfach zu nutzenden Elternkontrollen einzuschränken oder zu unterbinden."

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Quelle: Webseite des Senators, Webseite des Senators

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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