Es ist so einfach, Raumschiffe ins Weltall zu schicken. Mit dem Finger antippen, auf den Weltraum ziehen und schwupps, im nächsten Augenblick sind sie da. Mit dem Finger ziehen? Klingt nach Casual-Spiel auf dem Smartphone. Falsch gedacht. In Space War Arena kommandiert ihr eure Flotte auf der Switch durchs All - und ja, wahlweise ebenso mit normaler Controller-Steuerung. Und dahinter steckt weit mehr taktischer Tiefgang, als es zuerst den Anschein hat.

Hinter dem Spiel steht mit Ed Annunziata der Schöpfer von Ecco the Dolphin. Der Hintergrund von Space War Arena ist, dass nach dem Ende eines intergalaktischen Krieges intelligente, autonom agierende Raumschiffe ihren Kampf weiterführen, um sich auf diese Art weiterzuentwickeln. Sie lernen neue Techniken, setzen neue Raumschiffe ein somit steigt Stück für Stück die Lernkurve - und mit ihr die Herausforderung.

Ihr arbeitet euch von einem Kampf zum nächsten. Überwiegend stehen sich dabei zwei Mutterschiffe auf beiden Seiten des Bildschirms gegenüber und werfen ihr Arsenal in den kleinen Raum zwischen ihnen. Und das mit einem Ziel: das feindliche Kommandoschiff vernichten. Vereinzelt nehmt ihr es zwischendurch zur Abwechslung mit mehreren Gegnerwellen hintereinander auf, die es zu bezwingen gilt.

Die Zusammenstellung eurer Flotte entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Im Kern ist Space War Arena ein Strategiespiel. Eines, in dem ihr keine Basis baut und keine Rohstoffe sammelt. Primär geht es darum, die richtige Zusammenstellung eurer Flotte für die jeweilige Mission zu finden und eure Einheiten zum passenden Zeitpunkt ins Gefecht zu schicken. Bei eurem Mutterschiff seht ihr auf der linken Bildschirmseite vier Buttons, die jeweils für einen Teil eurer Flotte stehen. Ob das jetzt kleine Jäger, ein Geschützturm oder größere Schiffe sind. Die Einheiten kosten unterschiedlich viele Warp-Punkte, die ihr automatisch mit dem Fortschreiten der Zeit anhäuft.

Da gilt es dann, den richtigen Zeitpunkt abzuwägen. Lohnt es sich, auf eine teurere Einheit zu sparen? Oder helfen euch aktuell kleinere Schiffe weiter? Dahinter steckt das Stein-Schere-Papier-Prinzip, es gibt für jede Einheit ein effektives Gegenstück. Klappt es im ersten Anlauf einer Mission nicht, hilft euch eine Anpassung eurer Flottenzusammenstellung unter Umständen enorm weiter und im nächsten Versuch stellt euer Gegenüber kaum noch eine Gefahr dar.

Eure Flotte besteht im Übrigen aus mehr als vier Einheitentypen, die ihr vom Bildschirmrand ins Geschehen zieht. Schickt ihr ein Raumschiff ins Gefecht, nimmt ein anderes dessen Slot ein. Welches als jeweils nächstes dran kommt, seht ihr immer unten am Bildschirmrand. Der Zufall spielt somit ebenso eine Rolle wie der geschickte Einsatz der Truppen. Setzt ihr auf die falschen Pferde, überrennt euch der Gegner schnell.

Schickt die richtigen Raumschiffe in die Schlacht.

Gleichermaßen setzen eure Feinde im Spielverlauf immer neue Arten von Raumschiffen ein. Nach einem Sieg übernimmt euer Mutterschiff die Technologie. Somit steigt von Mission zu Mission nicht allein die Lernkurve, ebenso verdient ihr euch in einzelnen Sternensystem neue Upgrades. Ist euer Kommandoschiff zu Beginn noch anfällig, stärkt ihr später die Panzerung, findet einen Schildgenerator oder zusätzliche Möglichkeiten, um schneller an Warp-Punkte zu gelangen.

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Abseits der Kampagne ist es noch möglich, via Couch-Koop gegen einen Freund zu spielen. Ein Online-Modus ist aktuell noch nicht verfügbar, ist aber geplant.

Sucht ihr nach schneller Weltraumaction, werdet ihr in Space War Arena fündig. Mit der Zeit laufen die Gefechte schneller ab und ihr erlangt Zugriff auf immer mehr Technologien. Was am Anfang noch einfach erscheint, fällt im Spielverlauf zunehmend komplexer und taktischer aus. Wo andere Strategiespiele ihren Fokus auf Basisbau und Ressourcensammeln legen, geht es hier primär um die richtigen Entscheidungen hinsichtlich der Zusammenstellung eurer Flotte und des Einsatzes zum richtigen Zeitpunkt. Das sorgt für schnelle, spannende Gefechte, bei denen ihr ständig einen motivierenden Belohnungseffekt in Form einer neuen Technologie in Aussicht habt habt. Und die hilft euch im Umkehrschluss dabei, die neue Herausforderungen zu meistern. Ein packender Kreislauf.

Entwickler/Publisher: Playchemy - Erscheint für: Switch - Preis: 13 Euro - Erscheint am: erhältlich - Gespielte Version: Switch - Sprache: Englisch - Mikrotransaktionen: nein

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.