Apex Legends: Umsätze des Free-to-play-Spiels brechen drastisch ein

Um 74 Prozent weniger binnen zwei Monaten.

Wurde Apex Legends von nicht wenigen zum explosionsartigen Start noch als große dritte Macht im Battle-Royale-Segment gesehen, dürfte bei EA die Freude über den unverhofften Hit nun etwas gedämpft sein. Den zweiten Monat in Folge brachen die digitalen Umsätze des exzellenten Free-to-play-Titels gehörig ein

Ein wenig davon liegt sicherlich auch in der Natur der Sache: Den sensationellen Startmonat wird man so schnell nicht überbieten, dann kam der Battle Pass, der nicht gerade berauschend war und das ist auch schon wieder eine Weile her. Dennoch sehen die Zahlen nicht erfreulich aus.

Die Marktforschungsfirma SuperData berichtet, das Spiel sei komplett aus ihrer Liste der Topverdiener auf PC und Konsole rausgeflogen. Im April habe das Spiel 24 Millionen Dollar Umsatz gemacht, was seit den 92 Millionen Dollar vom Launch-Monat Februar 74 Prozent Einbußen sind. Klingt drastisch, vor allem, weil SuperData der Auffassung ist, der Respawn Titel hätte den stärksten Free-to-play-Start aller Zeiten hingelegt.

Ein Stück weit konnte man es schon ahnen, seit die Zuschauerzahlen auf Twitch stark zurückgingen. Auch gefiel vielen Leuten der erste Battle Pass nicht und einige Spieler beschweren sich, dass neuer Content nicht schnell genug nachkommt.

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Ich liebe es immer noch.

Der Mangel an neuen Inhalten könnte daran liegen, dass sich Respawn öffentlich der Crunch-Kultur anderer Spielehäuser verwehrt und nicht koste-es-was-es-wolle Entwickler durch die Hölle gehen lässt, um seine User bei Laune zu halten. Eine gesunde Einstellung eigentlich.

Zudem ist auch eine Mobilversion von Apex Legends in Arbeit, die das Spiel einem neuen Publikum näherbringen könnte. Dass sich das lohnt, hat PUBG bewiesen, das allein im März 65 Millionen Dollar auf Mobile verdiente.

Wir werden sehen, ob sich Respawn für den zweiten Season Pass Änderungen einfallen lässt. Vorgestellt wird der Plänen zufolge auf der E3 in zwei Wochen.

Falls ihr das Spiel noch nicht ausprobiert habt, solltet ihr das dringend tun, denn es ist ein ganz besonderes, wie ihr auch meinem Apex Legends Test entnehmen könnt.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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