Je größer, desto besser? Ob Roccats neue Mauspads allein deswegen besser sind, vermag ich nicht zu sagen. Groß sind sie in jedem Fall. Nicht so groß, wie überspitzt in der Überschrift ausgedrückt, aber sie belegen einen guten Teil eures Schreibtischs. Klar, diese Fläche nutzt ihr nicht alleine für die Maus, vielmehr steht eure Tastatur ebenso auf ihnen. Das hat den Vorteil, dass die Pads zu gleich als dezent gepolsterte Auflage für eure Hände und Arme dienen.

Schauen schauen wir uns das im Detail an ...

Sense Vital Force XXL

Das Sense Vital ist das dünnere der beiden Mauspads. Es nutzt eine mikrokristalline Beschichtung, die die Gleiteigenschaften der Textiloberfläche steigern soll. Und die Maus flutscht ordentlich schnell über das Pad. Gleichzeitig ruht eure Hand angenehm auf dem Pad und es hinterlässt ein gutes Gefühl. Durch die weiche Oberfläche entsteht wenig Reibung, auch bei längerer Benutzung habt ihr so keine Schwierigkeiten. Darüber hinaus liegt es durch die Gummierung rutschfest auf dem Schreibtisch und bleibt bei intensiver Nutzung an Ort und Stelle. Probleme mit der Präzision oder anderer Art gab es nicht.

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Es nimmt einen ordentlichen Teil eures Schreibtisches ein.

Die Dicke liegt bei 2mm und in der XXL-Version ist es 85x33cm groß, damit belegt es einen nicht unerheblichen Teil des Schreibtisches. Eine kleinere Variante mit den Maßen 40x28cm ist ebenso erhältlich, falls ihr nicht den nötigen Platz für das große Pad habt.

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Hersteller: Roccat - Preis: ca. 30 Euro - Erscheint am: erhältlich

Taito Control XXL

Beim Taito Control ist die Textiloberfläche rauer als beim Sense Vital Force. Was nicht heißt, dass eure Maus weniger schnell über sie gleitet. Im Gegenteil: Eure Maus funktioniert ebenso präzise und zuverlässig. Und die raue Oberfläche fühlt sich dabei nicht unangenehm an. Ansonsten gibt es hier wenig zu bemängeln.

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Vernähte Ränder.

Im Unterschied zum anderen Pad sind die Ränder beim Taito Control vernäht, was das Ausfransen verhindern soll. Tut es bisher auch. An den Nähten zeigen sich nach der Nutzung in den letzten Monaten ganz leichte Fransen, dramatisch ist das nicht. Es hält und sitzt alles bombenfest.

Mit 3,5mm ist das Taito Control ein wenig dicker als das Sense Vital Force. Insgesamt hinterlässt es einen wertigeren Eindruck, womit ich das Sense Vital Force jetzt nicht schlecht reden möchte. Der hochwertigere Eindruck äußert sich in Form eines höheren Preises. Neben der 86x33cm großen XXL-Version gibt es noch zwei Varianten mit den Maßen 40x32cm und 27,5x22cm.

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Leichte Fransenbildung.

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Hersteller: Roccat - Preis: ca. 38 Euro - Erscheint am: erhältlich

Kova Aimo

Machen wir weiter mit der Neuauflage von Roccats Kova. Diese hat das Unternehmen jetzt mit dem Aimo-Zusatz veröffentlicht. Und Neuauflage trifft es dabei ganz gut. Erwartet euch hiervon keinen echten, massiv weiterentwickelten Nachfolger. Es ist eine technisch dezent modernisierte Variante der bewährten Maus.

Wie die alte Kova nutzt die Kova Aimo einen Pro-Optic Sensor R6 und erreicht bis zu 7.000dpi (bei der normalen Kova war das im Overdrive-Modus machbar) und eine Polling Rate von 1.000Hz. Die größte Neuerung im Vergleich zur Vorgänger-Maus ist die Implementierung des Aimo-Systems, das eine Beleuchtung in bis zu 16,8 Millionen Farben ermöglicht. Bei der Kova Aimo leuchtet neben dem Mausrad ein kleiner Teil unterhalb der Fläche, auf der eure Hand liegt.

Eignet sich die Kova Aimo auch gut als Gaming-Maus? Flexibel ist sie auf jeden Fall. Berücksichtigt ihr alle Tasten, habt ihr die Möglichkeit, die Maus mit bis zu 20 Funktionen zu belegen. Und das, ohne dass sie sich überladen anfühlt. Durch ihr Design eignet sie sich gleichermaßen für Links- und Rechtshänder, was zur allgemeinen Flexibilität der Maus passt.

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Die Kova Aimo von der Seite.

Gleichzeitig verzichtet Roccat hier auf Spielereien, die es zum Beispiel für andere Mäuse gibt, darunter verschiedene Gewichte. Die Oberfläche besteht aus stabilem Plastik, das sich nicht zu billig anfühlt. Sie liegt gut in der Hand und nach längerer Benutzung bleibt ein gutes Gefühl bestehen. Die einzelnen Tasten sind dabei gut ohne Fingerakrobatik und gebrochene Fingerknochen zu erreichen. Alles gut in Reichweite, was meine Hand anbelangt. Darüber hinaus verfügen sie über einen guten Widerstand. Es kommt kaum vor, dass ihr sie versehentlich drückt.

Optisch ist die Kova nicht der schönste Hingucker, aber - und das ist ja das Wichtigste - sie erfüllt ihren Zweck. Hinzu kommt ein geflochtenes Kabel als nettes Detail. Mit der Taste hinter dem Mausrad lässt sich jederzeit der DPI-Wert der Kova Aimo ändern. Standardmäßig sind in Roccats Software 400, 800, 1.600 sowie 3.500 und 7.000dpi als Optionen vorgegeben. Drückt ihr die Taste, schaltet ihr alles der Reihe nach durch. Darüber hinaus ist es möglich, die einzelnen Stufen manuell anzupassen. Ebenso regelt ihr verschiedene Geschwindigkeitseinstellungen unabhängig voneinander.

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Zwingend nötig ist die Software indes nicht. Die Kova Aimo funktioniert ohne genauso gut. Einfach in den Windows-PC stecken und benutzen. So einfach ist das. Die ganzen Detailoptionen bekommt ihr aber ausschließlich mit Roccats Swarm-Software. Neben den ganzen Einstellungen lässt euch die Software bis zu fünf verschiedene Profile speichern, wenn ihr zum Beispiel für unterschiedliche Genres oder Spiele individuelle Einstellungen bevorzugt.

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Und hier der Blick von unten.

Ein paar kleinere Anpassungen waren bei mir definitiv nötig, damit ich mich mit der Maus wohlfühlte. Out of the box war ich nicht komplett zufrieden mit der Geschwindigkeit. Das ist aber häufig bei Mäusen der Fall. Die wenigsten davon machen mich mit ihren Standardeinstellungen glücklich. Daher ist das nichts, was ich der Kova ankreiden würde.

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Letzten Endes macht die Kova Aimo nichts falsch. Es ist eine gute Maus, die angenehm in der Hand liegt, für Nutzer beider Hände geeignet ist und mehrere Funktionstasten mit sich bringt, ohne dass sie zu vollgepackt wirkt. Berücksichtigt ihr all diese Tatsachen, ist die Roccat Kova eine lohnende Investition und eine gute Gaming-Maus, wenn ihr nach was Neuem sucht. Die Frage ist, ob sich die Kova Aimo im Speziellen lohnt. Sie ist um die zehn Euro teurer und das zentrale Feature der Neuauflage ist die Aimo-Beleuchtung. Ist euch die nicht so wichtig, erfüllt die normale Kova den gleichen Zweck für einige Euro weniger.

Hersteller: Roccat - Kompatibel mit: Windows 10, 8 und 7 - Preis: ca. 58 Euro - Erscheint am: erhältlich

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.