Devolver ist zurück und feiert mit seiner Big Fancy Pressekonferenz 2019 die Fortsetzung des Devolver Digital E3 Press Conference Cinematic Universe - kurz DDE3PCCU.

Los geht es mit einem kurzen Rückblick auf das Ende der letztjährigen Konferenz und den zugehörigen Cliffhanger. Ja, so was gibt's bei Devolver. Warum auch nicht? So baut man Spannung auf.

Und dabei wird deutlich, dass Devolver erneut die "sinnlose und verehrte Gewalt" fortsetzt. Ihr seht, wie Gastgeberin Nina Struthers von Kugeln durchsiebt wird und blutend zu Boden geht.

Aber natürlich nur, um in diesem Jahr wiederbelebt zu werden. Auch wenn das zu Anfang noch nicht so richtig klappt und darüber diskutiert wird, die Show abzusagen. Natürlich mit einigen Seitenhieben auf die Industrie als Ganzes und ihre Art der E3-Präsentationen - "Keine Musik-Performances!"

Was also tun, wenn Ninas Hirn noch Matsch zu sein scheint? Einfach die Pressekonferenz in ihrem Kopf stattfinden lassen - mittels des Devolver-Direct-Protokolls. Hat hier gerade jemand Nintendo Direct erwähnt? Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Und nachdem Nina den ursprünglichen Host aus dem Weg geräumt hat - blutig, wie sonst? -, geht es auch schon mit der ersten Ankündigung los. Fall Guys ist eine Art Takeshi's Castle auf LSD. Ein Multiplayer-Spiel, das nach viel Spaß aussieht.

Mit Devolver Bootleg folgt eine Sammlung von Spielen, die das Unternehmen als Rip-offs der eigenen Titel bezeichnet. Bevor es jemand anderes macht, warum nicht selbst? Auf die Idee muss man erst mal kommen. "Echt jetzt? Die Leute können uns Geld dafür geben?", fragt Nina. Ja, können sie. Gibt es für 3,99 Euro auf Steam. Oder spart bis zum 16. Juni ein Prozent und zahlt nur fantastische 3,95 Euro!

Und dann wird es wieder blutig und Ninas Co-Host verwandelt sich in ein großes, schleimiges, tentakeliges "Carrion Beast". Dumm nur, dass es früher dran ist, als es im Skript vorgesehen war. Wie der Name des Viehs schon sagt, tritt es in einem neuen Spiel auf: Carrion. Ihr spielt ein Monster, verfolgt und konsumiert diejenigen, die euch eingesperrt haben.

Weiter im Programm: Es folgt die Zukunft der Videospiele, was für die Industrie meist neue Methoden zur Generierung von Umsatz bedeutet. Bei Devolver blickt man stattdessen zurück in die Vergangenheit, auf die goldene Ära. In dem Fall heißt das: Ein Zwei-Spieler-Lightgun-Arcade-Spiel namens Enter the Gungeon: House of the Gundead. Kommt 2020 und ihr könnt es in eurer "lokalen Spielhalle oder zu Hause" spielen.

Eine Neuigkeit, die Nina in Ekstase versetzt. Also schnell weiter mit dem nächsten Spiel: Ein kostenloser DLC namens Picnic Panic für The Messenger. Kommt am 11. Juli auf PS4, Switch und PC. Es folgt ein Blick auf My Friend Pedro, das seiner Bezeichnung als "gewalttätiges Ballett" auf jeden Fall gerecht wird.

Und das war es dann mit den Spielen. Schlechte Nachrichten indes für Nina. Sie sitzt immer noch regungslos in der realen Welt in einem Stuhl und hört zu, wie sie jetzt nicht mehr als ein Marketinginstrument ist. Devolver könne nun ohne ihren Einfluss ständig Bezahl-DLCs veröffentlichen und Spiele ohne Grund verschieben. Ob sie sich das gefallen lässt und ob sich alles zum Guten wendet? Das sehen wir dann wohl nächstes Jahr.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.